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2/2018 | Theorie & Praxis
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»Wir haben zwei Teilportfolios«

Dr. Markus Algner ist im Vorstand der DATEV-Stiftung Zukunft für das operative ­Geschäft zuständig und spricht mit Institutional Money über seine relativ junge Stiftung und wie dort die Kapitalanlage gestaltet wird. Im übrigen beruflichen Leben verantwortet er als leitender Angestellter bei DATEV eG das Controlling.

Weil bei der Gründung der DATEV-Stiftung Zukunft die Zinsen bereits auf niedrigem Niveau waren, war auch klar, dass die Erzielung der für den Stiftungszweck benötigen Renditen schwierig werden könnte. Daher wurde bei der Gründung das Instrument der Verbrauchsstiftung gewählt.


Herr Dr. Algner, wann wurde die DATEV-Stiftung Zukunft gegründet, und mit welchem Kapital wurde sie ausgestattet?
Dr. Markus Algner: Wir haben es hier mit einer Jubiläumsstiftung zu tun. Ende 2014 haben wir die Stiftung mit einem Kapital von 3,6 Millionen Euro gegründet. Das war im ­Vorgriff auf das 50-jährige Bestehen der DATEV eG, die als Stifterin damit einen Nachhaltigkeitsbeitrag leistete. Um die ­momentane Renditesituation am Kapitalmarkt auszugleichen, haben wir ein interessantes Konstrukt gewählt, denn mit 3,6 Millionen Euro „klassischem“ Stiftungs­kapital wären die Handlungsmöglichkeiten begrenzt. Stiftungsvermögen wird vom Prinzip her immer treuhänderisch zur Verwirklichung des von der Stifterin initiierten Stiftungszwecks verwaltet, und die Anlage ist daher eher ­risikoavers. Man muss auch schauen, dass ein Teil immer liquiditätsnah investiert ist, um handlungsfähig zu bleiben. Im Rahmen der Gründungsüberlegungen sind wir dann auf das Konstrukt der Verbrauchsstiftung gestoßen. Das ist etwas, das sich aufgrund der niedrigen Zinsen in den letzten Jahren zunehmend etabliert hat. Hier definieren Sie einen Kapitalstock des dauerhaften Stiftungskapitals – das ist bei uns eine Million Euro. Dieses Kapital ist wie traditionelles Stiftungskapital als dauerhaft zu erhaltendes Kapital definiert und stellt damit auch ein klares Signal dar, dass die Stiftung eine ­dauerhafte Institution sein soll. Den übrigen Teil – 2,6 Millionen Euro – haben wir als Verbrauchskapital definiert. Dieses Kapital entnehmen wir auf mindestens zehn Jahre verteilt. Damit haben wir über die nächsten zehn Jahre Planungssicherheit, dass wir ­jedes Jahr etwa eine Viertelmillion Euro ­unabhängig von der Renditesituation und den Erträgnissen aus der Vermögensver­waltung zur Verfügung haben, um unsere Förderprojekte durchführen zu können.


Haben Sie dann zwei unterschiedliche Töpfe, die Sie verwalten?
Algner: Ja. Das wird auch buchhalterisch sauber voneinander getrennt. Auch im Rahmen der Anlagerichtlinien, die wir verabschiedet haben, differenzieren wir zwischen dem dauerhaft zu haltenden Kapitalstock und dem Verbrauchskapital. Bei der Gründung der Stiftung haben wir uns gemeinsam mit unserem Treuhänder – wir sind ja eine Treuhandstiftung – und unserer Hausbank zusammengesetzt und die Anlagerichtlinien erstellt. Dort haben wir auch die unterschiedlichen Anlagehorizonte abgebildet. Im dauerhaft zu haltenden Kapital haben wir natürlich längere Anlagehorizonte, und dort sind wir auch in Anlageformen unterwegs, die auf längerfristiges Halten ausgerichtet sind.
 

Welchen Stiftungszweck verfolgen Sie mit der Stiftung, und welche Besonderheiten ergeben sich daraus bei der Kapitalanlage?
Algner: Unser Stiftungszweck dreht sich um IT und Datenschutz, Steuer-, Finanz- und Rechtswesen, sowie um das Genossenschaftswesen. Wir fördern Projekte, die dazu beitragen, den Menschen im Zeitalter der Digitalisierung in den Mittelpunkt zu stellen, und hier auch Antworten geben. Wir fördern auch die Vernetzung einzelner ­Player, die diese Ziele unterstützen. Insgesamt wollen wir uns mit den Aktivitäten der Stiftung an Feldern orientieren, die nahe am Förderzweck der Stifterin als Genossenschaft als IT-Dienstleister für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer liegen. Das sind also Themen wie Datenschutz, IT-Sicherheit.

Können Sie ein Projekt beschreiben?
Algner: Momentan sind wir stark an Schulen unterwegs. Ein Projekt heißt „Digitale Helden“. Hier geht es darum, dass in den Schulen ein sensibler und sicherer Umgang mit den neuen Medien erfolgt. In unserem Mentorenprogramm sollen Schüler für die Risiken sensibilisiert werden, was es bedeutet, in sozialen Netzwerken unterwegs zu sein, beispielsweise auch in Bezug auf Cybermobbing. Dabei übernehmen ältere Schüler Verantwortung für jüngere und nehmen sie an die Hand. Wir haben außerdem die Situation geschaffen, dass Lehrer dazu speziell ausgebildet werden – die müssen ja erst mal wissen, was es im Bereich Social Media überhaupt gibt. Bei einem unserer anderen Projekte, „Datenschutz geht zur Schule“, geht es um Datenschutz. In vielen Unternehmen gibt es Datenschutzbeauftragte, die ihr Wissen zu diesem sehr wichtigen Gebiet weitergeben wollen. Hier ist ein Lernformat entstanden, bei dem unsere Praktiker in die Schulen gehen und anhand von Unterrichtsmaterialien einen halben Tag in einer weiterführenden Schule gestalten, um datenschutzrelevante Aspekte aus der Praxis in einer etwas anderen Sprache rüberzubringen. Das kommt deutschlandweit zum Tragen.
 

Wie gestalten Sie dann die Anlageseite?
Algner: Beim Verbrauchskapital haben wir gestaffelte Anlagen. Wir gestalten das Portfolio so, dass wir Anleihen mit verschiedenen Endfälligkeiten erwerben. Hierdurch ist sichergestellt, dass jedes Jahr 260.000 Euro zur Entnahme zur Verfügung stehen. Im Verbrauchskapital gehen wir in gute Bonitäten bis BBB, aber im Regelfall höher. Wir investieren hier etwa in Landesbankanleihen, Pfandbriefe oder Aktienanleihen. Im Moment ist es so, dass Sie hier abhängig von der Laufzeit keine wesentlichen Renditeunterschiede haben. Die Tatsache, dass ich mir 0,5 statt 0,3 Prozent sichere und das Kapital dafür drei Jahre länger gebunden ist, ist für mich kein Argument, das Kapital drei Jahre länger zu binden. Da lasse ich mir lieber die Chance offen, in zwei oder drei Jahren auf das dann möglicherweise höhere Zinsniveau aufspringen zu können. Die maximale Laufzeit, die wir im Verbrauchskapital haben, beträgt sieben Jahre. Hier gehen wir dann im Bedarfsfall eher in Richtung Wiederanlage. Im langfristigen Anlagebereich machen wir sowohl Einzelanlagen als auch Fondslösungen, darunter auch im begrenzten Umfang offene Immobilienfonds.
 

Setzen Sie im Ewigkeits-Topf auch Real Assets oder andere alternative Anlagen ein?
Algner: Überwiegend nutzen wir Wertpa­pierfonds mit deutschen oder europäischen Titeln, wir setzen also auf Aktien, Fest­verzinsliche und Aktienanleihen. Die progressivste Anlage, die wir zurzeit im Portfolio haben, ist ein offener Immobilienfonds. Zur Struktur: Unsere Aktienquote – direkt und über Fonds – liegt derzeit bei knapp 30 Prozent, im Immobilienbereich haben wir 20 Prozent, und die restlichen 50 Prozent sind mit breiter Streuung relativ konservativ angelegt. Solche Quotenregelungen finden Sie bei uns auch im Verbrauchskapital, wo wir stärker in das Anleihensegment gehen. Dort brauchen wir schließlich Planungssicherheit für die nächsten zwei, drei, vier Jahre. Die stellen wir durch die entsprechenden Endfälligkeiten sicher. Im Verbrauchsbereich haben wir in sehr geringem Ausmaß auch Aktien und Aktienanleihen, aber Immobilienfonds sind hier ausgeschlossen. Aber der ganz überwiegende Anteil ist sehr liquiditätsnah ­investiert und stark auf Nominalwerte ausgerichtet.
 

Legen Sie einen Teil der Gelder selbst an, während Sie einen anderen Teil an Asset Manager vergeben? Oder ist alles fremdvergeben?
Algner: Wir sind ja eine Treuhandstiftung, also eine rechtlich nicht selbstständige Stiftung. Das heißt, wir haben einen professionellen Dienstleister an der Seite, einen Stiftungstreuhänder, der die Verwaltung des Stiftungsvermögens wahrnimmt – einschließlich der steuerlichen und rechtlichen Belange. Das ist in unserem Fall die Deutsche Stiftungstreuhand – die befindet sich unter den Top Five der Treuhänder in Deutschland. Gleichzeitig haben wir eine Hausbank, bei der es auch Stiftungsspezialisten gibt, die dann mit dem Treuhänder ­zusammenarbeiten.
 

Wie sieht dann die Zusammenarbeit und die Entscheidungsfindung bei Ihrer Stiftung konkret aus?
Algner: Das ist sozusagen ein Dreigestirn – Vorstandschaft der Stiftung, Treuhänder und Hausbank. Konkret läuft das so ab: Wenn Anlagen fällig sind und eine Wiederanlage ansteht, beraten sich zunächst der Treu­händer und die Hausbank. Sie erarbeiten ­gemeinsam einen Anlagevorschlag, den sie uns als Stiftungsvorstand vorlegen. Wir dis­kutieren dann, ob das für uns die passende Anlage ist. Entweder folgen wir der Emp­feh­lung oder wir bitten um entsprechende Justierung. Das ist ein guter, intensiver Austausch.
 

Wer ist auf DATEV-Seite im Stiftungsvorstand?
Algner: Wir sind ein dreiköpfiger Vorstand. Herr Schwarzer ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung und ist gleichzeitig auch im Vorstand der DATEV eG. Herr von Pappenheim ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung und ebenfalls bei der DATEV im Vorstand. Und ich bin der Dritte im Bunde. Das zeitliche Budget ist bei mir flexibler, daher hat es sich herausgebildet, dass ich überwiegend operativ für die Stiftung tätig bin.
 

Wie viel Zeitaufwand ist das, wenn Sie die Unterstützung durch den Stiftungstreuhänder haben?
Algner: Es handelt sich dabei um ein ehrenamtliches Engagement, daher ist das schwer zu beziffern. Wenn man das zeitlich zusammenfasst, komme ich im Schnitt vermutlich auf zirka einen Arbeitstag pro Woche. Im Sinne einer aktiven Stiftungsarbeit stößt man da aber schon an seine Grenzen. Ich möchte unsere geförderten Projekte eng begleiten. Das Initiieren und Durchführen eigener Projekte wäre dann noch aufwendiger.
 

Wenn Sie mit einem Stiftungstreuhänder ­zusammenarbeiten, haben Sie dann überhaupt mit der eigentlichen Managerselektion zu tun?
Algner: Nicht sehr viel. Wir sind bisher der Empfehlung unseres Treuhänders gefolgt. Der arbeitet mit unserer Hausbank zusammen und mit ihren entsprechenden Experten. Sie kennen dort genau die Anlagephilosophie, das läuft reibungslos und sehr ­professionell ab, und wir fühlen uns gut betreut. Da wir in unserem Stiftungs-Amt ja ehrenamtlich tätig sind, ist es gut, wenn man mit einem Partner zusammenarbeitet, dessen Hauptgeschäft das ist.
 

Man hört ja oft, dass die Kosten bei kleineren Stiftungen die Erträge fressen. Wie sieht es bei Ihrer Stiftung mit den Kosten aus?
Algner: Unser Ziel ist, dass wir aus den ­Erträgnissen der Vermögensverwaltung die Verwaltungskosten der Stiftung abdecken können. Die Personalkosten von uns als Vorstand entfallen aufgrund der Ehrenamtlichkeit, dafür muss aus der Kapitalanlage nichts herausgeholt werden. Ansonsten bestehen die Verwaltungskosten der Stiftung hauptsächlich darin, dass der Treuhänder für die Dienste, die er erbringt, natürlich eine Vergütung erhält. Außerdem entstehen im Rahmen unseres Außenauftritts und für das Marketing Kosten. Da wird vielleicht mal die Homepage oder ein Flyer gestaltet, damit wir auch nach außen glaubhaft auftreten können – gerade wenn wir als Stiftung mit dem Schwerpunkt Digitalisierung auftreten, ist das wichtig. Diese Kosten wollen wir mit den Erträgnissen aus der Vermögensverwaltung komplett abdecken. Wenn da­rüber hinaus noch etwas übrig bleibt, um zusätzlich zum Verbrauchsvermögen Projekte fördern zu können, nehmen wir das natürlich gern mit, aber das ist im derzeitigen Zinsumfeld schwierig.
 

Können Sie die Kostenquote benennen?
Algner: Das möchte ich jetzt nicht gern öffentlich machen. Die Faustregel aus früherer Zeit ist: Etwa ein Drittel der Erträge aus der Vermögensverwaltung kann für Verwaltungskosten anfallen. Damit kommen Sie aber in der aktuellen Niedrigzinsphase nicht mehr hin. Ein Stiftungstreuhänder oder eine Marketingagentur reduzieren ja nicht ihre Stundensätze, weil es auf der Einnahmenseite von Stiftungen etwas schwierig wird. Aus unserem eigenen Anspruch heraus wollen wir aber gut wirtschaften, denn wir haben stets vor Augen, dass wir bei der Stiftung treuhänderisch im Sinne des Willens der Stifterin tätig sind. Da schauen wir schon sehr genau, was wir uns an Verwaltungskosten geneh­migen oder nicht. Im Zweifel entscheiden wir uns für den sparsameren Weg, was die Verwaltungskosten angeht.


Wer führt bei Ihrer Stiftung die Kommunikation mit der Stiftungsaufsicht?
Algner: Das übernimmt bei uns in erster ­Linie der Stiftungstreuhänder. Eine rechtlich nicht selbstständige Stiftung unter treuhänderischer Verwaltung unterliegt auch nicht der staatlichen Stiftungsaufsicht, sondern nur der Aufsicht der Finanzbehörde. Die legt ein Augenmerk darauf, ob der Stiftungszweck verwirklicht wird und die ­Gemeinnützigkeit gegeben ist. In unserem Beispiel ist dies das Finanzamt Fürth, weil unser Stiftungstreuhänder in Fürth sitzt. Der ist maßgeblich für alle von ihm verwalteten Stiftungen. Das ist insofern vorteilhaft, als dass dann ein dort ansässiges Finanzamt im Stiftungsbereich langfristig gutes Know-how aufbaut.
 

Wie interpretiert die für Sie zuständige Aufsicht den Begriff „Kapitalerhalt“? Wird dort von nominalem oder von realem ­Kapitalerhalt ausgegangen?
Algner: Man zielt natürlich auf den realen Kapitalerhalt ab. Für den dauerhaft angelegten Teil des Stiftungskapitals ist es unser Anspruch, diese Million nicht nur nominal zu erhalten, sondern auch deren realen Wert so fortzuschreiben. Das ist natürlich drei oder vier Jahre nach Gründung noch kein so großes Thema, aber wir haben das auch in den Anlagerichtlinien so fixiert.
 

Stellen Sie sich auf für einen eventuellen Zinsanstieg in Europa?
Algner: Vor zehn Jahren hatten Sie vermutlich nicht erwartet, dass die Entwicklung so eintreten würde, wie sie entstanden ist. Man ist in diesen Zeiten gut beraten, immer mit dem zu rechnen, womit man möglicherweise nicht rechnet. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir steigende Zinsen erleben werden. Bei unseren Anlageentscheidungen gehen wir eher auf kurz- und mittelfristige Anlagen, die uns die Chance erhalten, in drei, vier, fünf Jahren durch eine attraktive Wie­deranlage an einem etwas höheren Zinsniveau zu partizipieren. Die Renditeunterschiede sind bei länger laufenden Papieren derzeit einfach zu marginal, als dass sich die längeren Laufzeiten lohnen würden.
 

Steuern Sie die Duration in Ihren Portfolios über Derivate?
Nein, wir gehen direkt in die Wertpapiere. Derivativgeschäfte sind bei uns in der ­Anlagerichtlinie ausgeschlossen. Eine Ausnahme stellen Fonds dar, die teilweise auch Derivate einsetzen. Aber wir selbst gehen nicht direkt in Derivate – das ist übrigens nicht unüblich in der Stiftungslandschaft.
 

Wie halten Sie es mit der Nachhaltigkeit ­Ihrer Kapitalanlagen? Betreiben Sie z. B. auch „Impact Investing“?
Uns ist schon wichtig, z. B. keine Wetten auf Nahrungsmittel abzuschließen oder in Produzenten von Streubomben zu investieren – das haben wir auch so in unserer ­Anlagerichtlinie postuliert. Was aber unsere Fonds in diesem Bereich machen, ist schwer zu sagen – insbesondere bei den ­indexbasierten Fonds. Impact-Investment-Anlagen haben wir im Moment keine.
 

Sie gehen also in ETFs?
Ja, auf jeden Fall! Aber das kann in Sachen Nachhaltigkeit auch schwierig werden. Aufgrund der Indexzusammensetzung hat man dann nicht nur nachhaltige Titel im Port­folio. Dann investieren wir noch in spezielle Stiftungsfonds. Die sind auf Ausschüttungen fokussiert und legen unter Risikoaspekten meistens eher konservativ an. Von diesen Stiftungsfonds haben wir einige in unse­rem Portfolio.
 

Wir danken für das Gespräch.   

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Treuhandstiftung oder Rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts?
Bei der DATEV-Stiftung Zukunft handelt es sich um eine Treuhandstiftung. Im Gegensatz zur Rechtsfähigen ­Stiftung bürgerlichen Rechts handelt es sich dabei um ­eine rechtlich nicht selbstständige Stiftung, die auch als „Unterstiftung“ bezeichnet wird und durch einen
Vertrag zwischen dem Stifter und dem Treuhänder ­errichtet wird. Im Außenverhältnis handelt der Treu­händer für die Stiftung. Die Treuhandstiftung ist nicht ausdrücklich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Für sie gilt das allgemeine Zivilrecht, also vor allem
das Recht der Schenkung (für die Vermögensübertragung) und des Auftrags (für das Treuhandverhältnis). Ausschlaggebend sind die besonderen Vereinbarungen im Vertrag ­zwischen dem Stifter und dem Treuhänder.


Eine Rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts ist eine vom Stifter geschaffene Organisation mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie hat die Aufgabe, mithilfe des ihr gewidmeten Vermögens einen festgelegten Zweck dauerhaft zu verfolgen. Die rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts ist ausdrücklich im Bürgerlichen Gesetzbuch (§§ 80–88 BGB) sowie durch das Stiftungsgesetz des ­jeweiligen Bundeslandes, in dem die Stiftung ihren Sitz hat, geregelt. Sie hat gegenüber der Aufsichtsbehörde weitreichende Berichtspflichten – insbesondere in Bezug auf die Rechnungslegung. Nach außen wird die Stiftung von ihrem Vorstand vertreten.

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Dr. Markus Algner ist ein Eigengewächs der DATEV eG. Neben seiner Tätigkeit als Controller für die DATEV eG ist er für das operative Geschäft der Stiftung tätig.

• Jahrgang 1977
• 1997–2001 Studium Betriebswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Dkfm.)
• 2006 Promotion (Dr. rer. pol) – Dissertation zum Thema „Die ­Beteiligungsfinanzierung einge­tragener Genossenschaften – ­Gestaltungsmöglichkeiten und Wege zu deren Stärkung“
• Seit 2006 bei DATEV eG in ­verschiedenen Funktionen im ­Finanzbereich und Service & ­Vertrieb – seit 2016 Leiter ­Controlling
• Seit 2014 Mitglied im Vorstand der DATEV-Stiftung Zukunft

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