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Alibaba-Chairman sieht "Blase" bei Rechenzentren

Joe Tsai, Chairman von Alibaba, warnt vor zu großen Investitionen in Rechenzentren. Vielfach würden diese gebaut, ohne konkrete Verträge mit Kunden zu haben. Falls die erwartete Nachfrage geringer als erhofft wird, könnte es zu einem bösen Erwachen kommen.

© IC Vector / stock.adobe.com

Alibaba-Chairman Joe Tsai warnt vor einer möglichen Blasenbildung beim Bau von Rechenzentren. Das Tempo des Ausbaus könnte die Nachfrage nach KI-Diensten erst einmal übersteigen. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

Der Ansturm großer Technologieunternehmen, Investmentfonds und anderer, in den USA und Asien Serverstandorte zu errichten, erscheine zunehmend wahllos, sagte der Milliardär und Finanzier am Dienstag auf dem HSBC Global Investment Summit in Hongkong. Viele dieser Projekte würden ohne klare Kundenvorstellungen umgesetzt.

Milliardenschwere Investments
Von Microsoft bis zum japanischen Großinvestor SoftBank geben Technologieunternehmen auf beiden Seiten des Pazifiks Milliarden Dollar aus, um die für die KI-Entwicklung entscheidenden Chips von Nvidia und der südkoreanischen SK Hynix zu kaufen.

“Ich sehe den Beginn einer Art Blase”, sagte Tsai. Einige der geplanten Projekte hätten bereits mit der Mittelbeschaffung begonnen, ohne dass ‘Abnahmevereinbarungen’ vorlägen. “Ich mache mir langsam Sorgen, wenn Leute Rechenzentren auf Verdacht bauen. Es gibt eine Reihe von Leuten, die auftauchen und Gelder beschaffen, Milliarden oder Millionen an Kapital.”

Tsai verwies insbesondere auf die Ausgaben in den USA. Allein in diesem Jahr haben Amazon.com, die Google-Mutter Alphabet und die Facebook-Mutter Meta Platforms angekündigt, 100 Milliarden Dollar, 75 Milliarden Dollar bzw. bis zu 65 Milliarden US-Dollar für KI-Infrastruktur auszugeben.

“Ich bin immer noch erstaunt über die Zahlen, die in den Vereinigten Staaten über Investitionen in KI genannt werden”, sagte Tsai.

„Die Leute reden, reden buchstäblich über 500 Milliarden Dollar, mehrere 100 Milliarden Dollar”, führte er aus. “Ich denke nicht, dass das unbedingt notwendig ist. Ich denke, dass die Leute in gewisser Weise vor der Nachfrage investieren, die sie heute sehen, aber sie prognostizieren eine viel größere Nachfrage.” (aa)

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