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Absage an Schönfärberei prägt den besten nachhaltigen Finanzinvestor

Ein Private-Equity-Unternehmen namens Summa Equity mit Sitz in Stockholm, das sein gesamtes Geschäftsmodell auf nachhaltige Finanzierungen ausgerichtet hat, ist der Meinung, dass sich die saubersten Emittenten letztlich als die lukrativsten Investitionen erweisen werden.

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Reynir Indahl
© Summa Equity AB

Summa Equity hat zum zweiten Mal in Folge den Spitzenplatz im ESG-Ranking bei den Private Equity Exchange Awards gewonnen. Die Firma sieht keinen Sinn darin, grüne Anleihen von einem Unternehmen zu kaufen, wenn andere Teile des Geschäfts weiterhin die Umwelt schädigen. Viele Investoren haben die übertriebene Rhetorik von Unternehmen satt, die sich publikumswirksam zu ESG-Zielen bekennen. Emittenten von der Öl- bis zur Chemieindustrie versuchen die von ihnen verkauften Finanzinstrumente mit einem ESG-Siegel zu versehen.

Wie "Schweine mit Lippenstift"
Jeder “versucht jetzt einen Weg zu finden den ESG-Trend zu spielen”, meint Reynir Indahl, Gründer und geschäftsführender Partner bei Summa, in einem Interview, aus dem Bloomberg zitiert. Alle möglichen Branchen hätten “irgendeinen Aspekt rund um Nachhaltigkeit, aber dabei geht es nicht um den Kern ihres Geschäfts. Es ist ein bisschen so, als schminke man ein Schwein mit Lippenstift”, so Indahl.

Wachstums- und Renditevorsprung für rein grüne Firmen
Da viele Vermögensverwalter versuchen, ihre Portfolios mit nachhaltigen Produkten zu füllen, stellt Indahl fest, dass die Nachfrage nach solchen Wertpapieren das Angebot übersteigt. Sein Ziel ist es, echte ESG-Emittenten zu identifizieren, denn es gibt Hinweise darauf, dass solche Unternehmen langfristig bessere Renditen erzielen als ihre schmutzigeren Pendants. “Die Anleger sehen allmählich, dass das Wachstum dieser Unternehmen höher sein wird als das anderer Unternehmen”, meint Indahl. “Und in einem Niedrigzinsumfeld wird Wachstum ziemlich hoch bepreist.” Dieses mangelnde Angebot spiegele sich in den Preisen wider.

Erster Exit gelungen
Summa hat kürzlich mit dem Verkauf des Abfallunternehmens Sortera Group an Nordic Capital seine erste vollständige Desinvestition beendet. Die Firma hat einige andere Unternehmen, die sie “zum Ausstieg vorbereitet”, aber sie sucht auch nach anderen Investitionsmöglichkeiten im Bereich Recycling.

Investments im Recycling- und Gesundheitsbereich gesucht
Hannah Jacobsen, Leiterin von Summas Investitionsabteilung, sagt, dass die Firma “in relativ reife Unternehmen investiert, die ein bewährtes Geschäftsmodell haben, die oft profitabel sind und bei denen die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt ihres Geschäfts steht”. Summa verwaltet über 1,6 Milliarden US-Dollar (1,3 Milliarden Euro) an Investitionskapital und sucht derzeit vor allem Unternehmen im Recycling- und Gesundheitsbereich. (kb)

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