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4/2021 | Steuer & Recht
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Steigender Kapitalbedarf

Die EU-Kommission hat ihre Entwürfe für die Eigenmittelverordnung CRR III und die Eigenmittelrichtlinie CRD VI am 27. Oktober 2021 vorgestellt. Im Schnitt könnte der Eigenkapitalbedarf der Banken wohl um fünf bis zehn Prozent steigen.

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Durch die CRR III wird eine zusätzliche Risikoklasse für Private Equity eingeführt. Hier wird weiter unterschieden zwischen „langfristigen“ und „spekulativen“ Private-Equity-Investments. Bei ihnen wird ein Risikogewicht von 250 beziehungsweise 400 Prozent angenommen.

© Deloitte, XtravaganT | stock.adobe.com

Rettungsaktionen mit Steuergeldern kommen nicht als Geschenk daher. Insofern war absehbar, dass Banken nach den staatlichen Rettungsaktionen im Zuge der Finanzkrise strenger reguliert würden. Ziel der aktuellen Bankenregulierung ist, dass Banken künftig solider aufgestellt sind und auskömmliche Kapitalpuffer aufbauen, um eine Krisensituation auch aus eigener Kraft zu überstehen.

Aktuell gelten in Europa die Eigenmittelverordnung CRR II und die Eigenmittelrichtlinie CRD V. Beide wurden am 16. April 2019 vom EU-Parlament als Kompromiss aus den Trilogverhandlungen verabschiedet, und die Regeln der CRR II sind am 28. Juni 2021 vollumfänglich in Kraft getreten. Doch darauf können sich die Banken nicht ausruhen, der nächste Regulierungsschritt wurde erst kürzlich aufs Gleis geschoben: Am 27. Oktober 2021 hat die EU-Kommission ihren konkreten Regulierungsentwurf zur Capital Requirements Regula­tion CRR III und zur Capital Requirements Directive CRD VI vorgestellt. Im Wesentlichen geht es darum, die Kapitalanforderungen der Banken mit den tatsächlich eingegangenen Risiken in Einklang zu bringen. Dazu wird die Risikosensitivität erhöht. Hinzu kommen Themen wie ESG-Aspekte oder die Beaufsichtigung von Zweigstellen der Institute aus Nicht-EU-Staaten, die nicht nur aufsichtsrechtlich motiviert sind.


Thinktank in Basel
Gesteuert wird die Bankenregulierung durch den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS), der sich aus Vertretern der nationalen Aufsichtsbehörden zusammensetzt, aber keine Gesetzgebungskompetenz hat. Daher agiert der BCBS eher als internationaler Thinktank. In der Folge liegt es dann an der EU-Kommission und den ­Gesetzgebern beziehungsweise Aufsehern in den jeweiligen Jurisdiktionen, die Basler Regeln in konkrete Gesetze und Verordnungen zu gießen. Die Regeln beziehen sich auf 28 Länder weltweit. „Aber keiner will bei der Umsetzung der Erste sein, denn ­jeder Gesetzgeber hat Angst, dass die heimischen Banken benachteiligt werden, wenn man strengere Regeln als der Rest der Welt einführt“, erklärt Michael Cluse, der als ­Director bei Deloitte seit mehr als 20 Jahren Banken und Finanzdienstleister berät und prüft. Insofern befinde man sich in der EU durchaus in einem guten Zeitrahmen, zumindest sei man schneller als der Rest der Welt, auch wenn die CRR III vermutlich erst ab 2025 anzuwenden ist. Aber der Reihe nach: Schon am 7. Dezember 2017 hat der Basler Ausschuss das ­Paket „Basel III: Finalising post-crisis reforms“ präsentiert. Dieses Regelwerk wird offiziell als Abschluss von „Basel III“ bezeichnet, aber in der Praxis wird oft von „Basel IV“ gesprochen, weil die Änderungen sehr weitreichend sind. CRR III und CRD VI dienen dann der Umsetzung von Basel III beziehungsweise IV in EU-Recht. Nun wurde am 27. Oktober 2021 ein Entwurf zur CRR III und zur CRD VI zur Konsultation vorgestellt. „In einem guten Jahr könnte dann der Trilog-Prozess starten, und es dürfte Ende 2023, Anfang 2024 werden, bis das neue Bankenregulierungspaket final verabschiedet wird. Vor 2025 wird die CRR-Novelle keine Anwendung finden, es könnte aber auch später werden“, gibt Cluse eine Einschätzung ab.


Kapitalbedarf steigt
Mit Basel IV wollte der BCBS nicht prinzipiell die Eigenkapitalanforderungen der Banken erhöhen, sondern den Kapitalbedarf der Banken risikosensitiver gestalten. „Nun stellt sich aber heraus, dass der Eigenkapitalbedarf durch die CRR III insgesamt steigt, durchschnittlich um fünf bis zehn Prozent auf EU-Ebene. Einige Häuser müssen aber auch 20 Prozent mehr aufbringen“, schätzt Cluse. 

Ein Grund dafür ist, dass die ausufernde Nutzung interner Modelle künftig eingedämmt wird, ein Prozess, auf den sich die Banken allerdings schon länger einstellen konnten. In der Vergangenheit wurde ihnen nämlich ein Standardmodell an die Hand gegeben, mit dem sie ihr individuelles Eigenmittelerfordernis berechnen konnten. Alternativ stellte man ihnen frei, auch interne Modelle zu entwickeln. Diese haben die ­Risiken aber bisweilen so optimiert dargestellt, dass es zu großen Differenzen in der Risikobewertung zwischen den Standardansätzen und den internen Modellen kam. Das will der Regulator nun abstellen. Zukünftig müssen Banken, die ein internes Modell verwenden, zusätzlich ihren Kapitalbedarf auch nach dem Standardansatz berechnen. Die Differenz zwischen beiden Methoden darf ab 2025 maximal 50 Prozent betragen. Der Output Floor steigt dann jährlich in Fünfprozentschritten, sodass interne Modelle spätestens im Januar 2030 auf einen Wert von mindestens 72,5 Prozent des Werts kommen müssen, der sich nach den Standardansätzen ergeben würde. „Damit sind die Eigenkapitalersparnisse durch interne Modelle künftig begrenzt, was ihre Attraktivität für die Banken reduziert. Institute, die mit internen Modellen ein geringes Risiko ermitteln, müssen künftig mehr Kapital vorhalten“, so Cluse. Aber letztlich bleibt trotz der Annäherung der beiden Werte am Ende noch eine Eigenmittelersparnis in Höhe von 27,5 Prozent.


Geschäftsstrategie anpassen
Cluse erklärt, was das in der Praxis bedeutet: „Vermutlich werden Kreditnehmer, die bisher ein sehr gutes internes Rating hatten, künftig nicht mehr die guten Kreditkonditionen bekommen wie früher. Die Banken können nämlich keinen Nutzen mehr aus der geringeren Ausfallwahrscheinlichkeit ziehen.“ Dann müssen Kreditnehmer darüber nachdenken, ob sie sich nicht doch von einer Agentur raten lassen wollen. Das Argument, dass die Agenturen aber auch falschliegen können, pariert Cluse: „Bei Verbriefungen mögen die Agenturen in der Vergangenheit öfter falschgelegen haben, aber bei der Beurteilung der Ausfallwahrscheinlichkeit klassischer Bonds und Unternehmen haben die Agenturen ganz gut performt. Da sollte man sie ruhig weiterhin nutzen.“ Wenn sich außerdem herausstellen sollte, dass eine Agentur schlechte Einschätzungen liefert, könne man auch die Zuordnung ihrer Ratings zu den einzelnen Risikoklassen ­ändern. „Schließlich sorgt nicht das AA-­Rating etwa von Standard & Poor’s für ein bestimmtes Risikogewicht, sondern das ­Rating der Agentur wird über eine Tabelle der Bankenaufsicht einer bestimmten Risikoklasse zugeordnet. Diese Zuordnung lässt sich jederzeit ändern“, meint Cluse.

Nicht nur Kredite, sondern auch Kreditzusagen werden künftig mehr kosten. „Bisher sind viele Kreditzusagen anrechnungsfrei, aber künftig muss ein Großteil zu zehn Prozent angerechnet werden, auch wenn sie nicht in Anspruch genommen werden. Das belastet das Eigenkapital der Banken dann mit zehn Prozent der offenen Kreditlinien, multipliziert mit dem Risikogewicht des ­jeweiligen Kunden. Für Banken, die viel Retailgeschäft machen, kann das teuer werden, denn dort werden üblicherweise auch Kreditlinien gegeben“, so Cluse. Hier stellt sich die Frage, ob die Banken sparsamer mit Kreditlinien umgehen werden.


Durchschau und Transparenz
Weitere Details der neuen Regelungen zeichnen sich ab: „Die Ermittlung des regulatorischen Kapitalbedarfs für Anteile an ­Alternativen Investmentfonds wird deutlich komplexer“, meint Lutz Boxberger. Er ist Rechtsanwalt und Steuerberater und verantwortet bei Golding Capital Partners als ­Managing Director die Themen Steuern und Regulatorik. „Auf uns als Asset Manager und Anlageberater von alternativen Fonds kommt mehr denn je die Funktion des ­Brückenbauers zwischen Depot-A-Manager und den illiquiden Privatmarktinvestitionen zu.“ Schon heute gibt es durch die Anwendung der CRR II bei Fondsanteilen das ­Erfordernis der Durchschau (Transparenzansatz), will man das Klassenziel der kapitalschonenden Abbildung eines Fondsanteils im Eigenbestand eines Instituts erreichen. Dieser Umstand macht die Risikogewichtung der Fondsanteile, die sich im Depot A der Banken befinden, deutlich komplexer als vorher. „Das Erfordernis der Durchschau gilt seit 28. Juni 2021. Der Verordnungs­geber zielt auf größtmögliche Transparenz ab“, erklärt Boxberger. Nunmehr ist die ­Risikogewichtung der zugrunde liegenden Risikopositionen eines Fonds so vorzunehmen, als hätte das Institut diese direkt auf dem Buch. „Daher verlangen unsere Kunden von uns vollkommene Transparenz, mithin Durchschau durch die Fondsportfolios, verbunden mit einer Berichterstattung, die eine Granularität der Finanzinformationen enthält, die das Institut in die Lage versetzt, den risikogewichteten Positionsbetrag eines Fonds nach dem Transparenzansatz zu berechnen.“ Für intransparente Fonds, die diese Durchschau nicht liefern können, wird mit 1.250 Prozent das höchste Risikogewicht angenommen. „Das käme einer vollständigen Kapitalunterlegung eines Fondsinvestments gleich und würde diese Anlage für die Institute vollkommen unattraktiv machen“, ist sich Boxberger sicher. Institute brauchen somit einen verlässlichen Fondsmanager, um vor der Investitionsentscheidung das erforderliche regulatorische Kapital fundiert prognostizieren zu können und um während der Fondslaufzeit einen Intrans­parenzaufschlag zu vermeiden.

Diesen Grad an Transparenz zu gewährleisten, ist aufwendig. „Die Durchschau stellt uns als Dachfondsmanager im alternativen Fondssegment vor besondere Herausforderungen, da bei illiquiden Privatmarktinvestitionen – anders als bei liquiden Wertpapieren – nicht mittels Eingabe von Wertpapierkennnummern bei Datenanbietern ein standardisiertes Datenset bezogen werden kann“, erläutert Boxberger. Aber auch wenn die Daten der Zielfonds geliefert werden, wird Manpower und konsequente Investition in die IT-Landschaft benötigt, um ein CRR-konformes Berichtspaket sicherzustellen: „Wir müssen regelmäßig mehrere tausend Datensätze auf monatlicher oder quartalsweiser Basis in unsere Systeme einpflegen und auswerten. Dienstleister, die auf KI setzen, sind auf dem Vormarsch. Momentan erfolgt das im Bereich Alternativer Investmentfonds allerdings vielfach noch manuell“, so Boxberger.


Neue Risikoklasse
Wenn bereits durch die CRR II die Ermittlung des regulatorischen Kapitalbedarfs komplexer geworden ist, so droht durch ­deren Novelle der Kapitalbedarf weiter zu steigen. „Der Entwurf der CRR-III-Verordnung vom 27. 10. 2021 sieht vor, eine neue Forderungsklasse für nichtbörsennotierte ­Eigenkapitalbeteiligungen im Anlagebuch zu etablieren“, so Boxberger. Für sie soll das Risikogewicht statt bisher 100 dann 250 Prozent betragen. Für spekulative nicht börsennotierte Eigenkapitalbeteiligungen (Risikokapitalbeteiligungen) soll das Risikogewicht sogar von 150 auf 400 Prozent steigen. „Die Auswirkungen auf den Kapital­bedarf unter CRR II bleiben verkraftbar und heben die Vorteile von Fondsinvestitionen nicht auf. Der CRR-III-Entwurf könnte ­allerdings aus Return-on-Regulatory-Capital-Gesichtspunkten eine Verteuerung dieser Assets bedeuten“, meint Boxberger.

Zukünftig wird also zu unterscheiden sein zwischen „langfristigen“ und „spekulativen“ PE-Investments, denn daraus ergibt sich ein Preisschild von 250 oder von 400 Prozent Risikogewicht. „Spekulativ ist eine Beteiligung, wenn sie zum Zweck des kurzfristigen Wiederverkaufs erworben wird oder wenn es sich um klassische Venture-Capital-Investments handelt. Bei einer beabsichtigten Haltedauer von drei Jahren oder länger gilt eine Beteiligung als Long-term-Eigenkapitalinvestment und hat ein Risikogewicht von nur 250 Prozent“, sagt Boxberger. „Unsere Dachfonds enthalten zehn bis 15 Zielfonds. Jeder PE-Zielfonds hat auch wieder zehn bis 15 Portfoliounternehmen. Regelmäßig ist dort die beabsichtigte und gewichtete Haltedauer drei Jahre oder länger, sodass langfristige nichtbörsennotierte Eigenkapitalbeteiligungen im Sinne der ­Novelle vorliegen sollten.“ Er lässt durchblicken, dass er mit dieser Regelung immer noch nicht gut leben kann. Zwar war in ­früheren Versionen auch schon angedacht, allen PE-Investments ein Risikogewicht von 400 Prozent zu verpassen, allerdings blendet der Verordnungsgeber den Aspekt der Diversifikation durch mittelbare Investitionen über Fonds aus. „Wir arbeiten bereits auf europäischer Ebene zusammen mit den Branchenverbänden daran, dass der Verordnungsgeber den Aspekt der Diversifikation stärker im Rahmen des CRR-Regelungswerks berücksichtigt. Es ist aus Risikogesichtspunkten nicht nachvollziehbar, warum eine mittelbar über einen Dach- beziehungsweise Direktfonds gehaltene nicht börsennotierte Beteiligung mit einer direkt gehaltenen in puncto Eigenkapitalunterlegung ­eines Instituts gleichgesetzt wird.“

Letztlich fließen aber die CRR-III-Vorschläge bereits heute in Investmententscheidungen von Instituten ein, insbesondere auch vor der Abgabe von Kapitalzusagen für geschlossene Alternative Investmentfonds, doch Boxberger bleibt optimistisch: „Der Return on Regulatory Capital von ­alternativen Investments ist nach wie vor sehr attraktiv. Allerdings hätte ich mir vom Verordnungsgeber bereits Regelungen für ein reduziertes Risikogewicht für ESG-konforme Investments im Sinne eines ESG-­Unterstützungsfaktors gewünscht.“

Aber nicht nur für Non-Listeds wird der Kapitalbedarf steigen. „Auch börsengehandelte Aktien werden teurer. Aktien im Eigenhandel betrifft das weniger, aber Nicht-Handelsbuch-Institute müssen Aktien als Beteiligungspositionen ausweisen, und damit steigt deren Risikogewicht. Viele Depot-A-Manager werden sich also fragen müssen: Sind Aktien dann noch interessant?“, meint Cluse. Insgesamt möchte der Regulator weg vom HGB-Denken, nach dem Assets zum Einstandswert bewertet werden, wodurch sich stille Reserven aufbauen lassen. „Die Assets sollen mehr zum Marktwert ausgewiesen werden, da wird die Reise hingehen“, glaubt Cluse. Das könnte die Attraktivität des Instruments Spezialfonds einschränken, denn dann können die Institute die Aktien auch direkt halten.

Auch für bestimmte Projektfinanzierungen steigt eventuell der Eigenkapitalbedarf. „Insbesondere dann, wenn das Objekt seinen eigenen Cashflow erwirtschaften muss und noch nicht in Betrieb ist. Das ist gerechtfertigt, denn dann ist auch tatsächlich das Risiko höher. Denken Sie an den Flughafen BER! Der kann ja erst mit Inbetriebnahme Geld erwirtschaften“, gibt Cluse ein Beispiel. „Da wird es künftig einen Katalog  an Kriterien geben.“

Und auch für Immobilien werden sich die Risikogewichte ändern. „Künftig wird es hier stärker darauf ankommen, wie das Verhältnis des Kreditvolumens zum Wert der Immobilie ist (Loan to Value)“, erklärt Cluse. Je niedriger der Wert ist, desto geringer das Risikogewicht. „Wenn Banken Immobilien finanziert haben, die im Wert gestiegen sind, kann es sein, dass da attraktivere ­Gewichte rauskommen.“


Nachhaltigkeit
Auch das Thema Nachhaltigkeit stand auf der Tagesordnung der Regulatoren. Allerdings sind saubere oder schmutzige Finanzierungen nicht per se stärker oder weniger ausfallgefährdet. „Basel wollte nachhaltige Finanzierungen daher nicht durch niedrigere Risikogewichte belohnen. Aber über einen längerfristigen Risikohorizont in der internen Risikosteuerung wurde das Thema dann doch berücksichtigt“, sagt Cluse. „Es soll beispielsweise berücksichtigt werden, ob die Produkte, die ein Kreditnehmer herstellt, in zehn Jahren noch in die Zeit passen. Dasselbe gilt für soziale Fragestellungen: Hier ist zu berücksichtigen, ob Aspekte wie Kinderarbeit oder Ungleichbehandlung später vielleicht anders gewertet werden könnten und daher die Unternehmen stärker an den Pranger gestellt werden als heute. Das sollten die Banken im Blick haben“, meint ­Cluse. „Dann steigen die Kapitalanforderungen nicht, weil die Unternehmen braune Produkte herstellen oder bei anderen ESG-Faktoren schlecht dastehen, sondern weil sie ein höheres Risiko haben. In diese Richtung geht die Aufsicht.“

Aktuell gelten allerdings noch die Regeln der CRR II. „Die Banken haben ihre Portfolios so optimiert, dass sie gut zur aktuellen Regelung passen. Mit den neuen Regeln aus der CRR III werden sie ihre Geschäfte entsprechend anpassen müssen. Das wird dazu führen, dass sich einige Banken aus einzelnen Bereichen zurückziehen werden“, so Cluse. Er macht klar, was das bedeutet: „Wenn eine Bank in einem Bereich nicht stark ist, wird es unter der CRR III unter Umständen teuer, weil die Implementierungskosten auf wenig Geschäft umgelegt werden müssen. Das könnte dazu führen, dass bestimmte Projektfinanzierungen von einigen Häusern nicht mehr angeboten werden.“ Insgesamt wird das zu mehr Spezialisierung bei Europas Banken führen. „Künftig wird nicht mehr jedes Haus alles anbieten, sondern die Spezialisierung wird zunehmen“, meint Cluse.

 

Anke Dembowski

 


Anhang:

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