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"Abwarten und Tee trinken" - das scheint das Motto der Fed zu sein

Der einhelligen Erwartung der von Bloomberg befragten Bankvolkswirte entsprechend, hat der Offenmarktausschuss der Fed im Rahmen seiner Sitzung am 30. April/1. Mai beschlossen, das Zielband für den Tagesgeldsatz unverändert bei 2,25 - 2,50 Prozent zu belassen.

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© steheap / stock.adobe.com

Die Entscheidung fiel, ebenso wie alle bisherigen im laufenden Jahr, einstimmig, berichtet LBBW Research. Die Notenbanker beschlossen eine Senkung des Zinssatzes auf Überschussreserven der Banken (IOER) um fünf Basispunkte auf 2,35 Prozent - laut Notenbankchef Jerome Powell eine technische Anpassung und keine Indikation für eine Änderung der Geldpolitik.

Abbau der Bilanzsumme mit gedrosseltem Tempo
Hinsichtlich ihrer Politik der Wiederanlage der Fälligkeiten aus ihrem Anleiheportefeuille folgt die Fed dem im März verkündeten überarbeiteten Plan, d.h. das Abschmelzen der Bilanzsumme wird in den kommenden beiden Monaten (Mai, Juni) mit einem verringerten Tempo von bis zu 35 Milliarden US-Dollar/Monat (bisher: bis zu 50 Milliarden US-Dollar) fortgesetzt. Hiervon entfallen 20 Milliarden US-Dollar/Monat auf hypothekenbesicherte Wertpapiere (MBS; unverändert) und 15 Milliarden US-Dollar/Monat auf US-Staatstitel (bisher: 30 Milliarden US-Dollar).

Geldpolitischen Lagebeurteilung
Die US-Währungshüter stellten fest, dass sich das Wirtschaftswachstum auf einem soliden Pfad bewege, während der Arbeitsmarkt in einer starken Verfassung bleibe. Die Inflation, ebenso wie die Kerninflation, seien gesunken und bewegen sich unterhalb der Zielmarke von zwei Prozent. Die Fed verweist zudem auf anhaltend niedrige marktbasierte Inflationserwartungen, während die umfragebasierten Erwartungen im Wesentlichen stabil geblieben seien.

Gleiche Wortwahl wie im Januar und März
Bezüglich der künftigen geldpolitischen Kurssetzung signalisiert das Fed-Statement, wortgleich mit den FOMC-Entscheiden vom Januar und März, eine geduldige Haltung mit Verweis auf die globale wirtschaftliche Entwicklung, die Lage an den Finanzmärkten und die gedämpfte Inflation. Die jüngste Abschwächung des Preisdrucks relativierte Jerome Powell mit der Bemerkung, dass diese auf vorübergehende Effekte zurückzuführen sein könnte. In der Summe sieht der Fed-Chef derzeit "keine starken Argumente für eine Zinsänderung in irgendeine Richtung".

Erste Marktreaktionen
Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sanken in erster Reaktion nach der Entscheidung um zwei Basispunkte auf 2,46 Prozent, zogen nach der Pressekonferenz des Fed-Chefs jedoch wieder auf 2,50 Prozent an. Die Kurve wurde in der Summe etwas flacher. Die Marktteilnehmer halten, wie die Terminsätze am USD-Geldmarkt zeigen, an ihrer Erwartung fest, dass der nächste Zinsschritt der Fed nach unten geht, und dies bereits im laufenden Jahr. Die marktimplizite Wahrscheinlichkeit für eine erste Zinssenkung per Jahresende sank jedoch von zuvor fast 70 auf knapp über 50 Prozent. Der Kurs des US-Dollar legte gegenüber dem Euro nach anfänglichen Verlusten um rund einen halben Cent zu. Die Aktienmärkte bauten ihre schwächere Tendenz, die sie im Zuge eines deutlich enttäuschenden ISM-Index eingeschlagen hatten, spürbar aus, schreiben die Experten von LBBW Research. (kb)

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