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Absolute Return Fonds zeigten Long Bias, enttäuschten über 12 Monate

Absolute Return Fonds zeigen per Ende Februar die schwächste rollierende 12-Monats-Performance seit der Finanzkrise 2008. Das legt ein aktueller Bericht von Fitch offen.

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Manuel Arrivé von Fitch Ratings in Paris
© Manuel Arrivé via LinkedIn

Fitch Ratings hat in seinem aktuellen "Dashboard March 2016" zu Absolute Return Fonds festgestellt, dass diese Fondskategorie seit 2008 nunmehr die schlechteste rollierende 12-Monats-Performance per Ende Februar 2016 mit minus 5,2 Prozent im Schnitt abgeliefert hat. Insbesondere beim Drawdown-Management werden seitens Fitch Schwachstellen bei den Anbietern geortet. Lediglich elf Prozent aller Fonds zeigten in diesem Zeitfenster eine positive Performance (siehe Grafik 1 im Anhang).

Biases entdeckt

Fitch stellte bei Absolute Return Fonds einen Long-Bias in Bezug auf risikobehaftete Assets, vor allem im Hinblick auf Credit, fest. Dieser Bias hatte zu Beginn als Performancetreiber gewirkt, doch als gegen Ende des Jahres 2015 und nach dem Ultimo "risk off" wieder gefragt war, zeigten sich die Fonds anfällig für diesen Regimewechsel. Manuel Arrivé von Fitch Ratings in Paris meinte dazu: "Die vergangenen 12 Monate warem durch geringere systematische Renditen und höhere Kapitalverlustrisiken gekennzeichnet. Dieses Umfeld half vor allem jenen Strategien, die Renditen ohne direktionales Marktexpsoure generierten, während jene, die dem systematischen Marktrisko (Beta) ausgeliefert waren – darunter auch viele Absolute Return Fonds –, zu leiden hatten."

Beta hinterließ hässliche Spuren

Diese oftmals nicht gleich auf Anhieb sichtbare Beta-Risiko haben diese herausfordenden Monat der zweiten Hälfte der 12-Monatsperiode schonungslos ans Tageslicht gebracht.

In seiner Analyse konzentrierte sich Fitch auf Schlüsselfragen wie die Fähigkeit eines Fonds, unkorrelierte Renditen zu produzieren, Techniken der Risikobudegtierung und des Managements der Drawdowns sowie Trading und Ausführung der Deals in einem Marktumfeld mit geschrumpfter Liquidität. Der Report strich auch heraus, dass diese Marktdynamik eine negative Auswirkung auf Qualitätsrankings von Fonds in diesem Segment hatte.

Risk-Asset-Correlation

Eine persistente positive Korrelation zum Beta-Risiko enthüllt eine ungewollte Prozyklizität oder eine Stil-Drift, die in manchem Fall nicht im Einklang mit dem Investmentansatz steht. Dabei geben diese Fonds meisten an, ihre Renditen unabhängig von Investmentzyklen zu erwirtschaften. Inbesondere schlecht performende Fonds des 5. Quintils zeigten ein deutlich höheres Marktriiko als etwa die des 1. Quintils (Grafik 2).

Calmar Ratio im Fokus

Was das Drawdown-Management anbelangt, so zeigten die Mechanismen der Risikobudgetierung oft Schwierigkeiten, zu akzeptablen Kosten das Fondsportfolio vor großen Rückschlägen abzusichern. Die unterschiedlich gehandhabten Faktoren waren etwa die Kalibrierung der Stop-Loss-Marken, Kosten-Nutzen-Rechnungen und Dynamiken der gewählten Optionsstrategien sowie die Dynamik in der Risikobudgetierung, um an der Erholung der Märkte zu partizipieren. Die Calmar Ratio genannte Kennzahl, die die Überschussrendite ins Verhältnis zum Maximum Drawdown setzt, ist eine Schlüsselgröße in der Analyse der Experten von Fitch Ratings.

Weizen trennt sich vom Spreu

In Bezug auf Trading und Execution stellte man fest, dass volatilere und weniger liquide Märkte die Fähigkeit der Manager, ihre Handelsideen in geldwerte Vorteile umzusetzen, konterkarierten. Da braucht es immer öfter überlegene technische Hilfsmittel und Geschick im Handel, um Gewinne zu realiseren, optimale Positionsgrößen zu bestimmen und überhauot Ideen zu generieren, die sich auch umsetzen lassen.

Der Spreu scheint sich jedenfalls immer stärker vom Weizen zu trennen - oder wie Warren Buffett so schön sagte: " Erst wenn die Flut weicht, sieht man, wer zuvor ohne Badehose schwimmen gegangen ist." (kb)


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Anhang:

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