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3/2021 | Produkte & Strategien
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Ultimatives Schreckgespenst

Inflation! Wenn dieses Wort im deutschsprachigen Raum fällt, wird es schnell irrational. Unbestritten ist, dass die Teuerungsraten angezogen haben. Aber ist das wirklich ein Grund zur Sorge?

Wenige ökonomische Traumata haben sich in Deutschland und Österreich so nachhaltig in den Köpfen von Politikern, Ökonomen und Staatsbürgern festgesetzt wie die Hyperinflation der 1930er-Jahre. Fällt das Wort Inflation, so scheinen in den Hinterköpfen unmittelbar die Bilder von Menschen aufzutauchen, die randvoll mit Banknoten gefüllte Schubkarren durch die Straßen schieben.

Im Nachhall der Pandemie haben die Teuerungsraten wegen massiver Hilfsprogramme deutlich angezogen, gegenwärtig verfehlen die Noten­banken ihre Inflationsziele deutlich – allerdings nicht, indem sie diese wie bis vor Kurzem unterschreiten, sondern deutlich übertreffen. Wie die Zentralbanken mit diesem neuen Szenario umgehen, ist für die Märkte ein ganz entscheidendes Thema. Somit stellt sich die Frage, mit welcher Art von Inflation wir es tatsächlich zu tun haben und welche Auswirkungen das auf die Kapitalmärkte haben könnte. Handelt es sich um einen neuen Trend, eine Art kalte Enteignung, in deren Rahmen ein auf Nullzins getrimmter Kapitalmarkt vor völlig neuen Herausforderungen steht? Oder ist es ein Einmaleffekt, der nach kurzer Zeit wieder verpufft? Genau davon wird die Reaktion der nervös wirkenden Notenbanken abhängen. Wir haben versucht, uns diesem Thema visuell anzunähern, indem wir die gegenwärtigen Inflationsraten und die entsprechenden Prognosen ­verglichen haben – und dazu mögliche taktische Antworten auf Portfoliobasis gefunden.

Hans Weitmayr


Anhang:

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