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Absichern mit Low Volatility: Ist das eine clevere Idee?

Im August 2021 ist der HQAM-Faktor des Monats „Low Volatility“, eine Anlagestrategie, bei der Investoren die Aktien mit der niedrigsten Volatilität kaufen. Doch wie sieht es mit der Low Vol-Strategie auf der Langstrecke aus?

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Dr. Benjamin Moritz, Executive Partner bei HQ Asset Management
© HQ Asset Management

Über lange Zeiträume beeindruckt der Absicherungscharakter: Fällt der Markt, verliert die Low-Volatility-Strategie in der Regel weniger. In Phasen steigender Aktienmärkte gewinnt sie meist in ähnlicher Höhe. Investoren nutzen die wenig schwankenden Aktien daher gerne als Sicherung gegen fallende Märkte. Zu Recht? Auf den ersten Blick schon. Teilt man den Aktienmarkt für die letzten 20 Jahre in steigende und fallende Phasen auf, ergibt sich folgende durchschnittliche annualisierte Monatsperformance:

Quelle: HQ Asset Management

Das Problem
Investoren können nicht immer auf diese Faustregel setzen: Low-Volatility-Aktien lieferten in den fallenden Aktienmärkten der Jahre 2000-2003 und 2008-2009 zwar eine ordentliche Absicherung, seit Anfang 2020 gab es aber drei Besonderheiten zu beobachten:  
a) Der Absicherungsgedanke hielt sich beim Corona-Crash im Februar/März 2020 in Grenzen.
b) Die Low-Volatility-Strategie legte im Aufschwung des Sommers 2020 deutlich weniger zu als der Gesamtmarkt.
c) In den vergangenen Monaten gewinnt die Low-Volatility-Strategie relativ zum Aktienmarkt, obwohl die Märkte selbst sehr stark gestiegen sind.

Low Volatility: Die Gesetzmäßigkeiten ändern sich stetig
Über lange Zeiträume beeindruckt der Absicherungscharakter von „Low Vola“: Steigt der Markt, fällt die Faktorperformance und vice versa.Allerdings gibt es immer wieder Phasen, in denen die Strategie nicht aufgeht –ein Fall für die KI.

Erkenntnisse
Dr. Benjamin Moritz, Executive Partner bei HQ Asset Management, stellt fest: „Auch wenn manche Strategien immer zu funktionieren scheinen: Die Finanzmärkte sind dynamisch und komplex, die Gesetzmäßigkeiten ändern sich stetig. In unserer europäischen Aktienselektions-Strategie ist der Faktor Low Volatility regelmäßig ein wichtiger Faktor – allerdings nur einer unter vielen und auch nicht immer. Mit unserer dynamischen KI können wir neue Gesetzmäßigkeiten an den Märkten gut erkennen und ausnutzen.“ (kb)

 

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