Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Artikel Filter

Erweiterte Suche

Nachrichten & Köpfe

2/2020 | Nachrichten & Köpfe
twitterlinkedInXING

State Street Global Advisors, IFSWF: Staatsfonds zur Kasse gebeten

Eine Untersuchung des International Forum of Sovereign Wealth Funds (IFSWF), ein globales Netz von Staatsfonds aus fast 40 Ländern, und State Street hat ergeben, dass „Staatsfonds keine groß angelegten Liquiditätsmaßnahmen ergriffen haben, um den Regierungen Liquidität zu verschaffen, wie weithin spekuliert wurde“, erklärt Duncan Bonfield, Chief Executive des IFSWF. Tatsächlich gaben nur zwei der zehn für die Untersuchung befragten IFSWF-Mitglieder an, dass sie seit Anfang März eine Inanspruchnahme ihrer Vermögenswerte erlebt hätten. Hierzu darf man aufgrund der Kombination aus Pandemie und Kollaps des Ölpreises nun auch den rund eine Billionen US-Dollar schweren Riesen-Staatsfonds Norwegens zählen. Zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen sollen 37 Milliarden US-Dollar abgezogen werden, was weit über die jährlichen Einnahmen an Kupons und Dividenden hinausgeht. Vermutlich wird der Fonds vor allem Anleihen verkaufen, um das nötige Cash aufzubringen. Tilgungen helfen hier, jedoch wird es ohne Verkäufe nicht gehen. Bonds stehen deswegen in der ersten Reihe bei möglichen Verkäufen, weil das Aktienportfolios des Staatsfonds unter die Zielallokationsmarke von 70 Prozent gefallen ist, mutmaßen Experten.

Norwegen hat sich selbst dieFessel auferlegt, nicht mehr als drei Prozent – das entspricht der langfristig anvisierten realen Fondsrendite – des Staatsfondsvermögens für das Schließen von Budgetlöchern pro Jahr abzurufen. Dieses Jahr würden es aber 4,2 Prozent des Fondsvermögens sein und damit erstmals seit der Finanzkrise 2008 mehr als der Drei-Prozent-Cap. Der Bruch dieses Limits ist in Krisenzeiten gestattet, sagt Norwegens Finanzminister. Er sieht sich in einer glücklichen Lage, denn während andere Staaten Geld aufnehmen müssten, könne Norwegen seinen Staatsfonds anzapfen.

INFO: www.ssga.com

twitterlinkedInXING
 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren