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Aktien: Nachhaltige Solvenzkapital-Entlastung durch passenden Overlay

Ein antizyklisches Overlay Management reduziert Marktrisiken signifikant bei geringen Renditeeinbußen, hat die Investment-Boutique Assenagon AM errechnet. Da die Absicherung die Anforderungen zur Anrechenbarkeit unter Solvency II erfüllt, wird Solvenzkapital deutlich entlastet.

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© PX Media / stock.adobe.com

Kann Dividende der neue Zins sein? Als Long-Only Investment eher nicht, denn Dividenden sind als Zinsersatz zu zyklisch, zu krisenanfällig. Aus diesem Grund kombiniert Assenagon Asset Management seine europäische Dividendenstrategie mit einem antizyklischen Put Overlay, wodurch sich in Summe ein attraktives Rendite-Risiko-Profil ergibt. Besonders spannend ge­staltet sich diese Kombination für Solvency II-Investoren, denn das Overlay wirkt sich schonend auf die Solvenzkapital-Anforde­rungen aus.

Konstruktion einer verlässlichen Absicherungsstrategie
Put-Optionen haben grundsätzlich den Vorteil, dass sie eine ver­lässliche und vor allen Dingen zunehmend starke Absicherungs­wirkung in Krisen aufweisen. In steigenden Märkten ermöglichen sie eine hohe Marktpartizipation und bieten somit ein asymmetri­sches Profil im Vergleich zur Absicherungswirkung in fallenden Märkten. Der geringe Kapitaleinsatz von Put-Optionen ermöglicht zudem Aktienquoten von knapp unter 100 Prozent.

Laufender Prämienaufwand als Challenge
Die große Herausforderung beim Kauf von Optionen sind die lau­fend erforderlichen Prämienaufwendungen, deren Höhe sich in­direkt in der impliziten Volatilität ausdrückt. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist ein antizyklischer Management-Ansatz. In steigenden und ruhigen Märkten ist die implizite Volatilität für gewöhnlich niedrig und Optionspreise somit günstig. Dies wird genutzt, um bei den monatlichen Rollen neue Put-Optionen nahe dem aktuellen Marktniveau (ATM, Strikes at-the-money) zu erwerben. In Stressphasen wiede­rum ist das implizite Volatilitätsniveau deutlich erhöht, weshalb antizyklisch Gewinne bei bestehenden Put-Optionen realisiert werden. In diesen Phasen werden bei den monatlichen Rollen neue Optionen mit niedrigerem Absicherungsniveau (OTM; Strikes out-of-the-money) gekauft. Man orientiert sich also bei der Steuerung des Absicherungsniveaus an der impliziten Volatilität und somit am Preisniveau der Optionen, um die Prämienaufwendungen möglichst konstant und niedrig zu halten.

Markt-Performance und Renditebeitrag der Put-Optionen

Quelle: Assenagon AM, Bloomberg

Hoch willkommener Nebeneffekt
Ein willkommener Nebeneffekt dabei ist, dass in steigenden und ruhigen Märkten das Absicherungsniveau systematisch gestärkt wird, genau dann, wenn das Verlustpotential am größten ist. Gleichzeitig wird eine hohe Partizipation an sich erholenden Märkten nach Stressphasen sichergestellt.

Kaum Renditeeinbußen
Dank dem antizyklischen Management hat das Put Overlay bei voller Absicherungswirkung in den drei Jahren seit Umsetzung im Publikumsfonds trotz insgesamt deutlich positiver Aktienmärkte kaum Renditeeinbußen zur Folge gehabt, wie die obige Grafik illustriert.

Assenagon Equity Framework
Das Overlay sorgt nicht nur für ein verbessertes Rendite-Risiko-Profil, es erfüllt darüber hinaus die Anforderungen für eine An­rechenbarkeit unter Solvency II. Eine entsprechende Attestierung vom Wirtschaftsprüfer (ISAE 3000) kann bilateral zur Verfügung gestellt werden.

Entlastung von Solvenzkapital durch Put Overlay
Die nachstehende Grafik umfasst die Ergebnisse für Assenagons europäische Dividendenstrategie im Vergleich zu einem Investment in den eu­ropäischen Aktienmarkt. Trotz kontinuierlicher Absicherung liegt die erzielte Rendite mit 8,9 Prozent p. a. über die letzten drei Jahre nur leicht unter jener des Marktes. Das Risiko in Form des maximalen Drawdowns und der Volatilität liegt hin­gegen nur bei etwa 60 Prozent, wodurch sich das Rendite-Risiko-Profil erheblich verbessert. Solvency II-Investoren profitieren zu­dem davon, dass sich die Solvenzkapital-Anforderungen gemäß der Standardformel zirka halbieren. Trotz deutlich höherer Flexi­bilität wird ein Investment somit in etwa wie die "Long Term Equity"-Klasse (LTE) behandelt.

Kennzahlen im Vergleich (01.10.18 – 29.10.21)

Quelle: Assenagon AM, Bloomberg

Aktienähnliche Renditen mit halbem Solvenz­kapital
Die BErehcnung erfolgt entsprechend des quartalsweisen TPTs (Tripartite Templates). In der Berechnung der Solvency II-Kapitalanforderungen nach Standardformel sind die Sub-Risiken Equity (inkl. Symmetric Adjustment), Currency und Interest berück­sichtigt. Es handelt sich um eine isolierte Betrachtung des Fonds. Im Gesamtkontext der Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten können sich korrelationsbedingt andere Kapitalanforderungen ergeben. 

Rendite-Risiko-Vergleich mit der Morningstar Peergroup (01.10.18 – 29.10.21)

Quelle: Assenagon AM, Bloomberg

Was bedeutet das für den Investor?
Im Vergleich zu klassischen Dividendenansätzen weist die vorliegende Assenagon-Strategie aufgrund des Put Overlays ein einzigartiges Risikoprofil auf, wie die letzte Grafik verdeutlicht. Solvency II-Anleger profitieren gar doppelt, da das Overlay nachhaltig Solvenzkapital entlastet. Im Stressfall sinken zudem die Kapitalanforderungen, da die Puts weiter ins Geld laufen. Zu guter Letzt: Auch Nachhaltigkeitsrisiken werden nicht außer Acht ge­lassen, denn mit einem MSCI ESG Rating AAA wird der Artikel 8-Fonds als besonders nachhaltig gewürdigt. (kb)

 

 

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