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ETH-Professoren setzen ihre Pensionskasse unter Druck (Kommentar)

166 Persönlichkeiten aus dem Bereich der ETH Zürich, darunter 128 Professorinnen und Professoren, schrieben der Pensionskasse des Bundes Publica einen Brief und kritisieren sie für Investitionen in klimaschädliche Unternehmen, schreibt die "Aargauer Zeitung". Die Unterfertiger fordern den Ausstieg.

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© gguy / stock.adobe.com

Diese Forderung ist alles andere als neu, hatten doch schon vor vier Jahren diverse Schweizer Umweltverbände zusammen mit linken Parteien vor einer "Carbon Bubble" gewarnt, die Anlagen in fossile Energieträger stark in Mitleidenschaft ziehen könnte. Schon damals habe sich der Appell auch an die Publica gerichtet, so die "Aargauer Zeitung" weiter. 

Publica investiert nach neuesten Angaben rund 800 Millionen Franken in Unternehmen, die im fossilen Sektor tätig sind, was in etwa zwei Prozent der Bilanzsumme der Pensionskasse entspricht, die bei zirka 40 Milliarden Franken liegt. Man kann also von einer Petitesse sprechen. Aus Kohle-Investments ist man übrigens 2016 ausgestiegen.

128 Professorinnen und Professoren an der ETH unterschrieben
Das klingt fürs Erste imposant. Sieht man aber näher hin und erfährt auf der Homepage der ETH, dass es insgesamt 530 Professoren und Professorinnen gibt, relativiert sich das Ergebnis. Ein knappes Viertel der Professorenschaft hat also unterschrieben. Die Medien möchten des Eindruck beim Leser entstehen lassen, dass die gesamte Professorenschaft - oder zumindest der Großteil derselben - den Brief unterfertigt hätte.

"Haltung" - und Haltung
Zahlreiche Wissenschaftler würden "Haltung" (?) zeigen, stand da vielerorts zu lesen. Worin Haltung besteht, wenn man eine Mehrheitsmeinung wiedergibt, bleibt dahingestellt. Viel interessanter wäre es allerdings gewesen, alle jene zu interviewen, die nicht unterschrieben haben, um ihre Motivlage zu erkunden, die sich mit dem veröffentlichten Mainstream-Meinungen unter Umständen nicht deckt. 

Haltung zeigt im Übrigen Physik-Nobelpreisträger Ivar Giaever, der dem vom Menschen angeblich verursachten Global Warming nichts abgewinnen kann, wie er in einer Rede in Lindau beim Nobelpreisträgertreffen 2015 festhielt und dafür starken Applaus erntete. Er geht damit den steinigeren Weg, weil er ihn für den einzig richtigen hält. (kb)

 

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