Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
3/2021 | Produkte & Strategien
twitterlinkedInXING

Sozialer Aufstieg

Soziale Anleihen verlassen ihr Nischendasein und gewinnen an Bedeutung. Dafür verantwortlich sind nicht nur der Trend zu mehr Nachhaltigkeit, sondern auch die Pandemie sowie das daraus resultierende Erscheinen eines mächtigen Players am Markt.

1632988703_social_bonds.jpg

EU-Kommissar Johannes Hahn präsentierte die erste SURE-Emission im Herbst 2020: Die institutionelle Nachfrage nach dieser ­Anleihe übertraf alle Erwartungen.

© Amundi, Lieven Creemers | European Union, 2015

Social Bonds waren 2020 das am schnellsten wachsende Segment des nachhaltigen Anleihenmarktes und entwickeln sich zu einem geeigneten Finanzinstrument, um Projekte mit einer sozialen Agenda zu finanzieren, ohne dabei auf Rendite zu verzichten“, erklärt Elodie Laugel, Chief Responsible Investment Officer bei Amundi. Das Wachstum ist – auch aufgrund des Basiseffekts – in der Tat sehr dynamisch: So wurden laut Aviva Investors ver­gangenes Jahr soziale Anleihen in Höhe von mehr als 164 Milliarden US-Dollar emittiert. Das ist etwa neunmal so viel wie ein Jahr zuvor (2019: ca. 18 Mrd. US-Dollar). Damit festigen Sozialanleihen im Nachhaltigkeitsanleihenuniversum ihren zweiten Platz vor dem Platzhirsch grüne Anleihen und schließen zu diesen auf. Diesen Wachstumstrend bestätigt auch eine Untersuchung der LBBW auf Basis von Bloomberg-Daten: Green Bonds hatten zwar unter allen Nachhaltigkeitsanleihen bei den Emissionen 2020 einen Löwenanteil von 55 Prozent (2019: 78 %), Social Bonds kamen aber schon auf 31 Prozent (2019: 6 %) aller Neuemissionen. Der Rest entfällt auf Sustainable Bonds und andere Papiere (siehe Grafik „Steigendes Emissionsvolumen). Damit erreichte Ende 2020 das kumulierte Volumen aller ausstehenden Social Bonds etwa 200 Milliarden US-Dollar, Green Bonds kamen auf rund ­eine Billion US-Dollar. Diese Volumina werden zunehmen: Moody’s erwartet für heuer bei Social Bonds neue Höchststände und rechnet mit Emissionen von rund 200 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Bei Green Bonds werden 450 Milliarden US-Dollar prognostiziert.   

Ungleichheit gilt als riskant

Standen bis zum Ausbruch der Pandemie vergangenes Jahr unter institutionellen ESG-Investoren vor allem das „E“ (Umwelt) und das „G“ (Governance) im Fokus nachhaltiger Anlagestrategien, rückt nunmehr das „S“ stärker in den Fokus. Die Seuche hat Niedriglöhne, prekäre Arbeitsverhältnisse und die Ausbeutung von Arbeitskräften in Sektoren wie beispielsweise im Einzelhandel, in der Fleischindustrie, im Transport- und im Gesundheitswesen in das öffentliche Bewusstsein gerückt. „Die soziale Ungleichheit hat sich durch die Coronakrise weltweit noch verstärkt. In den drei großen Bereichen Bildung, Einkommen und Gesundheit verschärft sich die Lage immer mehr“, moniert Laugel. Das hat der Amundi-Expertin zufolge mikro- und makro­ökonomische Auswirkungen, die Investoren auf der Rechnung haben sollten: Einkommensungleichheiten führen zu sozioökonomischen Ungleichgewichten innerhalb der Länder, die eine gesellschaftliche Destabilisierung und im Worst Case eine Bedrohung der Finanzstabilität mit sich bringen können. Darauf reagierten Länder und auch supranationale Organisationen, beispielsweise die Europäische Union, mit der Begebung von Sozialanleihen, um mit den eingesammelten Geldern die Not zu lindern. „Das Thema nimmt also deutlich Fahrt auf. Corona war sicherlich ein Auslöser für den enormen Schub an sozialen Anleihenemissionen. Der Markt wird aber in jedem Fall weiter deutlich wachsen, denn der Finanzierungsbedarf, um die Not in der Welt zu lindern, steigt“, ergänzt Laugel. Ophélie Mortier, Sustainable & Responsible Strategist bei Degroof Petercam AM (DPAM), stößt ins gleiche Horn: Für die DPAM-Strategin ist es sehr bemerkenswert, dass Pandemie und gesellschaft­liche Spannungen zu einem enormen Aufschwung des Marktes für Sozialanleihen geführt haben. Wie Laugel erwartet auch Mortier nach dem jüngsten Aufschwung eine steigende Bedeutung dieses Segments.

Historische Emission

Dieser Aufschwung wurde beziehungsweise wird auch gefördert durch die Emission von Sozialanleihen seitens der Europäischen Union. Im Rahmen des SURE-Programms („Support to mitigate Unemployment Risk in an Emergency“; auf Deutsch: „Unterstützung zur Bekämpfung von Risiken durch ­Arbeitslosigkeit im Notfall“) wurden beginnend mit Herbst vergangenen Jahres mittlerweile fast 90 Milliarden Euro an Geldern eingesammelt. Nach einigen weiteren Emissionen im heurigen Jahr könnte 2022 von der EU nachgelegt werden. „Mit diesen Einnahmen wird das SURE-Programm der EU finanziert, das der Sicherung von Arbeitsplätzen und der Vermeidung von Arbeitslosigkeit in den Mitgliedsstaaten dient. Damit stellen die Mittel ein wichtiges Element in der Unterstützung zur Bewältigung der Coronakrise dar“, erläutert Christian Kopf, Leiter Portfoliomanagement Renten bei Union Investment. Die Nachfrage nach den ersten SURE-Emissionen war gigantisch: Für die ersten zwei Tranchen mit Laufzeiten von sieben und zehn Jahren mit einem Emissionsvolumen von rund 17 Milliarden Euro gaben Institutionelle Gebote von 233 Milliarden Euro ab. Laut Refinitiv war das damit die höchste jemals verzeichnete Anleihennachfrage der Geschichte.

Abgesehen davon, dass Institutionelle mit den SURE-Papieren en passant hochliquide Social Bonds für ihr Portfolio bekommen, waren beziehungsweise sind diese Papiere auch aus klassischer Investorensicht inter­essant: Neben einem Top-Rating (Triple A) bieten diese Anleihen – auch dank eines für Anleger vorteilhaften Pricings bei der Zeichnung – einen Rendite-Pickup gegenüber Emissionen anderer europäischer ­Adressen wie dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) oder der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie gegenüber erstklassigen Staatsanleihen wie deutschen Bunds. Und: „Die über EU-Social-Bonds aufgenommenen Mittel sind strikt zweck­gebunden. Ein Anleger sollte sich also darauf verlassen können, dass die investierten Gelder nach Vorgabe der EU-Kommission in entsprechende Projekte fließen. Deshalb stellen die EU-Social-Bonds eine wichtige Ergänzung für den Markt an nachhaltigen Anleihen dar, der bisher von grünen Anleihen dominiert wird“, ergänzt Kopf.

Geeignetes Instrument

Vielfach stellt sich für Nachhaltigkeitsinvestoren die Frage, warum sie Kapital über das Instrument (soziale) Anleihen und nicht über Aktien zur Verfügung stellen sollten, um eine positive Wirkung zu erzielen. Schließlich erhalten Investoren über Aktien Stimmrechte und im Fall ausreichend hoher Beteiligungsquoten aktive Mitsprache und damit Mitgestaltungsmöglichkeiten, die Fremdkapitalgeber dergestalt nicht haben. Für Columbia Threadneedle bietet die Anlei­henschiene gleich mehrere Vorteile: So können viele Institutionen wie Stiftungen, NGOs, regierungsnahe Agenturen oder auch supranationale Organisationen keine Aktien begeben und sind zur Mittelaufnahme auf den Anleihenmarkt angewiesen. Darüber hinaus besteht bei Anleihen die Möglichkeit, über die vertragliche Ausgestaltung die lukrierten Gelder einer ganz bestimmten vorab vereinbarten und sozial erwünschten Verwendung zu widmen, inklusive laufender oder zumindest abschließender Zielerreichungskontrolle. Im Gegensatz dazu dient Eigenkapital in der Regel lediglich dem allgemeinen Unternehmenszweck und muss nicht zu einem festen Zeitpunkt ­zurückgezahlt oder prolongiert werden. Mangels eines Refinanzierungsbedarfs bei Eigenkapital haben Investoren weniger Druckmittel als bei Anleihen, um die erwünschte Mittelverwendung zu bewirken.

Viele Vorteile

Aus Investorensicht haben Social Bonds unter anderem den Vorteil, dass sie auch bei ihrer größten Portfoliotangente, bei Anleihen, eine relativ einfach implementierbare Engagement-Strategie im Bereich „Soziales“ verfolgen können. Sozial­anleihen verschaffen darüber hinaus im Gegensatz zu klassischen Anleihen Investoren bei sozialen Projekten eine Dialogplattform mit dem Emittenten. Dieser wiederum kann auf der anderen Seite über die Emission von Social Bonds diversen Stakeholdern zeigen, sozialen Aspekten eine hohe Bedeutung beizumessen, und damit sein Firmenimage aufpolieren.

In der Praxis ist das wohl wichtigste ­Argument für Social Bonds, dass sich Investoren über entsprechendes Exposure mehr Stabilität für ihre Portfolios erwarten können: Immerhin zeigten einige Untersuchungen der letzten Monate und Jahre, dass sich nachhaltige aufgestellte Portfolios bei Marktkorrekturen mehrheitlich besser halten als „klassisch“ ausgerichtete Portefeuilles. Ein anderes entscheidendes Krite­rium ist: Laut einem Amundi-Paper müssen Investoren bei Social Bonds keine Abstriche bei der Rendite in Kauf nehmen. Ganz im Gegenteil: Angesichts zukünftiger weiterer Investorengelder könnten Anlegern der ersten Stunde Kursgewinne winken. „Langfristanleger sollten überlegen, in diesen wachsenden Markt zu investieren, um diesen zu unterstützen und von seiner zukünftigen Expansion zu profitieren“, erklärt Laugel.

Trotz vieler Vorteile von Social Bonds ist das Finden interessanter Emissionen für Institutionelle nicht immer leicht. Einerseits bedarf es aufgrund der durchzuführenden Kontrolle, ob es sich bei einem ­Social Bond wirklich um einen solchen handelt und nicht um eine Form von „Social Washing“, eines höheren Arbeitsaufwands und ausreichender Inhouse-Expertise. Darüber hinaus sind viele Social Bonds für Anleger nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, etwa anhand ihrer Bezeichnung. Aus diesen Gründen bedarf es einer tieferen Marktkenntnis und vor allem des Zugangs zu ­jenen interessanten Emissionen, die von den Investmentbanken in der Regel innerhalb weniger Stunden bei Investoren platziert werden und bei denen eine schnelle Kaufentscheidung seitens der Buy-Side getroffen werden muss.
Institutionelle, die diesen Aufwand scheuen oder nicht über die notwendige kritische Vermögensmasse verfügen, das intern zu ­erledigen, sollten sich aus diesen Gründen auf darauf spezialisierte Asset Manager verlassen und in entsprechende Social-Bond-Fonds investieren.

Erster UCITS-Fonds

Der erste verfügbare europäische Social-Bond-Fonds im UCITS-Format, in den ­Institutionelle aus der DACH-Region investieren konnten, ist der im Mai 2017 aufgelegte Threadneedle (Lux) European Social Bond. Dessen Strategie basiert auf dem vier Jahre zuvor lancierten Threadneedle UK Social Bond Fund. Fondsmanager ist der ­erfahrene Simon Bond, stellvertretender Fondsmanager ist Tammie Tang. „Der Fonds hat einen einzigartigen Ansatz, um soziales Wirken über Mainstream-Märkte zu fördern“, erklärt Bond, „wir allokieren aktiv Kapital, um soziale und nützliche ­Aktivitäten und Entwicklungen, vornehmlich in Europa, zu finanzieren beziehungsweise zu unterstützen.“ Zu diesem Zweck investiert Bond mindestens zwei Drittel des Fondsvermögens in Europa begebene Anleihen von Unternehmen, Regierungen, Freiwilligen- und Wohltätigkeitsorganisationen und anderen Institutionen, die sich für sozial vorteilhafte Aktivitäten und Ent­wicklungen engagieren. Bond will dabei die Wertentwicklungen der kombinierten Benchmarks ICE BofA Euro Non-Sovereign Index (50 %) und des ICE BofA Euro Corporate Euroland Issuers Index (50 %) nach Abzug der Gebühren übertreffen und dabei „soziales Alpha“ generieren. Auch wenn Bond mit seiner Allokation ­erheblich von seiner Benchmark-Kombination abweichen kann, will er das Gesamtrisiko des Fonds weitgehend im Einklang mit seinem ­Referenzindex halten. Aus diesem Grund sind Beimischungen von Hochzinsanleihen mit Ratings von „B–“ und darunter, ABS/MBS-Papiere wie auch Contingent Capital nur bis jeweils maximal zehn Prozent des Fondsvermögens möglich.

Welche Anleihen Aufnahme ins Portfolio finden, hängt auf der einen Seite von ihrer „sozialen Rendite“ ab. Basis sind jene von Columbia Threadneedle identifizierten Anleihen mit erwiesenermaßen vorhandenem Potenzial, positive Ergebnisse in einer Hierarchie von sieben sozialen Entwicklungserfordernissen zu liefern. Beispiele dafür sind die Grundversorgung, bezahlbares Wohnen, Gesundheit, Beschäftigung oder Bildung. Nach dieser Vorauswahl ergibt sich ein europabasiertes soziales Universum von zirka 1.900 Anleihen. In einem nächsten Schritt ermittelt das Anlageteam die „soziale Intensität“ dieser Wertpapiere. Die soziale Intensität jeder ­Anleihe wird dabei als hoch, mittel oder niedrig eingestuft. Damit die Sozial­anleihen zu Laufzeitende vollumfänglich zurückgezahlt werden, unterzieht ­Columbia Threadneedles Investment-Grade-Credit-Team alle Papiere einer klassischen fundamentalen Wertpapieranalyse. Zusätzlich analysiert und beurteilt Kooperationspartner INCO, eine auf Impact Investment spezialisierte französische Organisation, quartalsweise die sozialen Ergebnisse der vom Fonds getätigten Investments und erstellt einen jährlichen Bericht über die soziale Performance, den Investoren beziehen können.

Die seit Auflage erzielte Performance gegenüber der Benchmark überzeugt zumindest auf Basis einer Bruttobetrachtung (also ohne Berücksichtigung der Gebühren): Dank erzielter Outperformance in den Jahren 2019 und 2020 liegt Bond seit Start im Mai 2017 noch immer vorn, obwohl er in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres die Benchmark mit zirka 40 Basispunkten underperformte. Unterm Strich ­erzielte Bond seit Auflage bis Ende Juli 2021 laut Factsheet eine annualisierte Performance von 2,4 Prozent, während die Benchmark 2,3 Prozent brachte. Zu den Top-Positionen des rund 400 Millionen ­Euro schweren, 328 Wertpapiere umfassenden Fonds zählen Emissionen von Crédit Agricole, der Europäischen Union, der französischen Bankengruppe PBPC und der ­Europäischen Entwicklungsbank. Ein Blick auf die Portfoliostatistik zeigt, dass Investoren bei einer Duration von etwas über sechs und einem Durchschnittsrating von „A“ ­eine durchschnittliche Kuponhöhe von 1,1 Prozent erwarten können.

Amundi ergänzt Angebot

Alternativ zum Columbia-Threadneedle-Fonds steht Investoren seit Ende des vergangenen Jahres der von Amundi aufgelegte Amundi Social Bonds zur Verfügung, der überwiegend Euro-denominierte Social Bonds erwirbt. Amundi ist bei der Auswahl der Papiere streng: Der Artikel 9 der Offenlegungsverordnung SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation) entsprechende UCITS-Fonds investiert mindestens 75 Prozent der eingesammelten Gelder in Sozialanleihen, die im Einklang mit den von der International Capital Markets Association (ICMA) veröffentlichten Social Bond Principles stehen. Hinzu kommen alternativ mit einem Limit von 25 Prozent klassische Anleihen von Institutionen und Unternehmen, die soziale Ziele verfolgen. Aber auch innovative Wertpapiere wie Sustainability-Linked Bonds mit Ausrichtung auf soziale Ziele finden Aufnahme in das Portfolio. Zur ­Risikolimitierung darf der Anteil an Hochzins- und Schwellenländeranleihen maximal 15 Prozent, das Fremdwährungs-Exposure maximal zehn Prozent betragen. Hauptverantwortliche Fondsmanagerin ist Amundis Head of Aggregate, Isabelle Vic-Philippe. Ihr zur Seite als Co-Portfoliomanager stehen der Investment-Grade-Experte Dany da Fonseca und Alban de Faÿ, Head of Fixed Income Socially Responsible Investing, wie auch das Know-how eines zwei Dutzend großen ESG-Expertenteams, das unter anderem für die laufende Messung des erzielten sozialen Nutzens der eingegangenen ­Investments sowie die Erstellung des jähr­lichen Impact-Berichts zuständig ist. An ­einem Anleihenindex orientiert sich der rund 150 Millionen Euro Volumen schwere Fonds offiziell nicht. Amundi führt aber in den Produktunterlagen als zu schlagende „Benchmark“ den Geldmarktreferenzsatz €STER und als Renditeziel eine Bandbreite zwischen 0,25 und 0,75 Prozent über einen Dreijahreszeitraum an. Im bislang noch sehr jungen Fondsleben konnte dieses Ziel noch nicht erreicht werden. Ein Vergleich der Performance mit jener des 100% JP Morgan EMU Investment Grade (3-5Y) Total ­Return-Index zeigt, dass von Fondsstart bis Ende erstes Halbjahr 2021 der Fonds ein Minus von 0,60 Prozent, der JP-Morgan-­Index minus 0,63 Prozent erzielte. Damit konnte der Amundi-Fonds zumindest gegen den Rentenindex eine kleine Outperformance liefern.

Investoren erhalten mit dem über 130 Papiere umfassenden Amundi-Social-Bond-Fonds ein Portfolio mit einer Duration von knapp über zwei, einem Swap-Spread von etwas über 40 Basispunkten und einem durchschnittlichen Credit-Rating von „BBB+“.

Aus dem Impact-Blickwinkel dienten zuletzt 21 Prozent der Fondsgelder dem übergeordneten Sozialziel „Entwicklung“, genauer den von der UNO veröffentlichten Sustainable Development Goals (SDGs) Nummer eins („keine Armut“) und fünf (Geschlechtergleichheit). 18 Prozent der Fondsgelder allokierte Fondsmanagerin Vic-Philippe in Richtung Grundversorgung wie „gute Gesundheit und Wohlbefinden“ (SDG 3) und „qualifizierte Bildung“ (SDG 4).

ETF verfügbar

Der US-amerikanische Asset Manager WisdomTree legte im ersten Quartal dieses Jahres mit dem WisdomTree European ­Union Bond UCITS-ETF den weltweit ersten ETF auf, der in Sozialanleihen des Emittenten EU investiert. Referenzindex ist der iBoxx EUR European Union Select ­Index, der ausschließlich jene Sozialanleihen enthält, die die EU zur Finanzierung des SURE-Programms emittiert hat. Hinzu kommen ausgewählte Emissionen der Initiative NextGenerationEU, die unter das EU-Rahmenwerk für Sozial- oder Umweltanleihen fallen. Der nach Marktkapitalisierung gewichtete Index wird monatlich neu gewichtet, und die darin enthaltenen Anleihen verfügen aufgrund der hohen Finanzkraft der EU beziehungsweise der dahinter stehenden haftenden Nationen über eine Top-­Bonitätseinschätzung aller großen Ratingagenturen.      

Anton Altendorfer


Anhang:

twitterlinkedInXING
 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren