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1/2020 | Theorie & Praxis
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Private-Debt-Boom am Ende?

Der Private-Debt-Markt erlebte in der letzten Dekade einen beispiellosen Boom, seit 2019 werden aber erste Abkühlungstendenzen sichtbar.

Die Assetklasse „Private Debt“ verdankt ihren Höhenflug erstens ­regulatorischen Vorgaben, die bewirkten, dass sich Banken aus dem direkten Kreditvergabegeschäft zurückziehen mussten. Zweitens waren es Illiquiditätsprämien und Diversifikations­effekte, die institutionelle ­Anleger in Kreditfonds und ähnliche Vehikel lockten. Diese Fonds steigerten ihr Volumen dank des gestiegenen Interesses der Anleger seit 2008 von 236 auf 812 Milliarden US-Dollar. Allerdings sorgen das reichliche Angebot an liquiden Mitteln und die anhaltend niedrigen Zinssätze nicht nur für erhöhte Bewertungen der Vermögenswerte, sondern auch für Druck auf die künftigen Renditen. Da immer mehr Fondsanbieter auf den Markt drängen, gestaltet sich deren Suche nach passenden ­Kreditnehmern zunehmend schwieriger. Zu viel Kapital ist auf der Jagd nach einer ­begrenzten Anzahl von Deals. Dadurch sahen sich die Fondsanbieter gezwungen, Kredite nach weniger strengen Vorgaben zu vergeben – die Zahl der Covenant-Lite-Kredite weitete sich deutlich aus. Allerdings sieht man an der Entwicklung des Jahres 2019, dass sich die Fonds zuletzt eingebremst haben. Die Zahl der Deals fiel im Vorjahr nach Daten von Preqin um rund 40 Prozent auf etwas mehr als 800. Auch die Cash-Reserven der Fonds verringerten sich im Lauf des Jahres 2019 von mehr als 290 (Stand: Dezember 2018) auf rund 260 Milliarden US-Dollar.

Azim El-Morsi 


Anhang:

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