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4/2021 | Produkte & Strategien
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Aufwärtstrend

Vermögensverwalter profitierten 2021 von steigenden Aktienindizes und vom dadurch befeuerten ­Aktienboom und konnten ihre Assets under Management in den allermeisten Fällen steigern.

Wenn die zweite Jahreshälfte ähnlich ruhig und positiv verlaufen sollte wie das erste Halbjahr, dürften bei den meisten Vermögensverwaltern zu Silvester die Korken knallen – jedenfalls dann, wenn im Portfolio höhere Aktienquoten existieren. Dieses Jahr – Stand Mitte November – verlief für Dividendenwerte bilderbuchmäßig: Von Jahresbeginn weg etablierte ein stabiler Aufwärtstrend, der ­lediglich durch eine Mini-Korrektur im September unterbrochen wurde, bereits im Oktober kehrte man zum Aufwärtstrend ­zurück.
 
Den rund 13-prozentigen Kurszuwachs beim MSCI World Index im ersten Halbjahr (Berichtszeitraum) konnte Branchenprimus BlackRock eins zu eins umsetzen, sein weltweit verwaltetes Vermögen wuchs ebenfalls um 13 Prozent. Ein stärkeres ers­tes Halbjahr 2021 verzeichnete State Street Global Advisors (SSgA). Die Gesellschaft begründet dies unter anderem mit globalen Vertriebsinitiativen und einem verbesserten Produktangebot. „Die lancierten Strategien für Klimaanleihen und Klimaaktien zielen dabei direkt auf die Nachfrage institutio­neller Anleger ab“, erklärt Frank Stefes, Head of Institutional Business für Deutschland und Österreich, gegenüber Institutional Money.

Unter den weltweit größten Vermögensverwaltern sticht der 25-prozentige Anstieg der Capital Group heraus. Das US-Fondshaus erklärt dies auf Anfrage mit „konstanten Ergebnissen“ der hauseigenen globalen und Schwellenländeraktienstrategien sowie der globalen Fixed-Income-Strategien, die starke Zuflüsse verzeichneten. „Vor allem in Europa und Asien erfreuen sich unsere ­Strategien New Perspective und Global High-Income Opportunities weiterhin einer starken Nachfrage“, sagt Henning Busch, Managing Director für institutionelle Kunden bei der Capital Group. 


Gut unterwegs, vor allem im institutionellen Geschäft, war Invesco. Sascha Specketer, Vertriebschef DACH & CEE, berichtet von starkem Investoreninteresse nach Senior Loans, Immobilien und thematischen Investments. Aber auch nachhaltige Indexlösungen waren gefragt. „Kundengruppen mit besonders starker Nachfrage waren Versicherungen und Pensionskassen“, ergänzt Specketer, um anzukündigen: „Wir werden unser globales Key Account Management und unsere Solutions Group noch stärker miteinander verzahnen, um Kunden Lösungen aus einer Hand anbieten zu können.“

Morgan Stanley IM profitierte nicht nur von einem organischen Wachstum von mehr als zehn Prozent, sondern vor allem von der Übernahme von Eaton Vance. Die übernommene Gesellschaft brachte nicht nur mehr als 500 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen mit, sondern auch einige interessante Boutiquen wie den ESG-Spezialisten Calvert oder Parametric – das Unternehmen genießt im Bereich Indexierung bei Institutionellen hohe Anerkennung. 


Aufsteiger
Den Aufstieg vom zweiten in den ersten Cluster durch Überschreiten der 100-Millionen-Euro-Grenze schafften zum Stichtag BayernInvest, die norwegische Storebrand AM und das Asset Management der schwedischen SEB, während die dänische Danske Invest oder die Schweizer Partner Group auf diesen Prestigeerfolg wohl noch ein paar Monate warten müssen. Einen großen Sprung nach vorn machte Helaba Invest. „Zum einen hat die Helaba Invest in der ­ersten Jahreshälfte erfolgreich das Onboarding von zwei großen Master-KVG Mandaten vollzogen. Im Rahmen dieser Mandate entfällt auch ein Teil des Asset Managements auf die Helaba Invest“, erläutert Dr. Hans-Ulrich Templin, Sprecher der Geschäftsführung. „Zum anderen konnten wir nicht nur von Aufstockungen bei bestehenden Asset-Mandaten profitieren, sondern auch im Neugeschäft Akzente setzen. Hier standen vor allem Credit-Produkte sowie die illiquiden Assetklassen im Fokus von Investoren.“ Ein erfolgreiches Halbjahr hatten des Weiteren VanEck, RWC Partners und die Pzena IM, der das Comeback des Value-Anlagestils als darauf spezialisierte Boutique zugute kam.

Universal-Investment begründet den Rückgang durch eine große Währungsabsicherung für einen Institutionellen, die 2020 eröffnet und im ersten Halbjahr 2021 wieder aufgelöst wurde. Inzwischen habe man diesen Rücksetzer längst wieder aufgeholt, man liege year-to-date mit zirka 18 Prozent im Plus, betonte ein Unternehmenssprecher. 

Der hohe Zuwachs bei Altamar CAM Partners erklärt sich mit dem Zusammen­gehen von CAM Alternatives aus Köln mit der spanischen Altamar Capital Partners. Die neue Firma bringt nun 14 Milliarden Euro auf die Waage. CAM-Alternatives-Gründer Dr. Rolf Wickenkamp ist jetzt Co-Chairman des vergrößerten Unternehmens, das Investoren Exposure in Private Equity, Venture Capital, Immobilien, Infrastruktur, Private Credit über diverse Vehikel ermöglicht. Dank der Fusion, die nach zwei Fehlversuchen beim dritten Anlauf schlussendlich geklappt hat, gehört Altamar CAM Partners nunmehr zu einem der Top-Ten-Player in Europa im Privatmarktsegment. 

Ebenjenes ist die Spielwiese von Arcmont AM, die 2011 aus dem Private-Debt-Geschäft von BlueBay hervorging und sich als unabhängige, im Besitz des Managements stehende Investmentboutique insbesondere auf Senior und Direct Lending in Europa fokussiert. „Unsere Erfahrung und unser Ruf als einer der ersten Manager im europäischen Corporate-Direct-Lending-Markt machen uns zu einem vertrauenswürdigen Partner für eine Vielzahl institutioneller Investoren“, nennt Christian Roessling, Head of DACH, Business Development, ­einen der Gründe für den 24-prozentigen Anstieg beim verwalteten Vermögen. 

22 Prozent Zuwachs meldet die schweizerische Bellevue AM, die vom zunehmenden Investoreninteresse für Gesundheits­themen profitiert. „Als spezialisierter Asset Manager konnten wir mit unseren fokussierten und innovativen Strategien überdurchschnittliche Anlageperformances sowie Mehrwert für Kunden und Aktionäre schaffen“, sagt Alexander Brühl, der als ­Geschäftsführer von Bellevue AM Deutschland den institutionellen Vertrieb leitet und auf die gute Performance der hauseigenen Healthcare-Investmentfonds, allen voran der Bellevue Asia Pacific Healthcare, verweist. Unterm Strich verhalf dies Bellevue AM zum Aufstieg vom dritten in den zweiten Cluster, dem seit dem Stichtag auch die ­Value-Boutique Acatis Investment und die im Immobilienbereich tätige Wealthcap neu angehören. Ein anderer Sachwertspezialist musste hingegen in den dritten Cluster, in dem alle Gesellschaften mit einem einstelligen Milliarden-Euro-Vermögen vertreten sind, absteigen: Prime Capital.


Einstellig
Die Frankfurter Gesellschaft, die seit Start dieses Rankings per Ende 2009 ihre Assets von 1,2 auf 18,2 Milliarden Euro per Ultimo 2020 massiv steigern konnte, musste diesmal einen Rückgang von fast 50 Prozent beim verwalteten Vermögen berichten und ist nur mehr 9,3 Milliarden Euro schwer. Hintergrund ist Gesellschaftsangaben zufolge die Beendigung eines Mandats bei einem Projekt, das von vornherein als „Verwaltungsmandat“ geplant war – der Kunde managt diese Assets nunmehr selbst. „Die AuM unseres Kerngeschäfts Absolute Return und Private Markets zeigen weiterhin ein sehr robustes Wachstum“, betont Prime-Capital-CEO Andreas Kalusche ­gegenüber Institutional Money und verweist auf das unmittelbar bevorstehende Closing des nachhaltigen Infrastrukturfonds PGEIF (Prime Green Energy Infrastructure Fund) sowie auf die geplante Auflage eines neuen Commercial-Real-Estate-(Whole-Loan-) Fonds.

Wesentlich bessere Zeiten erlebt derzeit 7orca aus Hamburg. Das liegt an deren Produkten und Serviceleistungen, die Großanleger stark nachfragen, berichtet 7orca-ECO Tindaro Siragusano: „Wir freuen uns sehr, dass institutionelle Investoren sich fortwährend für die spezialisierten Lösungen von 7orca im Currency Overlay Management und Short Volatility Investing entscheiden. Daraus resultiert die deutliche Steigerung der Assets under Management von 4,8 Milliarden Euro Ende 2020 auf rund acht Milliarden Euro zum Juni 2021.“ So verzeichnete 7orca nicht nur bei Bestandspositionen Aufstockungen, sondern hat im Currency Overlay acht weitere – hinsichtlich Fremdwährungsallokation und Absicherungszielen komplexe – Mandate gewonnen. Im Bereich Short-Volatility-Strategien verdoppelten sich die Spezialfonds-Assets, und zu den beiden bestehenden Publikumsfonds 7orca Vega Income und 7orca Vega Return kam ein weiterer hinzu. „In Kooperation mit unserem Nachhaltigkeitspartner Pax-Bank managt 7orca eine ESG-konforme Short Volatility-Strategie“, ergänzt Siragu­sano.

Die in Köln ansässige Monega steigerte das Volumen durch die Übernahme des ­Managements diverser Fonds sowie die Auflage diverser Vehikel, beispielsweise des nordIX European Consumer Credit Fund. „Institutionelle Anleger haben im ersten Halbjahr ihre Fondsanlagen insbesondere bei Aktien, wertgesicherten Strategien und besicherten Unternehmenskrediten (CLOs) weiter aufgestockt“, freut sich Christian Finke, Geschäftsführer der Monega KAG.

Das Frankfurter Unternehmen QC Partners steigerte sein verwaltetes Vermögen aufgrund der Investorennachfrage nach abgesicherten Strategien, die auf Risikoprämien basieren. „Diversifikation ist ein Haupttrend. Investoren sind dabei vermehrt auf der Suche nach Konzepten, die robuste Performance mit verlässlichen Absicherungskomponenten verbinden, gleichwohl jedoch die strengen regulatorischen Vorgaben erfüllen können“, erklärt Harald Bareit, Geschäftsführer und Gesellschafter von QC Partners. 

Den Aufstieg vom vierten in den dritten Cluster schaffte nicht nur die GLS Bank, sondern auch BIT Capital. Die von Jan Beckers gegründete Gesellschaft profitiert weiterhin von der Hausse bei Technologie aktien, die im Fokus der hauseigenen Fonds stehen und für ein Plus von 148 Prozent sorgten.


Auf dem Sprung nach oben
An der Spitze des vierten und letzten Clus­ters, der alle Asset Manager zwischen 200 Millionen und einer Milliarde Euro auflistet, steht 21Shares. Die Gesellschaft wird wohl bald die Eine-Milliarde-Euro-Grenze überschreiten und aufsteigen. Sofern der Boom bei Bitcoin und Co. sowie die damit verbundene Investorennachfrage nach entsprechenden Kryptoanlagevehikeln nicht abrupt enden. Noch ist die Nachfrage aber extrem hoch – auch von Profianlegern. „Diese Entwicklung haben wir frühzeitig antizipiert und unsere EMEA-Vertriebsor­ganisation rechtzeitig ausgebaut, um die spezifischen Bedürfnisse der institutionel­len Anleger zu erfüllen“, erklärt Isabell ­Moessler, Head of Distribution EMEA bei 21Shares.

Salm-Salm & Partner setzt beim Asset Management auf die Werte und unternehmerischen Erfahrungen der Familie Salm-Salm und reüssiert damit nicht nur bei Nachhaltigkeitsinvestoren. „Wir achten dabei besonders auf den verantwortungsvollen Umgang mit Mensch, Natur und Schöpfung“, betont Constantin Prinz zu Salm-Salm, Geschäftsführer von Salm-Salm & Partner. 


Hohe Zuwächse
Den höchsten prozentualen Zuwachs aller Asset Manager im Teilsegment „Institutionelle“ mit 547 Prozent, der natürlich dem Basiseffekt geschuldet ist, erzielte die 323 Millionen Euro „große“ FV Frankfurter Vermögen aus Königstein, die damit erstmals die Aufnahme in das Ranking geschafft hat. „Die Performance der jahrelang eingesetzten Portfoliomanagementstrategien ist über die vergangenen Jahre sehr überzeugend. Das kann man auch an unserem nachhaltigen vermögensverwaltenden DUI Wertefinder Mischfonds transparent nachvollziehen. Über die letzten drei Jahre konnten wir einen durchschnittlichen Ertrag von mehr als zwölf Prozent nach Kosten generieren. Dabei liegt die Aktienquote im Regelfall zwischen 35 und 65 Prozent“, erklärt FV-Frankfurter-Vermögen-Vorstand Uwe Eilers gegenüber der Redaktion: „Unsere Stärken liegen nicht nur in der Asset Allocation, was im Mischfonds wichtig ist, sondern auch darin, dass wir auch im Anleihensegment auskömmliche Renditen erzielen.“

Ein extrem hohes Wachstum verzeichnet der erst 2019 gegründete Indexfondsanbieter Rize ETF, der durch einen Sprung von 81 Millionen auf 373 Millionen Euro zum ersten Mal im Ranking vertreten ist. Die vier Co-Gründer Rahul Bhushan, Stuart Forbes, Anthony Martin und Jason Kennard bieten Themen-ETFs an, über die Investoren ein Gleichgewicht zwischen der Erwirtschaftung langfristiger Erträge und der ­Unterstützung von Unternehmen, die die Art von Zukunft schaffen, in der viele junge Leute leben wollen, erzielen können. „Viele sehen uns als eine wirklich bahnbrechende, kompromisslose neue Kraft auf dem europäischen ETF-Markt. Das bedeutet, dass wir jetzt dabei sind, die Lücke zu füllen, die wir bei der Gründung des Unternehmens im Januar 2019 identifiziert haben“, sagt  Rize-ETF-Co-Gründer Bhushan. Am Erfolg dieses dynamisch expandierenden Unternehmens wollen nun auch andere partizipieren. So erwarb die nunmehr von Branchen­urgestein Achim Gilbert (ex-Aberdeen-Chef und Gründer) geführte Investmentboutique AssetCo im Sommer rund 63 Prozent an Rize ETF. 

Wie Rize ETF zum allerersten Mal im Ranking gelistet ist Robert Beer Investment. Die von Robert Beer gegründete Boutique überzeugte im Krisenjahr 2020 mit ihren ­risikoadjustierten Aktien- und Mischfonds, die dank funktionierender Sicherungssysteme den Kursrutsch sehr gut abfingen und durch einen baldigen Wiedereinstieg an der folgenden Aufwärtsbewegung ordentlich partizipierten. Der Lohn dafür sind mehrere Awards für die hauseigenen Fonds und größere Tickets von aufmerksam gewordenen Institutionellen.


Comeback
Den untersten Platz im vierten Cluster mit 204 Millionen Euro belegt sentix. Die auf Sentiment-Analysen spezialisierte Boutique hat trotz guter Performance schwierige Jahre hinter sich, da Großanleger Gelder abzogen und dadurch die Gesellschaft unter die 200-Millionen-Euro-Schwelle fiel. Das Tal der Tränen hat sentix nunmehr durchschritten und konnte im Betrachtungszeitraum allein im institutionellen Segment das verwaltete Vermögen versechsfachen. sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner nennt den Grund dafür: „Seit der Neuausrichtung ­unseres Investmentansatzes 2018 hat sich die Performance unserer Fonds weiter verbessert, was auch unsere Anleger honorieren.“


Anton Altendorfer


Die dynamischsten Asset Manager

Auffallend hohe relative Zuwächse und Abflüsse im ersten Halbjahr 2021 

A n der Spitze des Rankings der wachstumsstärksten Asset Manager steht mit einem Plus von 362 Prozent im ersten Halbjahr der erst 2019 von vier ehemaligen LGIM- und ETF-Securities-Professionals gegründete Indexfondsanbieter Rize ETF, der vom ETF-Boom bei Themen wie nachhaltige Lebensmittel, Cannabis, Cybersicherheit oder digitalem Lernen profitiert. „Unser Ziel ist es, in Europa führend im Bereich thematischer und nachhaltiger Investitionen zu sein“, erklärt Rahul Bhushan, Co-Gründer von Rize ETF. Das Thema „Kryptoanlagen“ ist die Domäne der auf Platz zwei liegende 21Shares, die ihre Assets um 339 Prozent steigerte. „Wir sind unserem Credo treu geblieben, innovative und dennoch unkomplizierte Finanzprodukte auf den Markt zu bringen, die institutionellen Anlegern ein ausgesprochen problemloses Engagement in Krypto-Assets ermöglichen“, sagt Isabell Moessler, Head Distribution EMEA, bei 21Shares. Keine einzelnen Investmentthemen, sondern eine klassische Fusion steht hinter dem Zuwachs in Höhe von 180 Prozent bei Altamar CAM Partners, die aus dem Zusammengehen der deutschen CAM Alternatives und der spanischen Altamar Capital Partners Ende des ersten Halb - jahres entstand. Ebenfalls 180 Prozent Zuwachs verzeichnete sentix und feiert damit seine Rückkehr ins Ranking. Der Behavioral-Finance-Spezialist verdankt den Volumens anstieg hohen Zuflüssen neuer institutioneller Kunden, die vom Renditepotenzial des 2018 neu ausgerichteten Investmentansatzes profitieren wollen. 

BIT Capital mit Sitz in Berlin und Hongkong hat es ihrerseits bereits zum dritten Mal hintereinander in die Top Ten der wachstumsstärksten Asset Manager geschafft. Belegte die auf Technologieaktien spezialisierte Investmentboutique vor einem und einem halben Jahr noch die Plätze eins und zwei mit Wachstumsraten von 389 respektive 139 Prozent, reicht diesmal ein Wachstum von 148 Prozent lediglich für Platz fünf. Angesichts der Steigerung von 641 Millionen auf 1.587 Millionen Euro beim verwalteten Vermögen wird das Chief Investment Officer und Gründer Jan Beckers aber sicherlich verkraften.

Der Boom bei Wachstumsaktien kam auch der FV Frankfurter Vermögen aus Königstein zugute. Denn für den nachhaltigen vermögensverwaltenden DUI Wertefinder Mischfonds, der neben der Rententangente eine aktiv atmende Aktienquote zwischen 35 und 65 Prozent hat und bei der Performance überzeugt, werden neben den typischen Qualitätswerten wie Siemens vor allem Aktien aus Zukunftsbranchen gekauft. Damit setzt man auf Themen wie 5G, Cyber Security, aber auch Gesundheits-, Wasserstoff- und Umwelttechnologien. „Dabei investieren wir primär in die wachstumsstarken Zulieferer und nicht in die großen, bekannten Technologieunternehmen. Beispiele dafür sind Brainchip, Check Point Software oder auch Teradyne und Carbios“, erklärt FV-Frankfurter-Vermögen-Vorstand Uwe Eilers. Für den Zuwachs bei Morgan Stanley IM ist überwiegend der Kauf der US-Gesellschaft Eaton Vance und ihrer Investmenttöchter verantwortlich, der im ersten Quartal dieses Jahres abgeschlossen wurde und Morgan Stanley IM neue Assets von mehr als einer halben Billion US-Dollar brachte. 


Insourcing kostet Assets Prime Capital aus Frankfurt musste unter allen Asset Managern den größten Rückgang (–49 %) beim verwalteten Vermögen hinnehmen, da ein mil - liardenschweres „Verwaltungsmandat“ endete. Laut Andreas Kalusche, CEO von Prime Capital, war der Abfluss zu erwarten, sobald der Kunde in der Lage sein würde, diese Assets selbst zu managen. Das Mandat dieses Kunden bestand aus mehreren Teilen. Der langfristig geplante Teil wird weiterhin von Prime Capital betreut. „Die AuM unseres Kerngeschäfts Absolute Return und Private Markets zeigen weiterhin ein sehr robustes Wachstum,“ betont Kalusche. Ein ungewohntes Minus berichtete Universal-Investment. Der Grund: Die Gesellschaft baute im zweiten Halbjahr 2020 für einen großen institutionellen Investor eine kurzfristig Währungssicherung auf, die damals zum Anstieg der verwalteten Assets führte. Im ersten Halbjahr 2021 wurde diese Währungssicherung planmäßig wieder aufgelöst. Dies führte zu einem Rückgang bei den verwalteten Geldern. Wenig Fortune hatten im ersten Halbjahr auch QCAM Currency AM und Schroder Adveq wie auch GAM aus der Schweiz. 


Anhang:

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