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4/2017 | Produkte & Strategien
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Meinung: Pfandbriefe

Meinungs-Radar: Die Regulatorik legt vielen Investoren ein Engagement in Covered Bonds nahe, aber um noch Rendite zu erzielen, sind ein Blick über den Tellerrand und intensive Recherchen notwendig.

Der Pfandbrief ist ein etabliertes Instrument: Der Kreditgeber erhält das Recht, eine als Kreditsicherheit verpfändete Sache verwerten zu dürfen, falls der Kreditnehmer den Kredit nicht zurückzahlen kann. Nach deutschem Pfandbriefgesetz können die Deckungswerte – in Frage kommen Immobilien, Schiffe oder Flugzeuge – mit einer Beleihungsgrenze von maximal 60 Prozent des Beleihungswerts beliehen werden. Pfand und Bewertungspuffer machen Pfandbriefe (Covered Bonds) zu einer äußerst sicheren Anlage.


Pfandbriefe verfügen demnach über alle Wertpapiereigenschaften, die insbesondere die streng regulierten Investoren benötigen. Sie liefern ordentliche Erträge über denen von gut gerateten Staatsanleihen, sind liquide und verfügen über ein Toprating. Nur eine Eigenschaft ist Pfandbriefen im Rahmen der Niedrigzinsphase abhandengekommen: die Lieferung auskömmlicher Erträge. Deutsche Pfandbriefe mit weniger als fünf Jahren Laufzeit rentieren heute im negativen Bereich, fünfjährige bringen gerade einmal 0,118 Prozent und zehnjährige 0,828 Prozent. Selbst bei Laufzeiten von 30 Jahren stehen nur 1,759 Prozent auf dem Kupon.
Daher müssen Investoren ihr Pfandbrief-Universum neu abstecken und ­dabei auch nach höher rentierlichen Pfandbriefen im Ausland Ausschau halten, die aber anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegen. Institutional Money interessiert, wie Investoren ihr Exposure in Covered Bonds anpassen und wo sie nach höher rentierlichen Pfandbriefen Ausschau halten.


Anhang:

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