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Produkte & Strategien

2/2021 | Produkte & Strategien
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Money for Nothing

Der Gassenhauer „Money for Nothing“ der Dire Straits ist angesichts der gegenwärtigen Gratis-Geldflut aktueller denn je. Das sorgt für Unbehagen, könnte aber eine Jahrhundertchance eröffnen.

Die Administration von US-Präsident Joe Biden nimmt sechs Billionen Dollar in die Hand, um die Wirtschaft der Vereinigten Staaten aus ihrem Loch zu ziehen. Deutschland meldet mehr oder weniger gleichzeitig, dass das Land Ende 2020 eine Rekord­verschuldung von 2,35 Billionen Euro ausweist – alles Zahlen, die die menschliche ­Vorstellungskraft übersteigen, aber die beiden Starökonomen Jason Furman und Lawrence Summers genau gar nicht erschrecken.

Die Harvard-Experten mit enormem politischem Einfluss im demokratischen Lager meinen nämlich, dass die ganze Welt mit ihrem Fokus auf die Verschuldung im Vergleich zum BIP auf die falsche Kennzahl starrt. Viel aussagekräftiger wäre demnach der Blick auf die Zinskosten, die durch Verschuldung entstehen. Die US-Ökonomen erachten hier zwei Prozent des BIP als kein Problem. Dieser Wert wird von den großen ­Industrienationen unterschritten. Aus Sicht der Ökonomen ist das aber keine Errungenschaft, sondern im Gegenteil schädlich, weil somit ein möglicher „Gratis-Stimulus“ für die jeweiligen Volkswirtschaften brachliegt.

Doch was, wenn die Zinsen steigen? Dann wäre das ganze Modell obsolet. Auch hier beruhigen die Ökonomen: Sie gehen von dauerhaft niedrigen Zinsen aus. Welche Argumente dieser expliziten Annahme zugrunde liegen und wie sich die Schuldensituation in ausgewählten Ländern der Erde darstellt, hat die Redaktion grafisch zusammengefasst.   

Hans Weitmayr


Anhang:

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