Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Warum uns der Sektor „nicht-basiskonsumgüter“ in Europa gefällt

Ad

Der Indikator für das Verbrauchervertrauen in der Eurozone zeigt zunehmenden Optimismus. Gleichzeitig steigen auch die Reallöhne, und die Kreditaufnahme von Haushalten. Von diesem Trend dürfte der Sektor Nicht-Basiskonsumgüter kurzfristig profitieren.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

30. Feri-Tagung/ Frankfurt: Aufschwung für Reformen im Euroraum nutzen

Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren mit institutionellen Investoren auf der Tagung die Wirtschaftslage und deren Konsequenzen. Der Aufschwung wird sich wohl 2018 fortsetzen, aber von wachsenden Risiken begleitet werden. Die Anforderungen an die Asset Allocation werden steigen.

angermann_axel_feri_2011.jpg
Axel D. Angermann, Chef-Volkswirt der FERI Gruppe
© Feri

Die Wirtschaft in der Eurozone präsentiert sich ungewohnt stark. Günstige Finanzierungsbedingungen für Unternehmen, die allgemeine weltwirtschaftliche Belebung und die Lockerung staatlicher Sparmaßnahmen haben einen breiten Aufschwung entfacht. Die Aussichten bleiben gut: Das Wachstum dürfte 2018 mit etwa zwei Prozent auf einem ähnlichen Niveau liegen wie 2017. Wie weit der Aufwind in der Eurozone trägt, welche Implikationen dies für die Anlagestrategie hat und wie die Zukunft Europas aussehen könnte, darüber diskutierten 150 Teilnehmer auf der FERI Tagung, die in diesem Jahr ihr 30. Jubiläum feierte, intensiv mit Spezialisten aus Wirtschaft und Wissenschaft in der Commerzbank Arena in Frankfurt am Main. 

Ursachen der Eurokrise sind noch nicht beseitigt

„Binnenwirtschaftlich könnte der Aufschwung im Euroraum noch an Breite und Tiefe gewinnen. Rückläufige Arbeitslosenzahlen geben dem privaten Konsum Impulse, und die monetären Rahmenbedingungen bleiben bei einer anhaltend expansiven Geldpolitik der EZB freundlich. Die guten konjunkturellen Perspektiven dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ursachen der Eurokrise noch immer nicht beseitigt sind“, so Axel D. Angermann, Chef-Volkswirt der FERI Gruppe. 

Gefahren drohen zudem von außen: Im Fokus steht hier eindeutig China

Eine deutliche Abschwächung der Wachstumsdynamik in Fernost infolge eines forcierten Schuldenabbaus hätte negative Effekte auf die Schwellenländer und auch auf Europa. Zudem befinde sich der Aufschwung in den USA  klar in der Spätphase. Damit steige die Gefahr, dass die weitere Straffung der Geldpolitik, von der FERI in seinen Prognosen ausgeht, schließlich bremsend auf die Konjunktur wirke.

Ende der Komfortzone rückt näher

Diese Unsicherheitsfaktoren werden sich im kommenden Jahr insbesondere an den Kapitalmärkten bemerkbar machen. „Das Ende der gegenwärtigen Komfortzone rückt näher“, sagte Carsten Hermann, Geschäftsführer der FERI Trust und dort für das Anlagemanagement zuständig. Manche Konsens-Trades der jüngeren Vergangenheit wie Schwellenländeraktien und Renten könnten in Zukunft gefährlich werden. Hermann rechnet mit einem deutlich volatileren Anlageumfeld und setzt daher auf aktive Investment-Ansätze. „Im Jahr 2018 wird es darauf ankommen, in einem insgesamt noch konstruktiven Anlageumfeld jene Segmente zu identifizieren, die ökonomisch begründet auch eine den Anforderungen der Investoren entsprechende Rendite erzielen können“.

Welchen Beitrag alternative Anlagestrategien in diesem Prozess leisten können, diskutierten Experten verschiedener Investmentgesellschaften vor dem Hintergrund eines thematischen Impulsvortrags von Daniel Lucke, Portfolio Manager bei FERI, im weiteren Verlauf des Tages.

Herausforderungen der Digitalisierung thematisiert

Auf der FERI-Tagung wurden aber nicht nur die Aussichten für die kommenden Monate diskutiert. Prof. Robert Obermaier von der Universität Passau sprach in seinem Vortrag über die Herausforderungen der Digitalisierung. Er machte dabei deutlich, dass der disruptive Prozess, den die Digitalisierung in vielen Wirtschaftsbereichen auslöst, sich keinesfalls nur in Effizienzgewinnen messen lässt, die es zu erreichen gelte. Vielmehr stelle dieser Prozess vielfach grundsätzlich das etablierte Geschäftsmodell in Frage. Das Management stehe heute vor der Aufgabe, neue Geschäftsmodelle zu „erfinden“, worauf viele Unternehmen schlecht vorbereitet seien, wie Obermaier betonte. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen