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1/2019 | Produkte & Strategien
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Glaube an Nachhaltigkeit

50 Shades of Sustainability: Moral, Ethik und Ökologie sind weite Felder. Auch die großen Kirchen haben eine Meinung dazu, welche Ziele bei der Kapitalanlage eine Rolle spielen sollten. Hier eine ­synoptische Gegenüberstellung.

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Auch die Glaubensgemeinschaften verfügen über Kapitalanlagen. Diese wollen sie gemäß ihrer Überzeugung investieren. Allen gemeinsam ist die Rücksichtnahme bei Investitionen auf die ­Mitmenschen, die Gesellschaft, die Umwelt und die kommenden Generationen.

© GMF, XYZ | stock.adobe.com

Nachhaltigkeit ist derzeit das große Thema, und jeder scheint sie anders zu definieren. Das ist auch der Grund, warum sich die EU schon länger mit der ­Taxonomie beschäftigt, aber noch zu keinem abschließenden Definitionsgebilde ­gekommen ist. Viele unterschiedliche ­Sichtweisen sind hier unter einen Hut zu ­bekommen.

Aber nicht nur supranationale Organisationen wie die UN oder die EU formulieren ihre Vorstellungen zur Nachhaltigkeit von Kapitalanlagen, sondern auch die großen Glaubensgemeinschaften. Diese argumentieren nicht nur aus moralisch-ethischer Sicht, sondern auch mit dem Erhalt der Schöpfung.

Fonds, die nach christlichen Glaubensgrundsätzen investieren, gibt es seit längerer Zeit (s. Interview mit einem Franziskaner-Bruder in diesem Heft). Auch shariakonforme Fonds werden seit Längerem angeboten, überwiegend von London aus. Sie haben sich in der Finanzkrise 2007/2008 relativ gut gehalten, weil sie aufgrund des Zinsverbots im muslimischen Glauben nicht in hoch verschuldete Staaten investiert hatten, die sich später als Krisenstaaten entpuppten. Fonds mit Koscher-Siegel oder buddhistische Fonds sind bislang in Europa nicht bekannt, zumindest nicht unserer Redaktion.

Im organisierten Buddhismus in Europa gibt es offenbar keine festen Regeln zu Fragen der Geldanlage. „Jeder einzelne Bud­dhist kann sein Geld nach den buddhistisch-ethischen Grundsätzen anlegen, aber es gibt keine ausformulierten Richtlinien“, antwortet die Deutsche buddhistische Union (DBU) auf Anfrage von Institutional Money. Wenn es buddhistische Geldanlageregeln gäbe, würden vermutlich Fleischproduzenten und Hersteller von Jagdwaffen aus dem Anlagekatalog gestrichen. Da das Thema „Nachhaltigkeit“ mittlerweile in den Fokus gerückt ist, sollen hier die Besonderheiten von glaubensbasierten Anlagestrategien miteinander verglichen werden.     

Anke Dembowski


Anhang:

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