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Der Pflichttermin 2026

Institutional Money Kongress

IM 2025 Top-Keynotes
James A. Robinson

James A. Robinson

Vortrag: Warum wir aufsteigen, warum wir fallen

Nobelpreisträger James A. Robinson hat den Unterschied zwischen Niedergang und Aufstieg von Gesellschaften ausgemacht. In welche Richtung bewegt sich der Westen?

Wieso steigen manche Gesellschaften auf und dominieren ganze Kontinente, während andere in Stagnation verharren oder zerfallen? Die Antwort darauf ist vielschichtig – doch der Ökonom und Politologe James A. Robinson hat in seiner wegweisenden Forschung das historische Muster entschlüsselt: Der Aufstieg und Fall von Nationen hängt von der Natur ihrerInstitutionen ab.

Für diese Erkenntnis wurde Robinson 2024 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. Die zentrale Erkenntnis: Nachhaltiger Wohlstand ist das Produkt inklusiver Systeme, also gesellschaftlicher Rahmenwerke, die Eigentumsrechte schützen, breite politische Teilhabe fördern und faire Regeln für alle sichern. Dem gegenüber stehen extraktive Institutionen, die lediglich einer kleinen Elite dienen und so Innovation und langfristigen Fortschritt ersticken.

Als Keynote Speaker auf dem Institutional Money Kongress zeichnet Robinson historische Vektoren bis in die Gegenwart. Er zeigt auf, welch akute Gefahr die schleichende Erosion inklusiver Institutionen für etablierte Demokratien darstellt. Die Lehren aus dem Untergang vergangener Imperien sind heute hochrelevant für das politische Gerüst des Westens, die Stabilität Europas und die Zukunft Deutschlands.


Jörg Kukies

Jörg Kukies

Vortrag: Deutschland: Was geschehen muss

Als ehemaliger Finanzminister kennt Jörg Kukies Berlin wie seine Westentasche. Die Frage an ihn: Hat die Politik die Mittel und den Willen, Deutschland voranzubringen?

Deutschland befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Globale Verschiebungen und die Notwendigkeit der ökologischen und technologischen Modernisierung stellen die Wirtschaft vor zentrale Herausforderungen. Die Frage ist: Wie lassen sich diese Herausforderungen in Erfolge ummünzen, und welche politischen Weichenstellungen sind dafür nötig?

Jörg Kukies, einer der einflussreichsten Berlin- Insider, kennt die Antwort aus erster Hand. Als ehemaliger Bundesminister der Finanzen und langjähriger Staatssekretär hat er die Entscheidungszentralen der deutschen und europäischen Politik maßgeblich mitgestaltet. Er weiß nicht nur um die ökonomischen Notwendigkeiten, sondern auch um die internen Kapazitäten und die Grenzen des politischen Apparats.
In seiner Keynote wird Kukies die aktuellen Strukturdebatten schonungslos analysieren: Wo liegen die Stärken, die es zu bewahren gilt, und wo der Reformbedarf? Und vor allem: Welche strategischen Schritte muss die Bundesregierung – und mit ihr die deutsche Wirtschaft – jetzt unternehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand langfristig im 21. Jahrhundert zu sichern?


Nassim Nicholas Taleb

Nassim Nicholas Taleb

Vortrag: Weiße Schwäne: Wie wir uns vorbereiten

Nassim Nicholas Taleb hat den „Schwarzen Schwan“ als Metapher für unvorhersehbare Risiken an den Märkten etabliert. Doch auch „Weiße Schwäne“ können zuschnappen.

Viele Risiken sind sichtbar - und werden dennoch unterschätzt. Nassim Nicholas Taleb bezeichnet solche vorhersehbaren, strukturell angelegten Unsicherheiten als Weiße Schwäne. Ihnen stellt er die Schwarzen Schwäne gegenüber: seltene, hochwirksame Ereignisse, die sich erst im Nachhinein erklären lassen. Gegenwärtig scheint von Ersteren in Form der bekannten geopolitischen und fiskalischen Herausforderungen die größere Gefahr auszugehen.

Taleb zählt zu den einflussreichsten Stimmen der modernen Risikoforschung. Der ehemalige Optionshändler, Mathematiker und Autor von Werken wie „The Black Swan“ und „ Antifragile“ hat herausgearbeitet, wie traditionelle Prognosemodelle Verwundbarkeiten unterschätzen und wie wichtig robuste Entscheidungsarchitekturen in einem unsicheren Umfeld sind.

Taleb wird darlegen, welche Prinzipien ein wirksames Risikomanagement im Rahmen potenzieller Weißer- und Schwarzer-Schwan-Szenarien verfolgen muss. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Akteure ihre Systeme, Prozesse und Portfolios so gestalten können, dass sie vorhersehbaren Belastungen standhalten und zugleich unerwarteten Schocks gegenüber widerstandsfähig bleiben.


Markus Brunnermeier

Markus Brunnermeier

Vortrag: Strategien für eine neue globale Finanzarchitektur

Princeton-Ökonom Markus Brunnermeier erforscht das Konzept der schöpferischen Zerstörung. Relevant dabei: die Identifizierung von Kipp- Punkten. Haben wir einen solchen erreicht?

Markus Brunnermeier, gebürtiger Deutscher und Professor an der Princeton University, zählt zu den einflussreichsten Ökonomen einer Forschungstradition, die reale Marktmechanismen ins Zentrum rückt: Liquidität, Leverage, Erwartungen und institutionelle Zwänge. Diese Faktoren prägen Preise und Risikoübertragung weit stärker, als es viele klassische Modelle abbilden. Damit setzt Brunnermeier einen deutlichen Kontrapunkt zur Effizienzmarkttheorie, deren abstrahierte Sicht auf Märkte er durch empirisch fundierte Friktionsdynamiken erweitert hat.

Mit Konzepten wie den „Liquidity Spirals“, Arbeiten zu Safe Assets, globalen Ungleichgewichten und dem „exorbitanten Privileg“ führender Währungen prägt er internationale Debatten zur zukünftigen Finanzordnung. Seine Forschung behandelt außerdem Kipp-Punkte, systemische Verwundbarkeiten und das produktive Potenzial schöpferischer Zerstörung.

Brunnermeier wird im Rahmen dieser Erkenntnisse diskutieren, welche Risiken Investoren vermeiden und welche sie bewusst eingehen sollten. Er zeigt, wie eine widerstandsfähige Finanzarchitektur gestaltet werden kann, die Stabilität mit Fortschritt und Erneuerungsfähigkeit verbindet.