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25 Jahre Dow-Gewinner und -Verlierer unter dem Mikroskop

In den letzten Tagen des Jahres 2021 ist Microsoft (MSFT) auf dem besten Weg, das Jahr als beste Aktie des Dow Jones Industrial Average mit einem Gewinn von 53,97 Prozent zu beenden. Home Depot (HD) ist MSFT jedoch mit einem Kursgewinn von 52,1 Prozent im Jahresverlauf dicht auf den Fersen.

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© Daniel Berkmann / stock.adobe.com

Microsoft (MSFT) oder Home Depot (HD) werden Apple (AAPL) überholen, das sowohl 2019 als auch 2020 der größte Gewinner war, als es in beiden Jahren um über 80 Prozent zulegte, weiß man bei der Bespoke Investment Group aus den USA.  Am anderen Ende des Spektrums war übrigens Disney (DIS) der größte Verlierer im Dow im Jahr 2021 mit einem Rückgang von 15,66 Prozent im Jahresvergleich.

Soll man in die Winner oder Loser eines Kalenderjahres investieren?
Vor dem Jahreswechsel wollten die Bespoke-Experten wissen, ob es für einen Investor besser ist, auf die Dynamik zu setzen und jedes Jahr den größten Gewinner des DJIA zu kaufen, oder ob es besser wäre, einen Contrarian-Ansatz zu verfolgen und den größten Verlierer des Dow Jones Industrial Average Index zu kaufen. Nachfolgend findet sich eine Tabelle mit den größten Gewinnern und Verlierern im Dow auf jährlicher Basis in den letzten 25 Jahren. Dabei zeigt Bespoke auch, wie sich die einzelnen Aktien im darauffolgenden Jahr entwickelt haben.

Die Tabelle zeigt, dass der größte Gewinner im Dow im Durchschnitt nur 6,71 Prozent im Folgejahr zugelegt hat, wobei in nur 45,8 Prozent der Fälle eine positive Rendite erzielt wurde.  Im Median ist die Performance des größten Dow-Gewinners im Folgejahr mit -3,96 Prozent sogar negativ. Anders sieht es bei den größten Verlierern des Dow im Laufe der Jahre aus: Die durchschnittliche Veränderung im nächsten Jahr für den größten Dow-Verlierer betrug in den letzten 25 Jahren +12,10 Prozent, wobei 58 Prozent der Zeit positive Renditen erzielt wurden.  Der Median der Veränderung im nächsten Jahr ist mit +15,82 Prozent sogar noch besser.

Achtung: zuletzt Trendumkehr!
Die 25-Jahres-Performance zeigt zwar, dass die größten Verlierer des Dow die Performance der größten Gewinner im Folgejahr in etwa verdoppelt haben, aber es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich der Trend in letzter Zeit umgekehrt hat.  Angefangen mit Caterpillar (CAT) als größtem Gewinner des Dow im Jahr 2016, ist der Spitzenwert des Dow im darauf folgenden Jahr jedes Mal gestiegen, was einem durchschnittlichen Gewinn von 42 Prozent  entspricht. Vor 2016 verzeichnete der größte Dow-Gewinner im Folgejahr nur in 6 von 19 Fällen Gewinne. Von 1997 bis 2006 verzeichnete der größte Dow-Verlierer in 8 von 10 Fällen im Folgejahr eine positive Rendite, was einem durchschnittlichen Gewinn von 32 Prozent  entspricht. In den letzten acht Jahren war der größte Dow-Verlierer jedoch nur dreimal im Folgejahr im Plus, und der durchschnittliche Gewinn im Folgejahr lag bei -6,2 Prozent.

Die obige Tabelle zeigt auch die durchschnittliche Performance der größten Gewinner und Verlierer des Dow im nächsten Jahr. Aber die Dinge sehen ganz anders aus, wenn man die zusammengesetzte Performance der beiden Strategien betrachtet. 

Kumulierte  Performance
Was geschieht, wenn man 100 US-Dollar in die beste DJIA-Aktie des Vorjahres investiert. 

Die Grafik zeigt, wie man abgeschnitten hätten, wenn man Ende 1997 mit 100 US-Dollar  begonnen und alles in den größten Gewinner des Jahres (Citigroup) bei Börsenschluss am 31.12.97 investiert hätte. Ende 1998 verkaufte man Citi und investieren den Erlös in Walmart (WMT), den größten Gewinner des Jahres 1998. Hätten man diese Strategie ab Ende 1997 jedes Jahr angewendet, wären aus 100 US-Dollar bis Ende 2015 nur noch 30 US-Dollar geworden. Die enormen Gewinne der besten Dow-Werte im nächsten Jahr seit 2016 haben die Performance in den letzten sechs Jahren von -70 auf +65 Prozent hochschnellen lassen!  Diese 30 US-Dollar wären dann wieder auf 165 US-Dollar gestiegen...

Was passiert, wenn man 100 US-Dollar in die schlechteste Vorjahresaktie investiert
Betrachtet man die kumulierte Wertentwicklung, wenn man jedes Jahr die größten Verlierer des Dow kauft, ergibt sich ein völlig anderes Bild. 

Globale Finanzkrise änderte hier alles - in Richtung Desaster
In den späten 1990er und frühen 2000er Jahren konnte man nichts falsch machen, wenn man den größten Verlierer des Dow zum Jahresende kaufte. Ab Ende 1997 hätte sich eine Investition von 100 US-Dollar in die Dow-Verlierer-Strategie bis Ende 2007 auf über 1.200 US-Dollar katapultiert.  Doch dann gerieten die Räder ins Schleudern. Die globale Finanzkrise, die Ende 2007 begann und Anfang 2009 endete, hat der Performance dieser Strategie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Durch aufeinander folgende Rückgänge von 75 Prozent in den Jahren 2008 und 2009 verwandelten sich die über 1.200 US-Dollar bis Ende 2009 in nur 68 US-Dollar. Seitdem ist die Strategie hin und her gependelt, mit einigen großen Gewinnen Mitte der 2010er Jahre, aber die Strategie ist immer noch tief in den roten Zahlen, wenn man Ende 2021 betrachtet. 

Dies alles spricht für die Wichtigkeit der Diversifikation
Tortzdem gilt: Im Durchschnitt war der Kauf des größten Verlierers des Dow am Jahresende besser als der Kauf des größten Gewinners des Dow, aber die Winner-Strategie hat besser abgeschnitten, wenn man die kumulierte Performance betrachtet.

Disney - oder doch Microsoft für 2022?
Sollte man nun zu Microsoft (MSFT) - im Jahresverlauf um 53 Prozent gestiegen - oder Disney (DIS) - im Jahresverlauf um 15 Prozent gesunken - greifen? Ausgehend von der jüngeren Geschichte wäre MSFT der richtige Weg, aber wenn man 25 Jahre zurückblickt, ist es Disney, so die Experten der Bespoke Investment Group bei ihrer nicht ganz ernst zu nehmenden spielerischen Neujahres-Investmentüberlegungen. (kb)

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