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EM-Guru John-Paul Smith verlässt Deutsche Bank und gründet eigene Boutique

"Schwellenland-Bär" Smith verlässt Deutsche Bank EM-Guru John-Paul Smith verlässt Deutsche Bank und gründet eigene Boutique

John-Paul_SmithJohn-Paul Smith (Bild), bekannt für seine oftmals richtigen Einschätzungen zu den Emerging Markets (EM) gründet zusammen mit seinem früheren Pictet-Kollegen Emad Mostaque die unabhängige Analyse-Firma Eclectic Strategy. Smith, der im Jahr 2010 von Pictet Asset Management zur Deutschen Bank kam, war zuvor auch bei Morgan Stanley tätig und sagte dort korrekt den russischen Aktienmarkt-Crash im Jahr 1998 voraus. Darüber berichtet Bloomberg.
 
Richtige Emerging-Markets-Einschätzungen entgegen dem Mainstream
 
Auch mit seiner Prognose, wonach die Schwellenland-Aktien den Titeln aus den USA hinterherhinken würden, erwies er sich als vorausschauend. Der MSCI Emerging Markets Index hat seit Ende 2010 rund acht Prozent verloren, während der Standard & Poor's 500 Index gleichzeitig um 58 Prozent hochschnellte. Die enttäuschende Entwicklung der Schwellenmärkte ist Smith zufolge nicht zuletzt auf staatliche Interventionen und die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft zurückzuführen. Der Stratege hält an dieser Einschätzung fest, auch wenn der Schwellenland-Index diesen Monat ein Drei-Jahres-Hoch erreicht hat.
 
"Jüngste Rally ist eine trügerische Hoffnung"
 
"Die meisten Schwellenmärkte sind ihren zugrundeliegenden Fundamentaldaten vorausgeeilt", schrieb Smith in seinem letzten Bericht für die Deutsche Bank am 3. September. "Die jüngste Rally ist eine trügerische Hoffnung, bevor wachsende Bedenken wegen der zugrundeliegenden Lage der chinesischen Wirtschaft dazu führen werden, dass Liquidität aus diesem Bereich abgezogen wird."
 
Tatsächlich ist der Schwellenland-Index seit dem 3. September acht Tage in Folge konstant gefallen und hat in diesem Zeitraum rund 4,2 Prozent eingebüßt. Belastend wirkten sich zuletzt enttäuschende Zahlen zur chinesischen Industrie und dem Einzelhandel aus, die darauf hindeuten, dass sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft verlangsamt.
 
Smith startete nach seinem Studium 1983 als europäischer Fondsmanager bei Royal Insurance. Vor dort ging er zu TSB Investment Management, dann Rothschild Asset Management und Brunswick Brokerage in Moskau, bevor er 1995 als Stratege für russische Aktien bei Morgan Stanley anheuerte. Später wurde er Chef für Schwellenland-Aktien bei Pictet und vervierfachte von 2001 bis 2005 das von seinem Team verwaltete Kapital auf neun Milliarden US-Dollar.
 
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