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3/2019 | Theorie & Praxis
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»Das Marktgefüge stimmt nicht mehr«

Barbara Rupf Bee ist als Head of Europe, Middle East & Africa für die gesamten ­Vertriebsaktivitäten von Allianz Global Investors in der EMEA-Region zuständig. Im ­Gespräch erläutert die gebürtige Schweizerin die künftige Strategie der Assekuranztochter.

Mit mehr als 2.700 Mitarbeitern an 25 Standorten verwaltet Allianz Global Investors gut 540 Milliar­den Euro an Vermögenswerten für Privatkunden und institutionelle Investoren. Insgesamt mehr als 790 Anlagespezialisten ­arbeiten für das Unternehmen, über 475 in Europa und je über 125 in den USA und der Region Asien-Pazifik. Für den Vertrieb in der EMEA-Region zeichnet seit Kurzem Barbara Rupf Bee verantwortlich. Wir haben mit der Vertriebsexpertin, die auf eine fast 35-jährige Erfahrung zurückblicken kann, über ihre Pläne gesprochen.

Frau Rupf Bee, Sie sind seit Mitte Mai als Head of Europe, Middle East & Africa für die Vertriebsleitung bei Allianz Global ­Investors in der EMEA-Region verantwortlich. Was bestimmt Ihre wichtigsten Ziele in dieser neuen Funktion?
Barbara Rupf Bee: Gerade die Asset-Management-Branche steht derzeit vor einer ganzen Reihe von Herausforderungen, die nicht nur von endogenen, sondern auch von exogenen Faktoren bestimmt werden. Das betrifft nicht nur die Kapitalmärkte selbst, deren Rahmenbedingungen sich sehr stark verändert haben, sondern auch die Regulierung, die beständig neue Anforderungen für alle Marktteilnehmer mit sich bringt. Was uns speziell im Asset Management aktuell sehr bewegt, das ist eine Art neue Welt, wie sie sich nach der Umsetzung der MiFID-II-Richtlinie darstellt. Die neuen Regeln haben zu enormen Veränderungen gerade im B2B-Geschäft geführt. Damit ist der Weg bis zum Kunden insgesamt nicht einfach nur länger, sondern auch komplexer geworden. Das bezieht sich nicht nur auf eine sehr viel umfangreicher gewordene Dokumentation, sondern auch auf den Nachweis, dass im Sinne des Kunden professionell gemanagt und beraten wird. Für uns als global ausgerichtete Fondsgesellschaft mit einem Schwerpunkt in Europa bedeutet das: Um unsere Produkte und Lösungen erfolgreich am Markt zu platzieren, müssen wir noch sehr viel genauer darauf achten, nicht nur den Erwartungen des jeweiligen Kunden zu entsprechen und die weitere Entwicklung der Märkte richtig einzuschätzen, sondern auch den regulatorischen Grundregeln in den verschiedenen Ländern umfassend Rechnung zu tragen.

Wobei die Spielräume für eine länderspe­zifische Umsetzung bei MiFID II doch ­wesentlich kleiner sind als bei der Umsetzung der ersten MiFID-Richtlinie.
Es mag durchaus sein, dass länderspezifische Spielräume zur Umsetzung einer solchen EU-Richtlinie nicht gravierend sind, aber Europa ist auch in dieser Hinsicht noch nicht die Einheit, die man sich vielleicht schon wünschen würde. Zum einen ist die Umsetzung solcher regulatorischen Grundregeln innerhalb der EU – auch was die Geschwindigkeit betrifft – noch lange nicht in jedem Land gleich, zum ­anderen sind die Präferenzen der Anleger in Bezug auf Produkte überall ein wenig anders. Für uns als Anbieter bedeutet das, dass wir uns künftig noch stärker den entsprechenden Gegebenheiten jedes einzelnen Marktes innerhalb der EU widmen müssen, um über die Aufarbeitung durch unsere Länderteams die jeweils lokal passende Umsetzung unseres Angebots sicherzustellen und voranzutreiben. In einem für uns immer wichtiger werdenden Markt wie der Schweiz müssen wir uns darüber hinaus auf die Anforderungen des sogenannten Finanzdienstleistungsgesetzes, abgekürzt FIDLEG, einstellen. Das im vergangenen Jahr in Kraft getretene Gesetz hat zwar eine ähnliche Ausrichtung wie die MiFID-Richtlinie der EU, aber auch dort wird es zu enormen Veränderungen des Wholesale-Geschäfts kommen. Das alles stellt uns vor große Aufgaben, die es zu meistern gilt …

… zumal die jüngsten Entwicklungen an den Kapitalmärkten selbst doch eigentlich schon Herausforderung genug wären.
Vollkommen richtig! Wir bewegen uns schon über einen sehr langen Zeitraum innerhalb einer Marktentwick­lung, die von extrem niedrigen Zinsen, in weiten Teilen inzwischen sogar negativen Renditen über die gesamte Zinskurve hinweg geprägt ist. Das Marktgefüge, wie wir es kannten, stimmt einfach nicht mehr. Das frühere Investmentraster, bei dem eine typi­sche Asset Allocation vornehmlich aus Zinspapieren und Aktien bestand, wurde in den letzten Jahren zunehmend durch Multi-Asset-Anlagen und einen wachsenden Anteil an alternativen Investments ersetzt und ergänzt. Auch das hat Konsequenzen bis hinunter auf die lokalen Vertriebsebenen in Europa. Denn auch die Umsetzung dieser neuen Investmentnotwendigkeiten erfolgt je nach Land durchaus unterschiedlich.

Was bedeutet das konkret?
Wenn wir uns von Skandinavien bis Italien über die Investmentlandkarte Europas bewegen, so haben wir es mit durchaus unterschiedlichen investmentkulturellen Präferenzen zu tun, weil Verständnis und Erwartungen in Bezug auf Assetklassen und die damit verbundenen Risiken sehr verschieden ausfallen. Die Umsetzung der Regulierung mag im Wesentlichen sogar ähnlich ausfallen. Die Umsetzung und Anpassung der Asset Allo­cation auf konkreter Portfolioebene aber ­erfolgt lokal durchaus anders in den einzelnen Ländern. Deshalb wächst für uns die Notwendigkeit, über eine skalierbare Investmentplattform die wesentlichen Schnitt­stellen für unser gesamtes Europageschäft bereitzustellen. Nur so sind wir in der Lage, Antworten auf lokal individuelle Erfordernisse zu geben. Denn die Suche nach Rendite muss in einem Fall vielleicht durch das Eingehen von mehr Risiko in den Kredit- und Aktienmärkten bedient werden, in einem anderen Fall ist eventuell ein risikobewuss­ter Leverage die richtige Antwort.

Wie sieht das auf einzelne Länder bezogen aus?
Nehmen Sie zum Beispiel Italien, neben anderen europäischen Märkten ein für uns nach wie vor hochinteressanter Markt. Allerdings ist die Bereitschaft, in Aktien zu investieren, in Italien noch sehr viel weniger ausgeprägt als beispielsweise in Deutschland. Auch rund 20 Jahre nach dem Platzen der Technologieblase wirkt die schmerzliche Erfahrung von damals bei vielen Investoren noch immer nach. Zwar hat über den Umweg via Multi-Asset-Investments eine Art Annäherung an die Aktienanlage stattgefunden. Ein echter Shift von Anleihen- hin zu Aktieninvestments hat aber in Italien wie auch anderen Südländern noch nicht wirklich stattgefunden, ganz ­anders als etwa in den nordischen Volkswirtschaften, wo eine vollkommen andere Risikobereitschaft vorherrscht …

… was sicher nicht zuletzt auf die Anlage­erfolge des norwegischen Ölfonds zurückzuführen ist.
Es ist sicher eine Art Vorreiterrolle, die der norwegische Staatsfonds in diesem Zusammenhang gespielt hat. Aber auch in anderen skandinavischen Staaten, die ja über viele Jahre hinweg durch eine Art auferzwungene Allokation in Staatsanleihen zur Finanzierung der dortigen Staatshaushalte geprägt waren, hat man die Öffnung in Richtung Aktieninvestments Ende der neunziger Jahre genutzt, um sehr viel stärker in Risiko-Assets zu investieren. Denken Sie zum Beispiel an die Staats- und Pensionsfonds in Schweden und Finnland, die ebenfalls sehr aktienlastig ausgerichtet sind und entsprechend wesentlich höhere Renditen erzielen konnten. Das hat sicher etwas mit der jeweiligen Wahrnehmung von Risiko in den einzelnen Ländern zu tun. Es zeigt aber eben auch, wie divers dieses ­Risikoempfinden in Europa verteilt ist. Deshalb sehe ich unsere Gesellschaft durchaus im Vorteil durch eine globale Plattform, mit der wir auf diese unterschiedlichen Anforderungen von Investoren die jeweils passen­den Antworten geben können. In Deutschland haben wir schon heute eine extrem starke Marktstellung erreicht. Aber wir ­wollen eben auch in anderen europäischen Ländern noch deutlich weiter wachsen.

Wie zum Beispiel?
Einmal abgesehen von Großbritannien – für uns eine Art zweiter Heimatmarkt, auf den wir gern noch zurück­kommen können –, sind wir im Allianz-Netzwerk heute auch schon sehr stark in Italien vertreten. Dort verzeichnen wir zurzeit vor allem im institutionellen Geschäft ein sehr erfreuliches Wachstum, aber auch in Bezug auf die Ergebnisse im Retailsektor müssen wir uns sicher nicht verstecken. Insgesamt geht es in Italien darum, unseren Fußabdruck noch weiter auszubauen und unsere Wahrnehmung weiter zu stärken. Ähnliches gilt auch für Frankreich, wo sich gerade Asset Manager mit einer Versicherung als Muttergesellschaft einer besonderen Anerkennung und einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen. Nicht nur im institutionellen Bereich, sondern auch zunehmend im Retailsektor ist der dortige Markt durchaus offen für Investmentlösungen unter dem Dach eines Versicherers.

Wo ist noch Arbeit zu tun?
Einen gewissen Aufhol­bedarf haben wir aus meiner Sicht in meinem Heimatland, der Schweiz. Weniger auf der Retail- und Wholesale-Seite als vielmehr im institutionellen Geschäft, bei dem gerade eine Art Neuausrichtung mit einer sehr starken Fokussierung auf das Pensionskassengeschäft zu beobachten ist. In Bezug auf die betriebliche Pensionsvorsorge steht der Schweizer Markt heute nach Großbritannien und den Niederlanden auf Platz drei in Europa und wächst immer noch stark. Davon wollen wir künftig deutlich stärker profitieren. Denn zum einen ist das Verständnis für eine gewisse Komplexität von anspruchsvollen Investmentlösungen im Schweizer Markt durchaus vorhanden. Zum anderen erlaubt uns die Regulierung, die Möglichkeiten auszuspielen, die unsere Investmentplattform gerade auch in Bezug auf den weiteren Ausbau im Bereich der alternativen Investments bietet. Deshalb werden wir uns demnächst in Bezug auf unser ­institutionelles Geschäft in der Schweiz ­bewusst verstärken. Was die Wholesale-Seite in der Schweiz betrifft, sind wir schon heute sehr gut aufgestellt, um es mit den großen Banken, die diesen Markt nach wie vor dominieren, aufzunehmen.

Großbritannien haben Sie bereits angesprochen. Dort scheint Ihre Gesellschaft vor allem im Retailsektor Erfolge zu feiern, bisher aber weniger im institutionellen Geschäft.
Grundsätzlich hat dieser Markt für uns natürlich eine besondere ­Bedeutung, denn London ist unser zweiter großer Standort, an dem nicht nur unser CEO Andreas Utermann, sondern auch eine Reihe weiterer Mitglieder unseres Global Executive Committee arbeiten. Dadurch ­haben wir im Vergleich zu vielen anderen ausländischen Asset Managern eine Art Heimvorteil in Großbritannien, den wir ­zuletzt gerade im Bereich des Privatkunden­geschäfts sehr gut genutzt haben. Dabei zahlen sich professionelle Manager mit ­einem breiten Erfahrungshorizont und lokalem Detailwissen wie in anderen Märkten vor allem auch im speziellen britischen Re­­tailsegment aus. Denn die Umsetzung des Retail Distribution Review hat zu einer Art Lücke in der dortigen Beratungslandschaft geführt, die wir als Tochter der Allianz in enger Zusammenarbeit mit einem großen Agenturnetzwerk im Versicherungsgeschäft sicher besser schließen konnten als viele kleinere Finanzunternehmen, die vielleicht nur über einen Sitz in London verfügen.

Im institutionellen Geschäft müssen Sie offen­bar noch zulegen. Woran liegt das?
Es ist richtig, dass in Großbritannien unser Wachstum auf der institutionellen Seite noch nicht so nachhaltig ist, wie wir es auf der Retailseite schon erzielen. Abgesehen davon, dass die Zeiträume von der Anbahnung bis zum Abschluss ­einer Investmententscheidung im institutionellen Geschäft ohnehin immer sehr viel länger sind als in der Privatkundenberatung, spielen in Großbritannien aktuell zwei ­wesentliche Faktoren eine Rolle. Zum einen hat die aktuelle politische Diskussion um einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU natürlich eine Reihe von Fragen aufgeworfen, auf die wir aber aus meiner Sicht durchaus gute Antworten haben. Zum anderen ist das institutionelle Geschäft in Großbritannien nach wie vor sehr viel stärker consultantgetrieben als das kontinentaleuropäische Geschäft. Hier müssen wir ­sicher den Kontakt und die aktive Zusam­menarbeit mit Investment Consultants noch stärker pflegen und weiter vertiefen.

Unabhängig von lokalen Eigenheiten: Was sind die wesentlichen Themen, die einen ­institutionellen Investor aktuell bewegen?
Wir befinden uns ohne Zweifel in einer der letzten Phasen einer his­torisch betrachtet sehr langen Hausse­phase an den Kapitalmärkten. Gleichzeitig bleiben die Notenbanken weiterhin auf ­einem extrem expansiven Kurs, und die Meldungen über früher oder später zu ­erwartende rezessive Entwicklungen in den wichtigsten Volkswirtschaften nehmen zu. Insgesamt ist das ein Gemisch, das nicht nur institutionelle Investoren, sondern auch Privatanleger immer stärker verunsichert. Eine Art Vorgeschmack darauf, wie dünn das Eis an den Märkten geworden ist, haben wir im vierten Quartal 2018 und in den ­ers­ten drei Monaten des laufenden Jahres erlebt. Auf einen starken Rückgang der Kurse folgte eine ebenso starke Erholungsphase. Es ist diese deutlich gestiegene ­Volatilität an den Märkten, die Investoren defensiver und vorsichtiger agieren lässt.

Was heißt das konkret?
Auf der Suche nach einer auskömmlichen Rendite versuchen viele ­Investoren, dieser Situation zu begegnen, indem sie bei Neuengagements eine Art Barbell- oder Hantel-Strategie verfolgen. Damit meine ich eine Kombination aus ­einerseits extrem liquiden Investments, die aber heutzutage ebenso gut wie keine, zum Teil sogar negative Renditen abwerfen, und andererseits Investments im Segment der ­alternativen Anlagen, wo zum Teil noch ­immer deutlich höhere Renditen zu erzielen sind. Und gerade in diesem Bereich haben wir gegenüber vielen Mitbewerbern einiges an Vorteilen zu bieten.

Inwiefern Vorteile?
Es sind vor allem Bereiche wie Infrastrukturinvestments sowohl über Anleihen wie auch über Aktien, aber auch die Handelsfinanzierung oder Impact Investments, die den Vorteil einer nach wie vor attrak­tiven Rendite bieten. Die Kehrseite solcher alternativen Investments sind eine geringere Liquidität sowie eine meist länge­re zeitliche Bindung an entsprechende Asset­klassen. Gerade in Bezug auf die beiden letztgenannten Aspekte ist das Risikobewusstsein auf Investorenseite nach den Erfahrungen aus den Jahren während und nach der Finanzkrise heute erheblich stärker ausgeprägt. Aber es braucht auch besondere Erfahrung und eine starke Marktstellung, um auf diesem Gebiet erfolgreich zu sein. Seit 2013 öffnet die Allianz als ­einer der größten Langfristinvestoren in Europa besondere alternative Investment­strategien auch für weitere größere institutionelle ­Investoren oder auch Family Offices. Das passt nicht nur zu uns als Asset ­Manager, der sich auch künftig bewusst auf aktives Management konzentrieren wird, es spricht auch sehr viele Investoren in unserer Zielgruppe an. Und wir haben zum Beispiel im Bereich der Handelsfinanzierung noch einiges an attraktiven Ideen in der Hinterhand, die wir in den nächsten Monaten an den Markt bringen werden.

Auch wenn Sie offenbar noch nicht sehr viel konkreter werden können: Solche Investments werden nicht umsonst zu bekommen sein. Andererseits spricht eine Cost-Income Ratio von zirka 70, wie sie Ihre Gesellschaft aufweist, nicht dafür, dass da wirklich viel Spielraum ist in einer Zeit, in der Anleger immer stärker auf die Kosten schauen.
Das kann ich so nicht ­erkennen, warum die Cost-Income Ratio uns da den Spielraum verengen sollte – ­zumal diese Kennzahl ja immer in erster Linie von dem jeweils gewählten Managementansatz abhängt. Und ein aktives ­Management wird immer einen anderen Kosteneffekt mit sich bringen als ein Mix aus passivem und aktivem Investment oder die ausschließliche Konzentration auf passive Instrumente. In unserer Strategie bleibt es wie gesagt bei der Suche nach aktiv ­gemanagten Lösungsansätzen, die natürlich mit einem höheren Produktionsaufwand und einem höheren Researchaufwand verbunden sind. Wenn es darum geht, neue Wege zu beschreiten oder neue Investmentbereiche für unsere Kunden zu erschließen, dann müssen wir schließlich immer sehr spitz kalkulieren, welcher Mehrwert damit einerseits für unsere Kunden verbunden ist, andererseits aber auch, wie der mögliche Ertrag daraus für unsere Gesellschaft am Ende aussieht.

Aber verpasst Ihr Haus nicht im Grunde ­etwas in einer Zeit, da gerade passiv ­gemanagte Lösungen wie ETFs deutliche Zuwächse verzeichnen, während das Interesse an aktiven Fonds merklich zurückgeht?
Es wäre sicher vermessen, irgendetwas für die Zukunft vollkommen auszuschließen, aber ein Einstieg ins ETF-Geschäft wäre mit erheblichen Investitionen wie einer anspruchsvollen und hoch ent­wickelten Plattformtechnik verbunden, um in diesem Marktsegment erfolgreich mitspielen zu können. Wir glauben an das aktive Management und fühlen uns gerade in einer Zeit, in der sowohl die Volatilität als auch die Unsicherheit an den Märkten wieder zunehmen, in diesem Segment durchaus wohl und zu Hause. Als Allianz Global Investors haben wir in diesem Bereich eine echte Evolution durchlaufen. Was als aktiver Player vor allem im Bereich Aktien begonnen hat, wurde sehr bewusst durch Zukäufe von spezialisierten Rententeams zu einem anspruchsvollen und schlagkräftigen Multi-Asset-Angebot ausgebaut. In den vergan­genen drei Jahren sind nun eine Reihe von attraktiven Alternative Investments für insti­tutionelle Investoren hinzugekommen. Genau da werden wir anknüpfen, und zwar nicht nur weil wir noch einiges an guten Ideen in der Pipeline haben, die noch in diesem Jahr sehr aktiv umgesetzt werden sollen. Uns bestärkt dabei auch, dass dieses Angebot auf ein nach wie vor wachsendes Interesse bei unseren Kunden trifft, die sich – das zeigt eine hohe Nachfrage, der wir manchmal kaum nachkommen können – ­offenbar durchaus wohl fühlen mit unserem Managementansatz.

Wir danken für das Gespräch.    

Hans Heuser


„Genau die richtige Wahl“

Barbara Rupf Bee hat Mitte Mai dieses Jahres als Head of Europe, Middle East & Africa (EMEA) bei Allianz Global Investors (AGI) die Vertriebsleitung in dieser Region übernommen. Die in der Schweiz geborene Vertriebsexpertin folgt auf Tobias Pross, der diese Funktion nach seiner Ernennung zum Global Head of Distribution im April 2018 interimistisch weitergeführt ­hat und an den sie berichten wird. Rupf Bee gehört darüber hinaus dem ­Global Executive Committee der AGI an. Laut ihrem Vorgesetzten Pross sei Rupf Bee dank ihres Track Records bei führenden Adressen im Asset & Wealth Management in der Schweiz, Groß­britannien und Deutschland „genau die richtige Wahl“ für AGI. Ihr Lebenslauf weist in der Tat einige namhafte Arbeitgeber auf. Die neue AGI-Vertriebschefin kommt von der UBS, wo sie das Wealth Management in Deutschland geleitet hat. Zuvor war sie als Head of EMEA Global Client Group bei der Deutsche Asset & Wealth ­Management verantwortlich für ­Vertrieb und Business Development. Davor verbrachte sie acht Jahre in Großbritannien, zuletzt als Chief Executive Officer der Renaissance Asset Managers Group. Vor Renaissance arbeitete sie fast zehn Jahre für die HSBC Group, ihre Karriere startete Rupf Bee ursprünglich im Private Banking bei J.P. Morgan.

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