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4/2020 | Theorie & Praxis
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»Bei Green Bonds sind wir Marktführer«

Anja Nieberding, Deutschland-Chefin von NN Investment Partners, sieht für institutionelle Investoren aus dem Versicherungssektor gute Renditemöglichkeiten im Bereich von besicherten Exportkrediten. Corona hat dem Segment zusätzlichen Auftrieb verschafft.

Die niederländische Fonds­gesellschaft NN Investment Partners wurde 1994 gegründet, damals noch unter dem Namen ING Investment Management. Ihre heutige Muttergesellschaft, der Versicherungskonzern NN Group, war damals noch Teil der ING Group. Nach der Finanzkrise 2008 musste die als systemrelevant eingestufte ING sich sowohl von ihrem Versicherungs- als auch ihrem Asset-Management-Geschäft trennen. Die Niederländer gehören zwar nicht zu den wirklich Großen der Branche, umso erstaunlicher ist, dass die Gesellschaft zu einem der größten Anbieter im Bereich Green Bonds geworden ist. Wir haben darüber mit der Deutschland-Chefin Anja Nieberding gesprochen.

Frau Nieberding, Ihr Unternehmen ist bereits seit dem Jahr 2007 in Deutschland aktiv, ­damals noch unter seinem früheren Namen ING Investment Management. Wo steht Ihr Unternehmen heute?
Anja Nieberding: Mit über 295 Milliarden ­Euro an insgesamt verwalteten Assets sind wir heute eines der größten Investmenthäuser in den Niederlanden. In unserem Heimat­­markt bieten wir eine breite Palette von Strategien an – von klassischen Anlagelösungen wie Anleihen- und Multi-Asset-Fonds bis hin zu Aktienstrategien. Einer unserer bedeutenden Geschäftszweige sind zudem Lösungen im Bereich Alternative Credit und Private Debt, vor allem aufgrund unserer Historie als Tochter eines Versicherungskonzerns. Wir managen rund 40 Prozent des gesamten niederländischen Defined-Contribution-Geschäfts, gehören aber auch zu den wesentlichen Anbietern von LDI-Lösungen und haben sehr viele neue Mandate in der treuhänderischen Verwaltung, dem Fiduciary Management, gewinnen können.

Ihr Schwerpunkt in Deutschland liegt aber doch klar im institutionellen Geschäft?
Wir arbeiten zwar mit einer Reihe von Anbietern im Third-Party- oder Wholesale-Vertrieb an Privatkunden zusammen, unsere bedeutendsten Verbindungen bestehen aber zu institutionellen Investoren, insbesondere aus dem Bereich der Versicherungswirtschaft, aber auch zu Versorgungswerken sowie kirchlichen Einrichtungen.

Wobei der Fußabdruck Ihrer Gesellschaft bisher doch noch relativ bescheiden ausfällt?
Ich würde es zwar nicht ­bescheiden nennen, aber es stimmt natürlich, dass wir mit derzeit verwalteten Assets in Höhe von vier Milliarden Euro noch nicht zu den wirklich großen Anbietern in Deutschland gehören. Aber wir haben schon den Anspruch, in unserem deutschen Geschäft weiter zu wachsen. Unser unmittelbares Ziel ist es, die hierzulande verwalteten Gelder weiter auszubauen und mittelfristig zu verdoppeln.

Sicher ein ambitioniertes Ziel in einem nach wie vor stark umkämpften Markt. Was macht Sie so zuversichtlich?
Zum einen dass wir schon heute über entsprechende Investmentzusagen seitens einer Reihe von Kunden verfügen, die über die von uns bereits verwalteten Assets deutlich hinausgehen. Zum andern kennen wir uns aufgrund unserer Herkunft mit den wesentlichen Themen wie Solvenzkapitalanforderungen, dem Risikomanagement oder den Reportingstandards – alles Aspekte, die die Mehrzahl unserer ­Investoren beschäftigen – aus beziehungsweise verfügen über eigene Spezialisten oder sogar ganze Teams für diese Bereiche. Wir profitieren im Grunde davon, dass die regulatorischen Anforderungen in Ländern wie Deutschland und unserem Heimatland sehr weitreichende Ähnlichkeiten aufweisen. Und drittens verfügen wir aus meiner Sicht über die von unseren Schwerpunktkunden geforderten Produkte aus Bereichen wie Green Bonds oder Private Debt und nicht zuletzt über für einen eher konservativen Investor durchaus attraktive Lösungen aus dem Bereich sogenannter Dutch Mortgages, speziellen Hypothekenanleihen in den Niederlanden.

In bestimmten Segmenten wie etwa bei Green Bonds scheinen Sie tatsächlich auf der Sonnenseite zu stehen, was die Mittelzuflüsse angeht.
Das kann man insofern so sagen, als wir erst vor Kurzem vermelden konnten, dass wir inzwischen die Schwelle von drei Milliarden Euro an verwalteten Mandaten und Fondsstrategien im Bereich Green Bonds überschritten haben. Das war für uns ein echter Meilenstein, und das nur vier Jahre nach Auflage der ersten Green-Bonds-Strategie von NN Investment Partners. Wir sind aktuell der größte aktive ­Asset Manager in grünen Anleihen und ­damit Marktführer in diesem Segment.

Worauf führen Sie diesen Erfolg zurück?
In gewisser Weise haben wir natürlich von einem beträchtlichen Rückenwind durch die allgemein gestiegene Nachfrage von Investoren in Bezug auf nach­haltige Investments profitiert. Für Anleger, die eine positive Wirkung erzielen möchten, sind Green Bonds natürlich ein attraktives Investment, weil sie einerseits einen ge­eigneten Ersatz für herkömmliche Anleihen in einem Fixed-Income-Portfolio bieten und gleichzeitig eine attraktive Rendite auf­weisen.

Das erklärt aber immer noch nicht, warum gerade ein eher mittelgroßer Asset Manager wie NN Investment Partners zum Vorreiter in diesem ja auch von anderen stark gesuchten Investmentfeld wird.
Wir waren von diesem Segment von Anfang an überzeugt und haben relativ zügig ein entsprechend starkes Team um Bram Bos, unseren Lead-Portfolio­ma­nager für Green Bonds, aufgebaut. Im September dieses Jahres sind mit Douglas Farquhar, Isobel Edwards und Kaili Mao drei weitere Spezialisten hinzugestoßen, sodass dieser Bereich sieben Experten für grüne Anleihen umfasst. Meines Wissens verfügen wir damit über eines der größten Green-Bond-Teams in der Asset-Management-Branche. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist zudem die Kombination aus Green-Bonds- und Credit-Analysten in ­unserem Team. Das verbessert nicht nur die „grüne Qualität“ unserer Portfolios, es hilft gleichzeitig auch, qualitativ hochwertige Investments von sogenannten Greenwashing-Angeboten besser zu unterscheiden. Und nicht zuletzt spielt uns inzwischen auch die Vielfalt unseres Angebots in die Hände.

Wie meinen Sie das?
Das Angebot an grünen Anleihen zur Finanzierung von Projekten, die Staaten und Unternehmen dabei helfen, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren, ist inzwischen bereits relativ breit gefächert. Wir sind mit unserem Produktangebot in diesem Segment insofern vergleichsweise breit aufgestellt, als wir mit dem NN (L) Green Bonds Fonds nicht nur den Bereich von klassischen Anleihen hoher Qualität abbilden. Wir verfügen mit dem NN (L) Green Bonds Short Duration Fonds auch über ein Instrument mit einer geringeren Zinssensi­tivität durch eine entsprechend kürzere ­Duration. Und Anfang des Jahres haben wir mit dem NN (L) Corporate Green Bond Fonds eine Variante aufgelegt, mit der wir uns ausschließlich auf Unternehmensan­leihen konzentrieren. Und unsere Kunden wissen ein so breit gefächertes Angebot durchaus zu schätzen.

Dennoch sind auch Green Bonds ja kein „Free Lunch“. Ihre Volatilität ist im Schnitt höher als die klassischer Bonds, und bei ­einer Emission wie der jüngsten Zwillingsanleihe des Bundes war der Green Bond mit einer um einen Basispunkt geringeren Rendite im Vergleich zur traditionellen Tranche ausgestattet.
Zum einen betrachten Investoren die Green Bonds zunehmend in einem breiteren Kontext und nicht mehr nur als ­eine Art Impact Investment. Aufgrund der steigenden Nachfrage werden grüne Anleihen gewissermaßen von Tag zu Tag attraktiver, und das sowohl aus finanzieller und der Risiko-Rendite-Perspektive als auch aufgrund der zusätzlichen Umweltvorteile, die diese Anleihen bieten können. Und auch wenn die Volatilität vielleicht etwas höher ausfällt: Unsere Investoren haben mit unseren Anlagen im Green-Bond-Bereich in ­aller Regel höhere Renditen erzielt als mit klassischen Anleiheninvestments.

Bleibt trotzdem das Problem des immer noch verbreiteten Greenwashing, das Sie bereits angesprochen haben. Wie gehen Sie mit dem Thema um?
Wir haben zum einen schon vor langer Zeit ein eigenständiges Responsible Investing Team mit entsprechenden ESG-Experten installiert, das unsere Port­foliomanager in Bezug auf die Nachhaltigkeitsthemen unterstützt. Dieses Team kümmert sich nicht nur um unseren strengen Katalog an grundsätzlichen ESG-Kriterien und entwickelt ihn ständig weiter, es erarbeitet auch Analysen zu einzelnen Unternehmen, Branchen oder allgemeinen sons­tigen Nachhaltigkeitsthemen. Direkt dem Portfoliomanagement zugeordnet sind ­zudem eigene ESG-Komitees, die unmittelbar in den Investmentprozess mit einge­bunden sind.

Was muss man sich darunter konkret vorstellen?
Diese Spezialisten weisen den Fondsmanager auf mögliche ESG-Konflikte hin, die bei seinen Investmententscheidungen eventuell entstehen können, und agieren vor dem ESG-Hintergrund wie eine Art Risikomanager. Ein solcher Hinweis auf mögliche Konflikte soll quasi nicht als eine Art Audit im Nachhinein erfolgen, sondern integraler Bestandteil des Investmentprozesses sein – damit der Fondsmanager möglichst frühzeitig darauf hingewiesen wird, wenn sich bestimmte Kriterien in ­Bezug auf einzelne Unternehmen im Fonds verschlechtern. Das ermöglicht es einerseits dem Fondsmanager, Kontakt zu der jeweiligen Unternehmensführung aufzunehmen, um auf aus unserer Sicht notwendige Änderungen in dessen Geschäftsabläufen hinzuwirken und die jeweilige Gesellschaft zu veranlassen, sich in eine unter ESG-Aspekten vorteilhafte Richtung zu entwickeln. Unter Umständen führt das Ergebnis solcher Analysen aber auch dazu, dass wir uns aus einem Investment zurückziehen, sprich eine Aktie oder eine Anleihe verkaufen oder es eben gar nicht erst zu einem Neuinvestment kommt.

Geben Sie uns ein Beispiel?
Bleiben wir beim Green-Bonds-Bereich. Wir hatten eine grüne Anleihe der Queensland Treasury Corporation (QTC) im Portfolio, deren Erlös hauptsächlich für saubere Transporte verwendet wurde. Wir stuften jedoch die Anleihe auf „nicht grün“ herab, als QTC beschloss die Entwicklung der Kohlemine Carmichael zu unterstützen. Unser Investmentteam führte intensive Gespräche mit QTC, um zu erfahren, ob ihre Emission von grünen Anleihen immer noch im Einklang mit ihrer Umweltpolitik steht. Zwar finanzierten sie nicht direkt die Entwicklung des Kohlebergwerks, aufgrund ihrer indirekten Unterstützung der Entwicklung dieses Bergwerks beschloss das Investmentteam jedoch eine Herabstufung dieser Anleihe. Ein anderes Beispiel ist eine von uns geplante Investi­tion in eine Private-Debt-Transaktion, bei der wir bereits sehr nahe am Vollzug des ­Investments waren, obwohl sie in vielen ESG-Punkten noch nicht unseren Standards entsprochen hat. Wir haben zwar versucht, das Unternehmen von unserer Ansicht nach notwendigen Änderungen der Transaktion zu überzeugen. Als unsere Argumente nicht akzeptiert wurden, haben wir uns am Ende von dem Investment zurückgezogen.

Gibt es denn ein irgendwie geartetes quantitatives Maß an ESG-Punkten, die erreicht sein müssen, oder eine Art Triggerpunkt, an dem sich entscheidet, ob es zu einem Investment kommt oder eben nicht?
Ein quantitativer Schwellenwert bei den ESG-Punkten für ein bestimmtes Investment ist mir nicht bewusst. Für uns ist entscheidend, wie das Geschäfts­modell eines Unternehmens insgesamt ausgestattet ist, aber auch, ob ein Unternehmen sich nachprüfbar in eine bestimmte positive Richtung weiterentwickelt. Eine erkennbare ESG-Dynamik ist entscheidend. Daher sind wir nicht auf Unternehmen beschränkt, die bestimmte Quoten oder Skalen erfüllen. Aber wir wollen den Fortschritt erkennen, mit dem sich ein Unternehmen in einem nachhaltigen Sinn weiterentwickelt. Das gilt übrigens nicht nur für den Sektor der Green Bonds, sondern auch für das Segment von Private-Debt-Investments.

Bleiben wir beim Thema Private Debt. Das ist ein Feld, in dem Sie offenbar noch einiges vorhaben.
Einerseits ist Private Debt natürlich auch zu so etwas wie einem Mode­thema in der Branche geworden. Aber meines Erachtens völlig zu Recht, weil sich damit gerade für institutionelle Investoren durchaus attraktive Renditemöglichkeiten eröffnen. Aus der Perspektive eines Asset Managers ist das Thema darüber hinaus deshalb interessant, weil es sehr hohe Eintrittsbarrieren gibt. Man sollte nicht vergessen, dass wir über einen Sektor sprechen, der bisher in erster Linie von Banken bedient worden ist, die entsprechende ­Kredite zur Finanzierung bestimmter Aktivitäten an Unternehmen vergeben haben. Nur haben sich die Banken zunehmend aus diesem ­Bereich zurückgezogen, in erster ­Linie aufgrund von gestiegenen Eigenkapitalanforderungen, mit denen sie konfrontiert sind.

In diesem Sektor tummeln sich natürlich ­inzwischen immer mehr Anbieter, auch sehr große Investmenthäuser. Was qualifiziert ­gerade Ihr Unternehmen für Private Debt?
Wir bewegen uns nicht erst seit Kurzem in diesem Bereich, der bei uns Alternative Credit heißt. Im Gegenteil, wir verwalten seit fast 30 Jahren entsprechende Strategien für unsere institutionellen Kunden und managen insgesamt gut 45 Mil­liarden Euro an Kapitalanlagen im Private-Debt-Sektor. Und wir haben auf der Investmentseite ein entsprechend großes Spezialistenteam aufgebaut, das aus 34 Experten für solche Transaktionen besteht. Wenn wir zusätzlich noch das Middle- und Backoffice hinzurechnen, dann beschäftigen sich ins­gesamt 55 meiner Kollegen in unserer Zentrale in Den Haag ausschließlich mit dem Thema Private Debt.

Gibt es denn bestimmte Ausprägungen von Private-Debt-Anlagen, auf die sich Ihr Haus spezialisiert hat?
Das bedeutendste Segment, das wir in diesem Bereich betreuen, sind mit einem Volumen von insgesamt über 35 Milliarden Euro die sogenannten Dutch ­Residential Mortgages, im Grunde eine in den Niederlanden spezielle Form einer durch Hypotheken besicherten Immobi­lienfinanzierung. Wir haben diesen Bereich erst vor Kurzem durch zwei neu aufgeleg­te ­Publikumsfonds auch einer breiteren Anlegerschaft zugänglich gemacht. Wir hatten bereits vor gut einem Jahr die Mehrheit an Venn Hypotheken, einer etablierten niederländischen Finanzierungsplattform, übernommen, über die wir institutionellen Investoren einen Zugang zu niederländischen Hypotheken ermöglichen. Solche Investments bieten diesen Anlegern eine attraktive Rendite, während sie gleichzeitig ein konservatives Risikoprofil mit geringen Bonitätsschwankungen über den gesamten ­Zyklus hinweg beibehalten.

Wie drückt sich das in Zahlen aus?
Der Gesamtmarkt für die Dutch Residential Mortgages ist mit rund 750 Milliarden Euro relativ groß. Allein im laufenden Jahr wurde ein Volumen von ­insgesamt etwa 150 Milliarden Euro an neuen Hypothekenfinanzierungen umgesetzt, die zudem oft zu 90 Prozent vom Staat garantiert sind, was die meisten Eigenheimbesitzer gegen einen geringen Aufschlag von etwa 0,7 Prozent gern in Anspruch nehmen. Sagenhaft gering ist die Ausfallquote. Sie lag zuletzt bei gerade einmal 0,01 Prozent und hat sich auch in der Corona-Zeit nicht wesentlich erhöht, weil entsprechende Zahlungsaufschübe nach dem ersten Lockdown relativ schnell wieder aufgeholt wurden.

Und auf der Renditeseite?
Im nicht gesicherten Bereich solcher Hypotheken sind auch künftig Renditen von bis zu zwei Prozent durchaus realistisch erwartbar. Etwas geringer fallen die Renditen im garantierten Bereich aus, dort liegen sie zwischen 140 und 160 Basispunkten. Für institutionelle Anleger stellt ein solches Investment aber nicht nur aus Renditeüberlegungen eine attraktive Möglichkeit dar. Denn es ist zum einen mit einer sehr langfristigen und kalkulierbaren Duration verbunden, zum anderen bedarf es ­einer nur geringen Eigenkapitalunterlegung.

Ein für Ihr Unternehmen relativ junges ­Thema ist das Feld der Finanzierung von Handelsgeschäften. Wo liegen die Vorteile?
Dieser gemeinhin als Trade Finance bezeichnete Bereich umfasst grob gesagt vor allem die Finanzierung von Exportkrediten, die zum Teil von staatlicher Seite besichert sind. Auch hier haben wir uns über die vergangenen Jahre eine aus­gewiesene Expertise erarbeitet. Einen gewissen Schub hat der Bereich insbesondere durch die Coronakrise erfahren, wodurch die Investmentmöglichkeiten noch sehr viel größer geworden sind.

Was macht denn Trade Finance für einen institutionellen Investor interessant?
Während der Pandemie kam es speziell im Segment Trade Finance zu ­einer spürbaren Ausweitung der Spreads im Vergleich zu traditionellen Anleiheninvestments. Dadurch ist es uns gelungen, noch einmal deutlich höhere Renditen in diesem Segment zu erzielen. Selbst im besicherten Trade-Finance-Segment können wir aktuell Renditen zwischen drei und vier Prozent ­erzielen. Auf der nicht besicherten Seite ­liegen die Renditemöglichkeiten sogar ­zwischen vier und sechs Prozent. Unser ­Fokus wird allerdings auch künftig auf der besicherten Seite von Trade Finance ­bleiben, den sogenannten Ensured Trade Receive­ables. Dort tritt in der Regel ein ­Versicherer ein, falls die zugrunde liegende ­Anleihe nicht bedient werden kann. Das sorgt für eine zusätzliche Sicherheitsebene, die unsere Kunden durchaus zu schätzen wissen.

Wir danken für das Gespräch.    

Hans Heuser


Mathematikerin und Ökonomin

Anja Nieberding leitet seit Juni 2019 das Deutschlandgeschäft von NN Investment Partners mit Firmensitz in Frankfurt. Sie berichtet ­direkt an Hester Borrie, Chief Client Officer von NN Investment Partners. Anja Nieberding besitzt 20 Jahre Erfahrung in der ­Finanzindustrie, in denen sie in ­Managementpositionen für verschiedene Asset Manager tätig war.
Vor ihrer Zeit bei NN Investment Partners hat Nieberding sechs Jahre lang für Vontobel Asset Management gearbeitet. Sie war zunächst als Vertriebsleiterin für die Muti-­Asset-Sparte des Schweizer Investmenthauses ­verantwortlich, später leitete sie den Vertrieb der Quant-Boutique Vescore. Vor ihrer Tätigkeit bei Vontobel hat sie knapp zehn Jahre bei Goldman Sachs Asset Management gearbeitet.

Als Executive Director hat sie dort das insti­tutionelle Geschäft für Versicherer weiter­entwickelt. Anja Nieberding hat an der ­Technischen Universität München und an der Ludwig-Maximilians-Universität München Mathematik und Ökonomie ­studiert. Im Jahr 2003 hat sie Ihr Studium als eine der Jahrgangs­besten mit Diplom abgeschlossen.

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