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DSGV-Präsident zieht Konsequenzen aus Steueraffäre

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Georg Fahrenschon soll sein Amt bis Mai 2018 ruhen lassen. Dies haben die regionalen Sparkassenverbände bei einem Treffen in Hannover beschlossen. DSGV-Vize Thomas Mang soll bis dahin übernehmen.

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DSGV-Präsident Georg Fahrenschon
© DSGV

Die Sparkassen-Finanzgruppe hat am Dienstag über eine Zukunft ohne ihren Präsidenten Georg Fahrenschon beraten. Dies berichten diverse Medien, unter anderem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) und das "Handelsblatt". Nach Informationen der FAZ soll der wegen einer Steueraffäre in die Kritik geratene Fahrenschon seinen Posten bis zum Mai 2018 ruhen lassen. Dann endet seine Amtsperiode.

Der FAZ zufolge haben sich die Spitzen der regionalen Sparkassenverbände bei einem Treffen am Dienstag in Hannover darauf verständigt, dass bis dahin der Vizepräsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Thomas Mang aus Niedersachsen, Fahrenschons Aufgaben übernehmen soll. Über den Mai 2018 hinaus seien keine Entscheidungen getroffen worden, berichtet die Zeitung. Der DSGV habe am Dienstagabend auch keine Stellungnahme abgegeben.

Kein abrupter Amtswechsel
Zuvor hatte das "Handelsblatt" von "vernünftigen Gesprächen" berichtet, die in Hannover über einen  Amtswechsel geführt würden. Der Rückzug Fahrenschons solle nicht abrupt vonstatten gehen. Der 49-Jährige sei nach der massiven Kritik an seinen verspätet abgegebenen Steuererklärungen selbst zu dem Schluss gekommen, dass er den Verband nicht länger führen könne, schreibt das "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf Informationen aus Sparkassenkreisen.

Fahrenschon, der seit 2012 an der Spitze des DSGV steht, war massiv unter Druck geraten. Am 8. November hätte er für weitere sechs Jahre zum DSGV-Präsidenten gewählt werden sollen. Kurz zuvor wurde jedoch bekannt, dass das Amtsgericht München bereits im März einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung gegen ihn erlassen hatte. Der ehemalige CSU-Politiker und frühere bayerische Finanzminister hatte Steuererklärungen erst Jahre später eingereicht.

Zunächst an Kandidatur festgehalten
Mitglieder der Sparkassen-Gruppe fühlten sich von ihrem Präsidenten hintergangen. Es wurde der Verdacht geäußert, Fahrenschon habe sich über den Wahltag hangeln wollen, um eine Abfindung zu kassieren, falls sein Einspruch gegen den Strafbefehl keinen Erfolg hat.

Der DSGV-Chef hielt zunächst an seiner Kandidatur für eine zweite Amtszeit fest.
Er habe sämtliche Steuern und Säumniszuschläge gezahlt, erklärte er. Zudem räumte er zwar ein, Steuererklärungen zu spät abgegeben zu haben. Steuern habe er jedoch nicht hinterzogen, dies sei auch nie seine Absicht gewesen. Die Wiederwahl war dennoch verschoben worden. (am)

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