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Ehemaliger Ebase-Chef meldet sich zurück

Als Ex-Vordenker der European Bank for Financial Services hatte sich Rudolf Geyer vor kurzem verabschiedet. Wer den Plattform-Spezialisten kennt, wusste aber damals schon, dass er die Füße nicht lange würde stillhalten können. Das bestätigt sich nun.

Rudolf Geyer
Rudolf Geyer: "Ich habe mich mit einer kleinen Beratungsfirma selbstständig gemacht und konzentriere mich auf die Themen Strategie und Technologie in der Finanzindustrie."
© FONDS professionell

Als Anfang April bekannt wurde, dass Rudolf Geyer, 17 Jahren lang Sprecher der Geschäftsführung der European Bank for Financial Services (Ebase), sich von seinem Posten zurückziehen würde, kam das für viele Marktbeobachter überraschend. In der Mitteilung hieß es zwar, man trenne sich in bestem Einvernehmen, und der bewältigte Prozess des Eigentümerwechsels sei ein guter Zeitpunkt, um den Staffelstab weiterzugeben. Dass Geyer sich einfach so auf sein Altenteil zurückziehen würde, haben jene, die ihn kennen, aber von Anfang an nicht geglaubt.

Und die Skeptiker sollten Recht behalten, wie unsere Redaktion nun exklusiv erfahren konnte. "Ich habe mich mit einer kleinen Beratungsfirma selbstständig gemacht und konzentriere mich auf die Themen Strategie und Technologie in der Finanzindustrie", erklärt Geyer gegenüber der Redaktion, "wobei das Vermögensmanagement im Allgemeinen mein Schwerpunkt sein wird." Zu diesem Bereich habe er in den vergangenen 30 Jahren viel gelernt, und diese Erfahrungen gedenke er an andere weiterzugeben.

Unterstützung von gleich drei neuen Marktteilnehmern
Aktuell unterstützt Geyer drei Unternehmen bei ihren Aktivitäten in Deutschland. Die Firma "Critical Software" ist ein global agierender IT-Dienstleister aus Portugal, der Insidern bisher vor allem aus der Luft- und Raumfahrtindustrie bekannt ist. Die von der Gesellschaft entwickelten Methoden und Abläufe für besonders geschäftskritische und komplexe Prozesse werden außerhalb Deutschlands auch in der Finanzindustrie eingesetzt. Geyer wird sich um die Marktbearbeitung hierzulande kümmern.

Das Unternehmen "3rd Eyes Analytics" ist ein Software Unternehmen aus der Schweiz, das eine spezielle Applikation für eine zielbasierte Beratung und nachhaltiges Investieren anbietet. "Außerhalb Deutschlands ist das System mit großem Erfolg bei Banken, Vermögensverwaltern und weiteren Vertrieben im Umfeld der Finanzdienstleistung implementiert", so Geyer, der genau deshalb dieses Angebot nach Deutschland bringen möchte, weil er davon überzeugt ist, dass es im europäischen Markt bisher nichts Vergleichbares gibt.

Geyers dritte Aktivität betrifft die deutsch-chinesische Investmentgesellschaft "Awesome Capital". Das Unternehmen, dessen Manager von Internetgrößen wie Rocket Internet und Earlybird kommen, hat nach zahlreichen Venture-Capital-Aktivitäten erstmals einen Publikumsfonds aufgelegt, den Awesome Future Tech Opportunities, der sich auf das Thema Zukunftstechnologien mit Schwerpunkt auf China konzentriert. (hh)

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