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Produkte & Strategien

1/2022 | Produkte & Strategien
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»Die Erfahrungen sind durchweg positiv«

Mit der Versicherungsgruppe Hannover (VGH) vertraut auch die größte Versicherung Niedersachsens auf die Dienste des Mandate-Tools von Institutional Money. Der erfahrene Portfoliomanager Carsten Braun berichtet über die letzte Ausschreibung und wie die VGH durch die Pandemie steuert.

Die Suche der Versicherungsgruppe Hannover (VGH) nach einem neuen Vermögensverwalter über das Mandate-Tool von Institutional ­Money stieß in der Branche auf große Aufmerksamkeit. Immerhin wurde ein Mandat in Höhe eines dreistelligen ­Millionen-Euro-Betrags ausgeschrieben. Zur Erinnerung: Die VGH suchte im vergangen Jahr einen Manager für einen deutschen Spezialfonds, der passiv und benchmarknah weltweit in REITs (Real Estate Investment Trusts) investieren sollte. Zu den Bewerbern zählte nicht nur die Crème de la Crème der darauf spezialisierten großen Fondsgesellschaften, sondern auch einige interessante Investmentboutiquen warfen ihren Hut in den Ring und versuchten über das Mandate-Tool ihr Glück.
 
Wie die Ausschreibung trotz aller mit der Pandemie einhergehenden Einschränkungen lief, ob der glückliche Gewinner der Ausschreibung mittlerweile für die VGH arbeitet und inwieweit das Mandate-Tool bei der Auswahl dienlich war, erzählt Ausschreiber Carsten Braun von der VGH.
 
Herr Braun, können Sie sich kurz unseren Lesern vorstellen? 
Carsten Braun: Ich bin 52 Jahre alt und arbeite seit fast 25 Jahren für die Versicherungsgruppe Hannover im Portfoliomanagement. Ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist dabei die strukturierte Auswahl und Betreuung der Spezialfonds. Ferner bin ich Spezialist für Derivate und strukturierte Produkte. Im privaten Bereich halten mich meine Frau und meine vier Kinder jung und sorgen für die nötige Abwechslung.
 
Wie ist es ganz grundsätzlich mit Ihrer ­Ausschreibung und den erhaltenen Bewerbungen gelaufen? Verlief alles zu Ihrer ­Zufriedenheit? 
Grundsätzlich sind wir mit dem Verlauf der Ausschreibung sehr zufrieden. Das Tool von Institutional Money hat uns sehr geholfen, und die Erfahrungen damit sind durchweg positiv. Ein wesentlicher Punkt dabei war die Anonymität, um nicht ständig Rückfragen „ausgeliefert“ zu sein.
 
Wie viele Asset Manager haben sich auf ­Ihre Ausschreibung beworben? 
21 Asset Manager.
 
Sind Sie dank des Mandate-Tools eventuell auf ganz „neue“ Adressen gestoßen, die ­Ihnen vielleicht nicht ad hoc im Zusammenhang mit dem gesuchten Segment eingefallen wären? 
Ja, durchaus. Neben den sogenannten Platzhirschen im Bereich passiver Investments haben sich auch einige Boutiquen gemeldet, deren Ansatz ganz interessant war, letzten Endes jedoch nicht infrage kam, da Skalen­effekte bei passiven Investments eine große Rolle spielen.
 
Haben Sie eine Shortlist erstellt beziehungsweise einen geeigneten Asset Manager gefunden? 
Ja, wir haben eine derartige Liste erstellt. Dies hat uns bei der Eingrenzung und Fokussierung sehr geholfen. Das Mandate-Tool hat uns ein großes Stück Arbeit abgenommen.
Können Sie verraten, ob und welchem Asset Manager Sie das Vertrauen geschenkt ­haben?
Carsten Braun: Wir haben einen international anerkannten Asset Manager ausgewählt, der bereits vielfältige Erfahrung im Bereich passiver Immobilieninvestments vorweisen konnte.
 
Wurde das (über das Mandate-Tool ausgeschriebene) Investment inzwischen getätigt? Und falls ja, per wann?
Ja, das ausgeschriebene Mandat wurde im Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 an den neuen Manager vergeben und aufgesetzt. Seit Mitte Dezember ist der neue Manager aktiv.
 
Warum haben Sie sich für den Gewinner entschieden – was gab den entscheidenden Ausschlag? 
Der strukturierte Auswahl­prozess hat uns sehr geholfen, die für uns wichtigen Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren. Nach Bildung einer Shortlist ­haben wir die Anbieter beziehungsweise ­potenziellen Manager weiter durchleuchtet und sind so zum Kreis des Beauty Contest gekommen. Auch in Zeiten von Corona wollten wir das persönliche Gespräch mit den Kandidaten auf keinen Fall missen, ­erfährt man doch im persönlichen Kennenlernen mehr, als auf dem Papier steht. Die Qualität der Manager im Beauty Contest war auf einem sehr hohen Level. Da es sich um ein passives Mandat handelt, war natürlich die Kostenstruktur ein wichtiges Argument. Aber auch andere Faktoren waren durchaus relevant, beispielsweise ein indi­viduelles Reporting und steuerliche Expertise. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, an vielen Stellen gab dann der persönliche Eindruck aus der Präsentation den Ausschlag.
 
Falls der von Ihnen mandatierte Asset Manager seine Arbeit gut machen sollte – inwieweit darf er zukünftig mit Aufstockungen beziehungsweise Folgemandaten rechnen? 
Das vergebene passive REIT-Mandat ist einer von mehreren Bausteinen der strategischen Asset Allocation. Bei vielen unserer Konzernunternehmen ist ein weiterer Risikoportfolioaufbau in den nächsten Jahren geplant, insofern werden in den nächsten Jahren weitere Zuflüsse erfolgen.
 
Inwieweit haben Sie durch die konzentrierte Auseinandersetzung mit den zahlreichen ­Bewerbern für Ihre eigene Arbeit „neuen Input“ bekommen? 
Für ein effektives Portfoliomanagement bedarf es einer hohen Pro­fessionalität des Managers sowie eines ­reibungslosen Zusammenspiels zwischen KVG, Verwahrstelle und Manager. Gerade dieser Aspekt, das Zusammenspiel zwischen Manager und Verwahrstelle, ist von entscheidender Bedeutung für ein reibungsloses Portfoliomanagement. Dieser Inter­aktionsprozess hat viele Facetten, und durch die Beschäftigung mit verschiedenen Managern sind uns etliche neue Aspekte bewusst geworden, an die wir so nicht gedacht hätten. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen werden uns bei zukünftigen Auswahlprozessen sehr nützlich sein.
 
Wie handhaben Sie in Pandemiezeiten die Suche nach Asset Managern? Was hat sich gegenüber der Vergangenheit verändert? 
Der Kontakt mit verschie­denen Managern hat sich auf die digitale Ebene verlagert, der persönliche Kontakt ist sehr stark zurückgegangen. Allerdings hat dies auch positive Effekte, man denke beispielsweise an die vielen Dienstreisen, die nicht mehr nötig waren und somit Geld und Zeitaufwand gespart haben. Auch die Umwelt hat sicherlich durch einen geringeren CO2-Ausstoß profitiert. Digitale Meetings haben sich etabliert, sie sind eine Selbstverständlichkeit geworden.
 
Inwieweit können Sie persönliche Kontakte vor Ort mit Asset Managern oder deren Vertrieb wahrnehmen beziehungsweise ­einen Beauty Contest mit physischer Präsenz organisieren? 
Unser Unternehmen hat ­Umgangsregelungen erlassen, die einerseits zur Vorsicht mahnen, andererseits jedoch auch Spielraum lassen, um persönliche Kontakte nicht ganz abzuschaffen. Es liegt viel in der Eigenverantwortung der jeweiligen Mitarbeiter und Führungskräfte, mit den Besonderheiten des pandemischen Umfelds umzugehen.
 
Hilft gerade in Pandemiezeiten das Mandate-Tool als Online-Ausschreibungsplattform bei der Suche und beim Finden von Asset Managern? 
Wir halten das Online-Tool, egal ob Normalzustand oder Pandemie, für ein sehr hilfreiches Werkzeug, da es die Ausschreibung sehr unterstützt und zu einem effizienteren Arbeitsprozess im Rahmen der Ausschreibung anleitet.
 
Wenn eines Tages nach Pandemieende „Normalität“ einkehren sollte: Freuen Sie sich auf mehr persönliche Kontakte mit Branchenkollegen? Dürfen wir Sie in diesem Fall auf einem der nächsten Institutional Money Kongresse vor Ort begrüßen?
Die letzten zwei Corona-Jahre waren mit Sicherheit außergewöhnlich. Es war richtig und wichtig, persönliche Kontakte zu bestimmten Zeiten weitestgehend zu reduzieren. Wenn man der Corona-Zeit überhaupt etwas Positives abgewinnen kann, dann ist es der intensive Digitalisierungsschub, den wir – denke ich – alle gemacht haben. Ferner hat durch die erweiterten Homeoffice-Regelungen eine neue Work Life Balance Einzug gehalten, die meines Erachtens nicht rückgängig gemacht werden kann und von der auch zukünftige Generationen profitieren werden. Trotz aller inzwischen existierenden technischen Möglichkeiten habe ich doch vielfach den persönlichen Kontakt zu Kollegen und Geschäftspartnern vermisst. Und bereits vor rund 100 Jahren – an Videomeetings war noch lange nicht zu denken – hat der berühmte Charlie Chaplin ja schon festgestellt: „Handlung wird allgemein besser verstanden als Worte. Das Zucken einer Augenbraue, und sei es noch so unscheinbar, kann mehr ausdrücken als hundert Worte.“ Seine Worte haben sich meiner Einschätzung nach in der Corona-Pandemie bestätigt.
 
Wir danken für das Interview.
 
Anton Altendorfer 
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