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3/2018 | Produkte & Strategien
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Glutnester und Brandherde

Nicht zuletzt die starken Konjunkturdaten haben an den Märkten zu einer ­historisch langen Boomphase geführt. Dieses Szenario könnte 2019 kippen.

Dass es die vergangenen Jahre mit den Finanzmärkten wirklich gut gemeint haben, ist eine Tatsache, die wohl eher nicht in Abrede gestellt werden kann. Genau die Länge und Stärke der Hausse stimmt aber manche Marktbeobachter skeptisch. In den vergangenen Wochen haben sich außerdem die Warnrufe ­gehäuft, wonach sich die Marktbedingungen per se fundamental geändert haben. Unter den prominentesten Skeptikern findet sich IWF-Chefin Christine Lagarde, die vor den zerstörerischen Auswirkungen eines Handelskriegs warnt – in erster Linie für die Schwellenländer und in Zweitrunden­effekten für die ganze Welt.

Doch wie stellen sich die Risiken der Welt nun tatsächlich dar? Um uns einer Antwort an diese Frage anzunähern, haben wir eine „Heat Map“ erstellt, teilweise basierend auf Daten des Ifo-Instituts, das im August einen weltweiten Konjunkturausblick bis ins Jahr 2019 veröffentlicht hat. Erhoben wurden die gegenwärtigen Einschätzungen sowie die Erwartungen der lokalen Business Communities. Als Resultat ergab sich ein im Vergleich zu 2018 deutlich pessimistischerer Ausblick, nicht zuletzt aus­gehend von China und den USA.

Regionale Einzelrisiken wie etwa mög­li­cher­weise deutlich höher als erwartet ausfallende Brexit-Kosten im Vereinigten Königreich oder Dürreperioden in Argentinien finden ebenfalls ihren Niederschlag. Als positive Überraschung könnte sich Russland etablieren, das mit einer starken Handelsbilanz im Rücken in eine Erholungsphase tritt. Das Farbschema bildet grob die Auswirkungen ab, wie sie in den Konjunktur-Subzyklen Boom, Abschwung, Rezes­sion und Erholung auftreten. Stimmen die Einschätzungen, müssen sich die Märkte auf ein paar ruppige Quartale einstellen.    

Hans Weitmayr


Anhang:

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