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4/2019 | Produkte & Strategien
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»Von Marktverwerfungen profitieren«

Ein von einer schwächelnden Konjunktur und niedrigen Zinsen geprägtes Marktumfeld kann einen Anleihenmanager wie Pimco offenbar nicht schrecken. Der für das deutsche Geschäft verantwortliche Managing Director Frank Witt sieht darin eher eine Chance.

Die im Jahr 1971 gegründete Pacific Investment Management Company, besser bekannt unter der Abkürzung Pimco, gehört als Tochter des Allianz-Konzerns zu den größten Asset Managern weltweit. Auch hierzulande belegt das Unternehmen gemessen an den von Deutschland aus gemanagten Assets einen Platz unter den ganz Großen der Fondsbranche. Am Rande des diesjährigen Pimco Investment Summit in London haben wir die Möglichkeit genutzt, mit dem für das deutsche Geschäft verantwortlichen Managing Director Frank Witt über die Entwicklung und die Pläne seiner Gesellschaft zu sprechen.

Herr Witt, die Turbulenzen um den Weggang von Investorenlegende Bill Gross sind längst Geschichte, dennoch war es so etwas wie eine Zäsur für Ihr Unternehmen. Wo steht eine Gesellschaft wie Pimco heute?
Frank Witt: Wir stehen heute besser da als je zuvor in den fast 50 Jahren unserer Firmengeschichte. Die Anlageergebnisse für unsere Kunden sind sehr gut und die verwalteten Kundengelder haben zuletzt im Quartalsrhythmus neue Höchststände erreicht. Die von Ihnen angesprochenen Mittelabflüsse, die wir in der zweiten Jahreshälfte 2014 und im Verlauf von 2015 insbesondere in der Total-Return-Strategie hinnehmen mussten, haben natürlich wehgetan. Was aber in der Berichterstattung oft ausgeblendet wurde, ist die Tatsache, dass wir damals und in der Folgezeit eine sehr starke Performance erzielt haben und bei anderen Fonds deutliche Mittelzuflüsse verzeichnen konnten.

In welcher Größenordnung?
Nehmen wir beispielsweise den Pimco Income Fund, der den Pimco Total Return Fund nicht nur als größten Pimco-Fonds, sondern auch als größten aktiv gemanagten Publikumsfonds weltweit schon lange abgelöst hat. Insgesamt managen wir in der Income-Strategie heute ein Volumen von rund 250 Milliarden US-Dollar, über 75 Milliarden US-Dollar davon allein in der europäischen UCITS-Variante, dem Pimco GIS Income Fund. Auch was die insgesamt verwalteten Assets über alle Strategien hinweg angeht, hat Pimco ein sehr beein­druckendes langfristiges Wachstum vorzuweisen. Bei der Übernahme durch die ­Allianz im Jahr 2000 hatten wir knapp 200 Milliarden US-Dollar unter Verwaltung. Heute sind wir mit einem insgesamt gemanagten Volumen von rund 1,9 Billionen US-Dollar bei fast dem Zehnfachen. Und unser Geschäft in Europa und auch in Deutschland hat zu einem beträchtlichen Teil dazu beigetragen.

Geht es noch etwas konkreter?
Die offiziellen deutschen Zahlen, die wir über den BVI melden, umfassen alle Gelder, die von unserer Gesellschaft aus Deutschland heraus gemanagt werden. Da­rin enthalten sind auch Gelder, die wir für unsere Muttergesellschaft Allianz verwalten. Insgesamt managen wir in Deutschland ein Volumen von aktuell rund 300 Milliarden Euro. Damit liegen wir nach verwaltetem Vermögen unter den Top-Drei in Deutschland. Auf globaler Ebene gehört Pimco mit den erwähnten Assets under Management in Höhe von fast 1,9 Billionen US-Dollar zu den zehn größten Asset Managern – ­wobei wir aufgrund unserer Ausrichtung und unserer Struktur klare Alleinstellungsmerkmale im Vergleich zu unseren größten Wettbewerbern haben.

Inwiefern?
Wir sind im Prinzip eine 1,9-Billionen-Dollar-Boutique, denn wir konzentrieren uns bewusst vor allem auf ein Thema, das aktive Management von Fixed-Income-Lösungen jeglicher Art. Alle anderen in der Liste der zehn größten Investment Manager sind entweder die Riesen des passiven Investments oder es sind die großen Allroundanbieter, die neben der gesamten Bandbreite der aktiv gemanagten Asset­klassen eventuell auch noch gleichzeitig passive Strukturen anbieten. Außerdem sind wir fast ausschließlich organisch in unsere heute erreichte Größe hineingewachsen. Mit wenigen Ausnahmen haben sich die meisten anderen großen Asset Manager ihr Wachstum zu einem Gutteil durch Übernahmen ehemaliger Wettbewerber erkauft.

Ein turbulentes Jahr 2018 ist aber auch an Ihrer Gesellschaft nicht spurlos vorbeigegangen, insbesondere dem Pimco Income Fund. Beunruhigt Sie das nicht?
Über das Gesamtjahr 2018 war unser Anlagevermögen insgesamt stabil, allerdings lässt sich das Jahr klar in zwei Abschnitte unterteilen, und erst die schwierige Marktentwicklung ab September führte zu Abflüssen bei zahlreichen Asset Managern. Das traf auch unsere Income-Strategie. Beunruhigt hat uns das dennoch nicht. Zum einen kann es ja nicht verwundern, wenn Investoren angesichts steigender Zinsen und damit einhergehend rückläufigen Erträgen ihre Fixed-Income-Engagements anpassen. Dies betraf zahlreiche Rentenfonds, und solche Situationen wird es auch in Zukunft immer wieder geben. Zum anderen ist der langfristige Aufwärtstrend bei unserem Mittelaufkommen nach wie vor ungebrochen. Entscheidend ist letztlich die Qualität, die wir bieten. Und die Entwick­lung in diesem Jahr mit sehr positiven Mittelzuflüssen hat ja eindrucksvoll gezeigt, dass die Anleger auch wieder zurückkommen, sobald die Kurse wieder steigen. Wir wachsen nach wie vor überproportional.

Woran machen Sie das fest?
Wir konnten allein in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres Neugelder in Höhe von mehr als 65 Milliarden Euro verzeichnen. Über einen längerfristigen Zeitraum von drei Jahren liegen unsere Netto-Neuzuflüsse sogar bei mehr als 200 Milliarden Euro. Damit stehen wir im Branchenvergleich enorm gut da.

Worauf führen Sie diese Stärke zurück?
Dahinter steht natürlich eine langfristig starke und stabile Performance für unsere Kunden. Und diese hat sehr viel mit einem robusten Anlageprozess und einer Unternehmenskultur zu tun, die sich so nur aufgrund des angesprochenen organischen Wachstums einer Gesellschaft wie Pimco entwickeln kann. Ich bin mit meinen fast 20 Jahren Zugehörigkeit zu unserem Unternehmen keineswegs die Ausnahme, im Gegenteil: Viele unserer Portfoliomanager und Kollegen in anderen Abteilungen des Unternehmens sind noch länger bei der ­Firma, so auch unser Europachef Craig Dawson oder auch unser Group Chief ­Investment Officer Daniel Ivascyn. Eine ­dadurch entsprechend ausgeprägte Teamkultur lässt sich nur sehr schwer erreichen, wenn ein Unternehmen insbesondere durch Zukäufe wächst und sich immer wieder auf die Integration neuer Teams und Mitarbeiter konzentrieren muss.

Und daran hat sich auch mit der Verpflichtung von Emmanuel Roman als CEO nichts verändert, der ja sozusagen „erst“ drei Jahre für Pimco verantwortlich zeichnet?
Das kann man meines Erachtens unumwunden bestätigen. Emmanuel Roman hat nach seinem Antritt eben nicht gleich eine Reihe eigener, neuer Leute an Bord ­geholt oder alles in Frage gestellt oder ­umgeworfen, was Strukturen, Abläufe und Teamzusammensetzungen angeht. Er hat vielmehr von Anfang an betont, dass er auf den vorhandenen Stärken des Unternehmens aufbauen und das bestehende Konzept von Pimco weiterführen und vorantreiben will. Und dass er das durchaus ernst ­gemeint hat, ist ja inzwischen auch für ­jeden Außenstehenden erkennbar. Pimco steht heute noch stärker als in der Vergangenheit für einen Teamansatz. Das mag nach außen hin nicht immer so erschienen sein, aber eine stetige, starke Performance über Jahrzehnte hinweg erreicht man nur mit einem starken Team und entsprechender Infrastruktur.

Auf dem diesjährigen Investment Summit hier in London wurde besonders betont, dass Pimco insbesondere in Technologie ­investieren will, um vorhandene Daten ­besser zu nutzen. Was muss man unter „besser nutzen“ konkret verstehen?
Wir haben bereits im Sommer vergangenen Jahres unser drittes US-Office im texanischen Austin eröffnet. Warum Austin? Weil wir über die dort ansässige University of Texas eine Vielzahl sehr ­talentierter IT-Leute gewinnen können, die oft bewusst nicht den Weg ins Silicon ­Valley suchen. Wir haben bereits heute rund 100 solcher IT-Spezialisten an Bord geholt mit dem Ziel, das dortige Team auf ins­gesamt 200 Mitarbeiter auszubauen. Wir wollen es eben nicht bei Schlagworten wie Big Data, Machine Learning, Artificial ­Intelligence oder Cloud-Computing be­wenden lassen, sondern solche Techno­logien ­einer tatsächlichen praktischen ­Nutzung für unser Unternehmen zuführen. Wir verfügen durch unsere fast 50-jährige Expertise und Erfahrung über wirklich sehr gute Daten, wahrscheinlich die besten ­Daten im Fixed-Income-Bereich, die es auf der Welt gibt.

Das sind aber jetzt große Worte ...
... deren Gehalt sich allerdings durchaus belegen lässt. Wir können, um nur ein Beispiel zu nennen, selbst in einem enorm komplexen Marktsegment wie den Mortgage Backed Securities in den USA extrem granulare Prognosen über die künftige Entwicklung in diesem Bereich stellen, heruntergebrochen auf konkrete Postleit­zahlengebiete. Damit lassen sich sehr aussagefähige Vorhersagen in Bezug auf die Kreditnachfrage, deren Rückzahlung oder auch mögliche Sondertilgungen treffen. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie man solche gigantischen Datenberge durch den Einsatz neuer Technologien sehr viel effizienter nutzbar macht, um bessere Investmententscheidungen daraus abzuleiten.

Weil man als ein auf Bonds spezialisiertes Investmenthaus nur so überhaupt noch Ertrag aus einem von Financial Repression und Zinsen nahe dem Nullpunkt geprägten Markt herausholen kann?
In einer Situation, wie wir sie ­aktuell erleben, ergibt sich als simple Regel: Je weniger der Markt abwirft, umso wichtiger wird der darüber hinaus erzielte Zusatzertrag. Anders gesagt: Je geringer das Beta, umso wichtiger das Alpha. Das gilt erst recht, wenn das Markt-Beta negativ ist, was in vielen Märkten und über große Teile der Zinskurve hinweg der Fall ist. Das macht unsere Arbeit natürlich nicht leichter, im Gegenteil, wir müssen uns ständig weiterentwickeln und hochinnovativ bleiben, um unseren Kunden weiterhin nicht nur relativ, sondern auch absolut positive Erträge abliefern zu können. Andererseits ist gerade das Fixed-Income-Universum ­riesig und bietet viele Möglichkeiten. Diese lassen sich aber eben oft nur mit der ­besonderen Stärke und den Instrumenten nutzen, die einem großen und spezialisierten Unternehmen wie Pimco zur Verfügung stehen.

Was heißt das konkret?
Dass wir uns nie zurücklehnen dürfen und uns ständig weiterentwickeln müssen. So sind wir schon vor langer Zeit sehr stark in den Bereich alternativer Investments von Private Debt über Private Corporate Lending bis hin zu Residential und Commercial Real Estate Lending eingestiegen. Diese Instrumente aus dem privaten, also unverbrieften Bereich sind im Grunde nichts anderes als das Spiegelbild der öffentlich gehandelten verbrieften Bond­märkte. Ein wesentlicher Unterschied besteht im Grunde in den jeweiligen Prämien, die in beiden Marktsegmenten zu vereinnahmen sind. Während auf der öffentlichen Seite, speziell in den Standardmärkten der Industrieländer, aufgrund extrem niedriger Zinsen und immer flacher gewordener Zinsstrukturkurven kaum noch etwas über die sogenannten Laufzeitprämien zu verdienen ist und auch die Kreditrisikoprämien deutlich gesunden sind, sieht das in den privat gehandelten Märkten anders aus. Für ein höheres Risiko, vor allem aber für Illiquidität und Komplexität gibt es dort in Form entsprechender Risikoprämien durchaus noch attraktive Gelegenheiten.

Wobei Sie in diesen Bereichen nicht allein unterwegs sind. Auch andere versuchen diese Segmente zu besetzen, eben weil hier noch Ertragspotenzial liegt. Sind das nicht inzwischen auch „Crowded Markets“?
Im Prinzip gibt es fast kein Marktsegment mehr, in dem es nicht zu ­einem sogenannten „Crowding-out-Effekt“ gekommen ist. Die Politik der Zentralbanken, durch entsprechendes Aufkaufen und Horten von Anleihen immer tiefer in die Rentenmärkte vorzudringen, hat dazu geführt, dass letztlich alle Marktteilnehmer aus den vermeintlich sicheren Häfen wie Pfandbriefen und Staatsanleihen herausgedrängt werden und dadurch gezwungen sind, mehr Risiko zu nehmen, um ihre ­Ertragsziele zu erreichen. Als Spezialisten können wir von dieser Entwicklung aber profitieren. Denn viele Investoren verfügen nicht über unsere Ressourcen und steigen auf der Suche nach Rendite sozusagen aus Verzweiflung geradezu „blind“ in diese Marktsegmente ein. Sie sehen sich Problemen gegenüber, wenn es an der einen oder anderen Stelle zu größeren Ausfällen oder Ratingverschlechterungen kommt. Managern mit entsprechendem Know-how im Umgang mit komplexen Finanzierungen können solche Situationen dagegen günstige Einstiegsmöglichkeiten bieten.

Pimco sozusagen als der Krisengewinner?
So würde ich das nicht aus­drücken, aber eines steht für mich auch fest: Nach zehn Jahren Bullenmarkt sehen jene, die sehr viel Risiko genommen haben, oft sehr viel besser aus als Marktteilnehmer, die vorsichtiger agiert haben. Die Spreu trennt sich aber vom Weizen in Zeiten, in denen die Konjunkturdynamik nachlässt und der Risikoappetit in Risikoscheu umschlägt. Denn das sind Phasen, in denen es vermehrt zu Verwerfungen an den Märkten kommt, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Aber es ist nun einmal so, dass man nur durch intensives Research herausfinden kann, bei welchem High Yield Bond sich ein Investment noch lohnt und von welchem Schuldner man am besten die Finger lässt. Auf diese Weise versuchen wir, von solchen Marktverwerfungen zu profitieren.

Sie haben gerade das Stichwort Rezession genannt. Wie ist die Position von Pimco in Bezug auf die weitere Entwicklung von Konjunktur und Kapitalmärkten?
Wir gehen davon aus, dass sich das BIP-Wachstum der USA im ersten Halbjahr 2020 weiter auf etwa ein Prozent abschwächen wird. Neben der Fed greifen weitere Zentralbanken – allen voran die EZB – und auch Regierungen aktiv ein und tragen so zu einer erwarteten Konjunkturbe­lebung in der zweiten Jahreshälfte 2020 bei. Auch wenn eine Rezession nicht unser Basis­szenario ist, bringt die Wachstumsabschwächung doch eine Phase erhöhter Verwundbarkeit für die US- und damit die Weltwirtschaft. Unser Chefvolkswirt ­Joachim Fels hat dazu ein eingängiges Bild gezeichnet, das sich nur schwer ins Deutsche übersetzen lässt. Er spricht in Bezug auf das künftige Wirtschaftswachstum von „stall speed“, einem aus der Flugzeugtechnik bekannten Begriff …

… der was genau beschreibt?
Das ist die Mindestgeschwindigkeit, mit der ein Flugzeug fliegen muss, damit es nicht zu einem Strömungsabriss und damit zur Manövrierunfähigkeit kommt, die zum Absturz des Flugzeugs führen kann. Konkret auf die Wirtschaftsentwicklung ­bezogen gehen wir davon aus, dass das Wachstum in den USA für das Gesamtjahr 2020 rund 1,25 bis 1,75 Prozent erreichen wird. Für China erwarten wir 2020 eine Abschwächung des Wachstums auf nur noch fünf bis sechs Prozent. Die Region mit dem höchsten Rezessionsrisiko ist demnach Euro­pa, wo Deutschland sich wohl bereits jetzt in einer technischen Rezession befindet und wahrscheinlich den Rest der Eurozone mit nach unten ziehen könnte.

Zum Schluss noch die Frage, wie Ihr Haus mit der auf Seiten vieler institutioneller ­Investoren anhaltenden Tendenz zu passiven Investments umgeht? Das muss Sie doch ­beunruhigen?
In der Literatur wie auch in der Medienberichterstattung über die Diskussion rund um „Passiv versus aktiv“ wird oft nicht zwischen Aktien- und Rentenin­vestments unterschieden. Wenn pauschal davon die Rede ist, dass aktives Management über Zeiträume von drei, fünf oder zehn Jahren zu 80 bis 90 Prozent nicht in der Lage ist, ein passives Investment outzuperformen, dann mag das auf die Aktienmärkte zutreffen, zumindest was die marktbreiten Märkte angeht. Es ist aber falsch, das eins zu eins auf den Fixed-Income-­Bereich zu übertragen, denn auf die Rentenmärkte trifft eine solche Aussage kei­neswegs zu.

Und worin besteht genau der Unterschied?
Die breiten Aktienmärkte sind zum einen extrem effizient, was es per se schwer macht, einen solchen Markt durch aktive Investmententscheidungen zu übertreffen. Zum anderen ist die Zahl der Bestandteile einer Benchmark schon deshalb sehr gering, weil diese nur eine Aktie pro Emittent enthält. Anders bei Bondindizes als Vergleichsmaßstab, die sich oft aus Tausenden, manchmal Zehntausenden Einzelwerten zusammensetzen. Außerdem sind in den Rentenmärkten sehr viele sogenannte Non-Economic Player als Käufer und Verkäufer unterwegs. Vor allem Zentralbanken, aber teils auch Staatsfonds oder Versicherungen kaufen entsprechende Papiere nicht deshalb, weil sie sie analysiert haben und für absolut betrachtet günstig und ertragreich erachten. Sie kaufen die Papiere oft, weil eine Versicherung ihren Verpflichtungen nachkommen muss oder weil eine ­Zentralbank ihr Anleihenkaufprogramm umsetzen muss. All das zusammengenommen macht die Rentenmärkte ineffizient, wodurch sich für uns als aktiven Marktteilnehmer ein enormes Alphapotenzial eröffnet. Das führt dazu, dass in der Aktiv-Passiv-Frage die Bilanz für die Rentenmanager insofern wesentlich besser aussieht, als sie es über einen Zeitraum von zehn Jahren immerhin zu rund 60 Prozent schaffen, ihre Benchmark zu schlagen. Und das ist nur der Durchschnitt aller Rentenmanager. Wir wollen aber deutlich mehr bieten als nur Durchschnitt. Dass uns das gelingt, zeigt unsere Performance.

Wir danken für das Gespräch.    

Hans Heuser


Idealbesetzung

Frank Witt ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Pimco Deutschland GmbH in München und leitet das Geschäft von Pimco in Deutschland, Österreich, Schweiz, Benelux und Skan­dinavien. Bevor er im Jahr 2002 zu Pimco kam, war er Investmentbanker bei Goldman Sachs in Menlo Park, Kalifornien, und ­Ri­si­komanager bei der ­Deutschen Bank in Deutschland, Australien, Hongkong, Groß­britannien und den USA. Der 51-jährige Witt verfügt über
23 Jahre Anlageerfahrung und hält einen MBA-Abschluss der Stanford Graduate School of Business. Außerdem nahm er an einem einjährigen Austauschprogramm mit der Univer­sity of California in Berkeley teil und hat an der Universität Bonn einen Master-Abschluss erworben. Unter seiner Leitung ist das US-Haus inzwischen zu einem der hierzulande größten Verwalter von aus Deutschland ­heraus gemanagten Anleiheninvestments geworden. Insgesamt ist ein Unternehmen wie Pimco mit über 2.800 Mitarbeitern, darunter mehr als 810 Anlagespezialisten, für Kunden in über 50 Ländern der Welt aktiv. Das auf Anlei­hen­investments jeglicher Art spezialisierte US-Haus verwaltet heute ein Gesamt­volumen von nahezu 1,9 Billionen US-Dollar und gehört ­damit weltweit zu den Top Ten der Fondsbranche.

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