Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Köpfe

| Köpfe
twitterlinkedInXING

Wirtschaftsnobelpreis geht an britischen Wissenschaftler der Uni Princeton

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft geht in diesem Jahr an Angus Deaton. Der gebürtige Schotte lehrt und forscht an der renommierten US-Universität Princeton.

Angus_DeatonWie die Royal Swedish Academy of Sciences Montagmittag in Stockholm mitgeteilt hat, geht der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften in diesem Jahr an den britischen Ökonomen Angus Deaton (Bild). Geehrt werde der im schottischen Edinburgh geborene Wissenschaftler "für seine Analysen zu den Themenkomplexen Konsum, Armut und Wohlstand", heißt es in der Begründung zu der Entscheidung.
 
Man müsse die individuellen Entscheidungen von Konsumenten verstehen, um daraus eine Wirtschaftspolitik ableiten zu können, die insgesamt den Wohlstand mehre und Armut bekämpfe, so die Mitglieder des Nobelpreiskomitees weiter. Angus Deaton habe dieses Verständnis durch seine Arbeiten mehr als jeder andere Wissenschaftler erforscht und erweitert. Dementsprechend habe Deaton mit seinen Arbeiten nicht nur Fachgebiete wie Mikro- und Makroökonomie wesentlich beeinflusst, sondern auch den Bereich der so genannten "Development Economics", einer Disziplin der Wirtschaftswissenschaften, die sich mit Aspekten der wirtschaftlichen Entwicklung von Ländern mit geringen Einkommen beschäftigt.
 
Seit mehr als 30 Jahren als Professor in Princeton
 
Der 1945 im schottischen Edinburgh geborene Deaton erhielt den Preis genau eine Woche vor seinem 70. Geburtstag. Der Wissenschaftler, der sowohl über die britische als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft verfügt, hat während seiner Laufbahn bereits an verschiedenen Lehrstätten in Großbritannien als auch in den USA unterrichtet. Als Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Woodrow Wilson School gehört er allerdings schon seit dem Jahr 1983 zum festen Bestandteil des Lehrkörpers an der renommierten US-Universität Princeton, wo er den Lehrstuhl des Dwight D. Eisenhower Professors of International Affairs inne hat.
 
Die gemeinhin als Wirtschaftsnobelpreis bezeichnete Auszeichnung ist mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 850.000 Euro) dotiert und wird traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, in Stockholm überreicht. Im Gegensatz zu den traditionellen Nobelpreisen geht die Auszeichnung an einen Wirtschaftswissenschaftler nicht auf das Testament des Dynamit-Erfinders Alfred Nobel zurück, sie wird vielmehr erst seit dem Jahr 1968 als ein von der Reichsbank in Schweden gestifteter Preis verliehen, weshalb dessen offizielle Bezeichnung „Preis der schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel" lautet.
 
Im vergangenen Jahr war der Franzose Jean Tirole für seine Forschungen über Marktmacht und Regulierung mit dem Nobelpries ausgezeichnet worden. (hh/aa)
 
 
twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren