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Alarm: Wichtige Korrelation nähert sich der Nulllinie

Die Korrelation zwischen S&P 500 und US Treasuries Index nähert sich der Nulllinie. Wenn sich dies nicht wieder ändert, könnte dies massive Auswirkungen auf den Risikoappetit großer Investoren haben und weiteren Abgabedruck auf die Aktienkurse auslösen.

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Das Fehlen einer inversen Korrelation von Bonds und Aktien könnte bei vielen Profis Kopfschmerzen auslösen und zu einer Reduzierung von Aktienbeständen führen.
 
© Kurhan / stock.adobe.com

M.M. Warburg weist in einer aktuellen Analyse auf eine wichtige Entwicklung hin, die vor allem Großanleger beunruhigen dürfte: Eine Änderung des Korrelationsverhaltens von Aktien zu Staatsanleihen, die zumindest in der Vergangenheit professionell aufgestellte Portfolios als Ganzes stabilisiert haben.

Lange Zeit gültige "Regel" hat in letzten Tagen nicht gegolten
Normalerweise bewegen sich Aktien- und Anleihekurse invers zueinander, erklärt M.M. Warburg. D.h. bei fallenden Aktienkursen steigen die Kurse von Anleihen und vice versa. Bei zunehmenden Risiken werden Aktien verkauft und sichere (Staats-)Anleihen gekauft. "Ein lange Zeit zu beobachtender Zusammenhang hat in den letzten Handelstagen in den USA nicht mehr gegolten. Die negative Korrelation der Zeitreihen nähert sich damit der Nulllinie", warnt M.M.Warburg.

Mehrere Gründe für diese Änderung
Zum einen haben laut den Hamburgern die Zinsschritte der Fed sowie die expansive Fiskalpolitik der USA zu steigenden Renditen für US-Treasuries geführt. Zum anderen haben aber auch die Sorgen vor einem Überschießen der Inflation und damit niedrigeren realen Zinsen zugenommen. Besonders letzterer Faktor dürfte zuletzt zum Renditeanstieg beigetragen haben, meint M.M.Warburg.

Mit dem Anstieg der Zinsen steigen auch die Refinanzierungskosten für Unternehmen und damit sinkt deren Profitabilität. Zur gleichen Zeit spiegeln sich steigende Zinsen in einem höheren Diskontierungsfaktor wider, was den Barwert der künftigen Zahlungsströme und damit den „fairen Aktienkurs“ reduziert.

Diese Argumente geben wieder Hoffnung
Besonders zwei Punkte würden laut M.M.Warburg bei dieser Betrachtung jedoch vernachlässigt: Zum einen seien Unternehmensumsätze eine nominale Größe und dürften daher bei steigender Inflation ebenfalls wachsen.

Zum anderen führten höhere Refinanzierungskosten nur sehr langsam zu einem Anstieg der durchschnittlichen Refinanzierungskosten - besonders wenn man die längeren Laufzeiten der Unternehmensschulden in den USA berücksichtige.

"Deshalb scheint die aktuelle Bewegung übertrieben und zum Teil auf Sentiment zurückzuführen zu sein. Geht man dann noch davon aus, dass sich aktuelle Inflationsängste nicht bewahrheiten, sollte die negative Korrelation zwischen Aktien und Anleiherenditen wieder zunehmen", erklärt M.M. Warburg abschließend mit Verweis auf nachfolgenden Chart:

Korrelation zwischen S&P 500 und US Treasuries Index nähert sich der Nulllinie

 

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