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36 Prozent der AI-Fonds haben im April 2020 ihre Benchmark übertroffen

Der vom Vermögensverwalter PLEXUS Investments entwickelte AI (Artificial Intelligence) Outperformance Index bietet seit Anfang 2019 einen transparenten Überblick über die Entwicklung von Fonds, die Techniken aus Machine Learning oder Künstlicher Intelligenz einsetzen.

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Günter Jäger, CEO und Gründer von PLEXUS Investments
© PLEXUS Investments

Auf diese Weise soll gezeigt werden, ob und welche AI-Fonds es schaffen, nachhaltig eine Outperformance gegenüber ihrer jeweiligen Benchmark zu erreichen, sagt Günter Jäger, CEO und Gründer von PLEXUS Investments. Jäger leitete vor der Gründung von PLEXUS im Jahr 2006 das Portfolio Management des Fürstlichen Portfolios sowie der Multimanager-Produkte bei der LGT Capital Management AG in Pfäffikon. Er verfügt über einen Abschluss als Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie ein Eidgenössisches Diplom des Finanz- und Anlageexperten. Er ist außerdem Chartered Alternative Investment Analyst (CAIA), Certified Financial Risk Manager (CFRM) und Certified International Wealth Manager (CIWM).

AI-Outperformance Index sank im April 2020 um 0,34 Prozuenrt auf 951,06
Die Veränderung seit Jahresbeginn beträgt -1,43 Prozent. Im aktuellen Monat haben 36 Prozent der Fonds im Index ihre Benchmark übertroffen. Die höchste Outperformance von 5,26 Prozent wurde von einem Fonds erzielt, der marktneutral in US-Amerikanische Aktien investiert. Der Fonds mit dem schlechtesten Ergebnis, er investiert Long/Short in Europäische Aktien, rentierte 5,95 Prozent weniger als seine Benchmark.

Über drei Monate haben 27 Prozent der Fonds ihre Benchmark geschlagen
Am besten schnitt derselbe marktneutrale US-Amerikanische Aktienfonds ab, der auch über einen Monat das höchste Resultat erzielt hat. Seine Outperformance beträgt 8,20 Prozent. Mit -8,33 Prozent das schlechteste Resultat erreichte ein globaler Long/Short Fonds, der in Aktien, Anleihen und digitale Anlagen investiert.

Q&A mit Günter Jäger, CEO und Gründer von PLEXUS Investments 

IM: Was war der Grund für die Entwicklung der Index-Familie?
Günter Jäger: PLEXUS Investments will Transparenz in die noch junge Branche der Manager bringen, die Künstliche Intelligenz (KI) oder Machine Learning einsetzen. Wir wollen untersuchen, ob KI im Asset Management insgesamt einen Mehrwert bringt und ob sich bestimmte Trends abzeichnen.

IM: Warum hat PLEXUS Investments keinen klassischen Return-Index entwickelt?
Günter Jäger; Bei einem breiten Universum mit unterschiedlichen Anlageklassen, -regionen und -strategien würden mit einem klassischen Return-Index Äpfel mit Birnen vermischt. Was meinen wir damit? Nehmen wir als Beispiel einen Aktienfonds der keine Absicherung vornimmt oder Short-Positionen eingeht. Bei einer großen Marktbewegung, positiv wie negativ, würde in den meisten Fällen die Fondsperformance von der Marktbewegung dominiert. Die grundsätzlich niedrigere monatliche Performance von Absolut Return Strategien würde nicht ins Gewicht fallen und die Aussagekraft eines klassischen Return-Index somit stark beeinflusst. Um die erzielten Ergebnisse der einzelnen Fonds von solchen Markteinflüssen zu bereinigen basieren unsere Analysen auf der relativen Performance, oder Outperformance, der KI-Fonds gegenüber ihrer jeweiligen Benchmark.

IM: Welche Erkenntnisse erhoffen Sie sich vom PLEXUS AI-Outperformance Index und von der AI-Outperformer Ratio?
Günter Jäger: Neben der Erhöhung der Transparenz geht es zum Beispiel auch um die Überprüfung der These, ob mit einem steigenden Anlagevolumen die erzielte Outperformance geringer ausfällt. Durch die AI-Outperformer Ratio können wir Aussagen treffen, ob KI nur bei Fonds mit kleinem Anlagevolumen funktioniert, oder auch in einer Phase steigender Volumina. Eine andere Frage ist, ob KI nur vorübergehend einen Mehrwert bringt, weil mit der Zeit der Wissensvorsprung schmilzt. Diese Fragen können wir mit dem Index über die Zeit beantworten.

IM: Welche Assetklassen, Anlagestile und Regionen umfasst der Index?
Günter Jäger: Es gibt keine Ausschlusskriterien bezüglich Assetklassen, Stile oder Region. Folgende Strategien werden von den aktuellen Indexmitgliedern umgesetzt: Aktien Long Only, CTA/Managed Futures, Aktien Long/Short, Marktneutral, Absolute Return. Die einzelnen Fonds sind überwiegend im Aktienmarkt aktiv, zu einem geringeren Teil im Renten- und Währungsmarkt. Das Universum der im Index befindlichen Fonds ist mehrheitlich global, mit einem Schwerpunkt auf den US-Markt.

IM: Wie viele Fonds umfasst der Index aktuell, wie viele sollen noch dazu kommen?
Günter Jäger: Aktuell berücksichtigen wir elf Fonds. Entscheidend ist, dass wir mit allen Managern vor einer möglichen Berücksichtigung persönlich ein Gespräch über deren Einsatz von KI führen. Grundsätzlich ist keine Begrenzung der Anzahl der Fonds geplant.

IM: Wie definieren Sie einen KI-Fonds?
Günter Jäger: Der Fonds muss Technologie aus dem Bereich KI oder Machine Learning als eine zentrale Komponente im Investmentprozesses einsetzen. Die Ergebnisse solcher Technologien müssen das Portfolio im Wesentlichen bestimmen und nicht nur letztlich diskretionär entscheidenden Menschen als Vorschlag dienen.

IM: Welche Arten von Fonds können in den Fonds aufgenommen werden?
Günter Jäger: Es können UCITS-Fonds aufgenommen werden, aber auch Offshore- und US-Fonds. Strategien, die nur als Managed Account geführt werden, werden nicht aufgenommen. Es besteht keine Restriktion beim Fondsvolumen. Der Fonds muss eine Historie von drei  Monaten haben und monatliche Reports zur Verfügung stellen. (kb)

 

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