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Aberdeen Standard: Bei der Wahl geht es um mehr als das Präsidentenamt

Kommenden Dienstag in den USA geht es nicht nur um den Präsidenten, sondern auch darum, wie die beiden "Grand Old Parties" in den beiden Parlamentskammern vertreten sind und ob der neue Präsident uneingeschränkte Macht hat, oder ob diese von Senat und Repräsentantenhaus beschnitten wird.

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Szenario 1: Sauberer Durchmarsch für die Demokraten
Sollte Biden gewinnen und die Demokraten sich sowohl die Kontrolle über das Repräsentantenhaus als auch den Senat sichern, erwartet McCann, dass sie kurzfristig ein großzügiges Covid-Unterstützungspaket verabschieden, das rund 2,3 Milliarden Dollar kostet.

Darauf würde ein Gesetz zur Erhöhung der Steuern folgen, um teilweise zusätzliche Erhöhungen der Ausgaben für Infrastruktur und eine Reihe von Ansprüchen zu finanzieren. Insgesamt würden diese Initiativen der US-Wirtschaft einen Nettoschub von über drei Milliarden Dollar oder 15 Prozent der US-Wirtschaftsleistung bringen.

McCann würde erwarten, dass die Kombination aus unterstützenden Maßnahmen der Zentralbank und großzügigen Regierungsausgaben zu einer viel stärkeren wirtschaftlichen Erholung führen würde. Dies wiederum würde zu einem schnelleren Preisanstieg führen und der US-Notenbank helfen, ihr Inflationsziel früher als prognostiziert zu erreichen, wodurch die erwartete erste Zinserhöhung auf 2023 vorgezogen würde.
 
© Ryan Collerd / Bloomberg

Bei der anstehenden US-Wahl geht es nicht nur um das Amt des Präsidenten und darum ob Donald Trump bleibt oder Joe Biden kommt. Auch ein Großteil der Sitze im Kongress wird neu gewählt. Die Konstellation von künftigem Präsidenten und den Mehrheitsverhältnissen in den beiden Kammern ist dabei ein entscheidender Faktor für die künftige US-Politik, erinnert James McCann, Senior Global Economist bei Aberdeen Standard Investments.

Der Ausgang der US-Wahlen könnte McCann zufolge große Auswirkungen auf Wachstum, Inflation und Zinssätze haben. Dies spiegelt die erheblichen Unterschiede in den Ausgabenplänen der Demokraten und Republikaner wider. Am entscheidendsten sei McCann zufolge, dass sie in der Lage sind, Gesetze zu erlassen, was von der Zusammensetzung des Weißen Hauses und des Kongresses abhängt.

Gegenwärtig haben die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus, während die Republikaner die Kontrolle über den Senat haben. Ohne die Kontrolle über beide Häuser kann es für einen US-Präsidenten schwierig sein, politische Entscheidungen zu treffen, abhängig davon, ob er in der Lage ist, parteiübergreifende Kompromisse zu finden. Dies wurde durch die vielen Fälle von legislativen Pattsituationen in der politischen Geschichte der USA verdeutlicht.

McCann hat die wahrscheinlichsten drei Wahlergebnisse verbunden mit seiner Einschätzung zur jeweiligen Auswirkung auf Wirtschaft und Geldpolitik ausgearbeitet. Diese können Sie obiger Fotostrecke entnehmen. (aa)

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