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Aberdeen Standard über die Aussichten von Small Caps

Laut Einschätzung der schottischen Fondsgesellschaft sind Small Caps jetzt und auch 2021 besonders attraktiv bewertet und haben entsprechend viel Aufwärtspotenzial.

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© hofred / stock.adobe.com

Großanleger sollten sich überlegen, ihr Exposure in Nebenwerten vielleicht zu erhöhen. Denn Small Cap-Unternehmen dürften der Fondsgesellschaft Aberdeen Standard Investments zufolge im nächsten Jahr besonders von der sich entspannenden Krisenlage profitieren. „Zwar sind sie in der Regel als Erste von einem Abschwung betroffen“, schreibt Andrew Paisley, Head of Smaller Companies bei Aberdeen Standard Investments in einem aktuellen Kommentar. „Aber sie sind auch die Ersten, die sich wieder erholen, wenn die Märkte nach oben drehen und Anleger erneut risikobereiter werden.“ Die Einschätzung des schottischen Investmenthauses hat Gewicht: Denn Aberdeen Standard wurde von der unabhängigen Ratingagentur Scope vor Kurzem erneut als „Bester Asset Manager Nebenwerte“ ausgezeichnet.

Rekordverdächtig hohe Abschläge von Small Caps
Den Experten zufolge sind die Aussichten für kleinere Unternehmen im Jahr 2021 insbesondere durch die potenziellen Impfstoffe positiv. „Hinzu kommt, dass Small Caps infolge der jüngsten Underperformance mit einem so hohen Abschlag gegenüber Large Caps gehandelt werden wie noch nie“, schreibt Paisley. „Dies dürfte ihre Kursgewinne verstärken, sobald das Anlegervertrauen in den Konjunkturzyklus wächst.“

Die über lange Anlagehorizonte gesehene Outperformance von Small Caps gegenüber ihren großen Mitbewerbern untermauere diese Einschätzung. Schon jetzt ließen europäische Small Caps auf das Jahr gesehen große Unternehmen hinter sich.

Was für kleinere Unternehmen spricht
Laut dem Experten haben nicht alle kleineren Unternehmen unter der Corona-Pandemie gelitten. Aufgrund ihrer geringeren Größe seien sie flexibler als Blue-Chips und können sich schneller an neue Marktbedingungen anpassen. „Auf dem Höhepunkt der Pandemie beobachteten wir, dass kleinere Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Medien, Gesundheit, Lebensmittel-Lieferdienste oder E-Commerce auch während des Lockdowns florierten.“

Zudem profitieren Small Cap-Unternehmen Aberdeen Standard zufolge auch von dem Green Deal der Europäischen Union, durch welchen eine Billion Euro Liquidität bereitgestellt wird. Paisley: „Zu gewinnen ist dieser Deal nur mit Hilfe erheblicher branchenübergreifender Innovationen, angefangen bei erneuerbaren Energien und der Kohlenstoffabscheidung bis hin zu nachhaltigen Gebäuden und Elektrofahrzeugen.“ Kleinere Unternehmen würden dabei eine Vorreiterrolle einnehmen. Als Beispiele hierfür nennt der  Asset Manager etwa Generac  (Standby-Generatoren), Voltronic (Batterien) und Sinbon Electronics (Elektronikartikel).

Auch im Jahr 2021 bevorzugen die Experten Unternehmen, die von den strukturellen Veränderungen profitieren. Im Bereich Digitalisierung setzt Aberdeen Standard beispielsweise auf das deutsche Unternehmen Nemetschek. Paisley: „Die Softwareschmiede aus Deutschland stellt Architekten, Ingenieuren und Bauunternehmen Lösungen mittels Building Information Modeling bereit. Dank seiner Software können Unternehmen aus den genannten Branchen beim Entwurf und Bau von Gebäuden effizienter vorgehen, Verschwendung und Kostenüberschreitungen verringern und gleichzeitig die Sicherheit verbessern.“

Ein weiteres attraktives Unternehmen sei Teleperformance, der Marktführer bei der Bereitstellung von Callcentern. „Seine langfristige Wachstumsbilanz ist hervorragend: In 16 aufeinanderfolgenden Jahren ist Teleperformance um mindestens fünf Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahr gewachsen“, so Paisley. „Wir trauen ihm daher zu, dass es auch künftig die Erwartungen übertrifft.“

Insgesamt verfolge Aberdeen Standard Investments einen aktiven Anlageansatz mit Schwerpunkt auf wachstumsstarken Qualitätsaktien. „Wir konzentrieren uns auf titelspezifische Risiken und verzichten auf Sektor- oder Ländergewichtungen“, hält Paisley fest. „Auf Unternehmensebene geben wir solchen mit starken Bilanzen, robusten ESG-Merkmalen und soliden Wettbewerbsvorteilen den Vorzug.“

Bei der Auszeichnung durch Scope war - wie die Gesellschaft in eigener Sache betont - unter anderem dieser Ansatz sowie die Nutzung eines proprietären Quant-Matrix-Tools entscheidend. Dieses befördert anhand fest definierter Faktoren eine konsequente Anwendung des Investmentprozesses und ermöglicht es dem Team das Investment-Universum in seiner ganzen Bandbreite abzudecken. Darüber hinaus überzeugte die Analysten von Scope die lange Erfahrung der Portfoliomanager von durchschnittlich 19 Jahren sowie die breite Palette an Produkten mit Top-Rating. (aa)

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