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3/2018 | Produkte & Strategien
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S&P Dow Jones Indices ist mit drei Risk-Parity-Indizes am Start

Replikation einer Multi-Asset-Risk-Parity-Strategie mit verschiedenen Zielvolatilitäten

Um den Marktteilnehmern ein entsprechendes Angebot zu machen, umfassen die S&P-Risk-Parity-Indizes-Indexportfolios Terminkontrakte von drei Assetklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe), wobei zur Risikomessung jeder Assetklasse deren langfristige realisierte Volatilität herangezogen wird. Jeder Index weist eine Zielvolatilität auf und allokiert die Gewichtung zu den einzelnen Assetklassen auf Basis des gemessenen Risikos. Dabei wird Leverage eingesetzt, um die vordefinierte Zielvolatlität der Risikoparitätsindizes zu erreichen. Die neu aufgelegten Indizes sind die folgenden: S&P Risk Parity Index – 10% Target Volatility, S&P Risk Parity Index – 12% Target Volatility sowie der S&P Risk Parity ­Index – 15% Target Volatility. Im Vergleich zum Salient Risk Parity Index bietet man ­also ein breiteres Spektrum an verschiedenen Zielvolatilitäten und schließt nur drei anstelle von vier Assetklassen mit ein.

Günstiger Vergleich zum 60/40-Portfolio

Analysiert man die historische Performance der S&P-Risk-Parity-Indizes mit der Performance eines hypothetischen tradi­tionellen institutionellen US-Portfolios, das zu 60 Prozent aus Aktien und zu 40 Prozent aus Renten besteht, über den Zeitraum von Januar 2003 bis Mai 2018, bieten die S&P-Risk-Parity-Indizes eine verringerte Down­side während fast jedem Marktschock seit 2003. Es gab einen nennenswerten Performanceunterschied während der Finanz- und ­Wirtschaftskrise, der Griechenlandkrise 2010 und dem Downgrade der US-Schulden 2011.

Risikoadjustierte Outperformance

Historisch betrachtet liefern die S&P-Risk-Parity-Indizes eine geglättete Performance mit geringeren Drawdowns im Langfrist­vergleich. Unabhängig von der Zielvolatilität konnten sie das 60/40-Portfolio in den meis­ten Schwäche- und Kontraktionsphasen outperformen. Die S&P-Risk-Parity-Indizes haben eine um 41 Prozent höhere Sharpe Ratio und einen um 49 Prozent höheren Return over Maximum Drawdown (RoMaD; Quotient aus Portfolio Return und Maximum Drawdown) als das traditionelle 60/40-Portfolio. Die signifikante Steigerung der risikoadjustierten Rendite ist der verbesserten Diversifikation geschuldet.

Praktischer Nutzen

Nachdem sich Risikoparitätsstrategien seit Jahren steigender Beliebtheit erfreuen, stellt SPDJI den Risikoparitätsfonds nun eine adäquate Benchmark zur Verfügung, die die typischen Risiko-Ertrags- und Asset-Allocation-Charakteristika dieser Strategie abbildet. Investoren in Risk Parity können nun die Leistung ihrer Manager wesentlich leichter und besser vergleichen als in der Vergangenheit und aufgrund des Bottom-up-Designs indexbasiert in Risk Parity inves­tieren, meint man bei SPDJI. Dort arbeitet man für die Indexkonstruktion mit MSR ­Indices, einer Division von MSR Investment, zusammen.

 


Anhang:

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