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Aareal gegen aktivistische Aktionäre: Das ist Brutalität

Die Aareal Bank erwägt den Verkauf eines Minderheitsanteils an ihrer Software-Tochter Aareon, wie der Immobilienfinanzierer mitteilte. Zwei aktivistische Investoren hatten zuletzt öffentlich Druck gemacht, Optionen zu prüfen. Einer forderte am Mittwoch auch die Erwägung eines Mehrheitsverkaufs.

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Igor Kuzniar, Managing Partner von Teleios Capital Partners
© Archiv

Aareal will nach eigenen Angaben im Rahmen eines “strukturierten Prozesses mit ausgewählten, langfristig orientierten Finanzinvestoren in Gespräche über eine signifikante Minderheitsbeteiligung” eintreten, wie Bloomberg News berichtet Die Diskussion solle ergebnisoffen und zügig verlaufen. Die Bank beabsichtige, Mehrheitseigner zu bleiben. 

Dem Aktienkurs gefällt's
Die Aktie verteuerte sich am Mittwoch in der Spitze um fast 14 Prozent und lag am Mittag rund elf Prozent im Plus. Investor Teleios Capital Partners, der die Bank im September zum Aareon-Verkauf aufgefordert hatte, verlangte am Mittwoch einen zweigleisigen Prozess sowohl für einen Mehrheits- als auch einen Minderheitsverkauf. “Ein Voll- oder Mehrheitsverkauf könnte zu einer erheblichen Kontrollprämie und einem viel breiteren Bieterfeld führen - und die bessere Option für Aareal und seine Aktionäre darstellen”, hieß es in einer Stellungnahme. 

Petrus Advisers derzeit moderat
Der andere Aktivist, Petrus Advisers, hatte zuletzt moderate Töne angestimmt. Gründer Klaus Umek sagte im Februar in einem Bloomberg-Interview, er fordere “keine sofortige Abspaltung von Aareon oder sage, dass die Aareal da komplett raus muss. Man könnte aber einen Partner an Bord holen, etwa aus dem Software-Bereich”.

Hohe Risikovorsorge gebildet
Angesichts der Coronakrise hatte die Aareal Bank vor einer Woche für das erste Quartal ein Konzern-Betriebsergebnis von 11 Millionen Euro ausgewiesen, nach 61 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen erhöhte die Risikovorsorge auf mehr als das Zehnfache.(kb)

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