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Institutional Money Kongress 2015

24. und 25. Februar 2015
Congress Center, Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1

Kongress-News

INSTITUTIONAL MONEY KONGRESS 2015


Negativzinsen – Nein Danke!


Der achte Institutional Money Kongress hat auch dieses Mal die hohen Erwartungen der Kongressbesucher erfüllt und zahlreiche Alternativen aufgezeigt, wie man trotz Negativzinsen ausreichende Renditen erzielen kann. Die Vorträge der Starreferenten waren nicht nur das Salz in der Suppe, sondern bieten Investoren auch langfristige Orientierung im oftmals hektischen Börsenalltag.

Das war der Kongress 2015

Institutionelle Investoren haben es angesichts niedriger, teilweise bereits negativer Zinsen, immer schwerer bei der Erreichung ihrer Renditevorgaben. Wie Großanleger diese allen Widrigkeiten zum Trotz trotzdem erreichen können, war auf dem achten Institutional Money Kongress zu erfahren, der von 24. bis 25. Februar 2015 im Frankfurter Congress Center stattfand. Institutionelle Investoren konnten sich in zahlreichen Workshops und Gruppengesprächen sowie unzähligen One-to-Ones über die neuesten Investmentlösungen mit auskömmlichen Renditen informieren oder sich auf den aktuellen Wissenstand betreffend die neue Anlageverordnung und anderer Vorschriften wie Solvency II bringen. Hinzu kamen moderierte Podiumsdiskussionen zu den Themen „Moral oder Rendite?“, „Falsch verstandenes Verantwortungsbewusstsein als Renditebremse?“ oder „Die zweite Säule im Brüsseler Spannungsfeld der Politik“.

Was interessiert Institutionelle?

Auf großes Investoreninteresse trafen auch dieses Mal Themen wie Unternehmens-, Hochzins und Nachranganleihen und insbesondere Aktienstrategien, die bei reduziertem Risiko interessante Renditen bringen, beispielsweise über Low-Volatility-Ansätze oder üppige Dividenden. Im Fokus der Kongressbesucher standen auch Themen wie Infrastruktur, Private Debt, Absolute-Return, Smart Beta oder Overlay-Strategien. Interessanterweise scheinen Style Investing oder Multi-Asset-Lösungen bei institutionellen Investoren den Nerv der Zeit zu treffen, wie der rege Besucherstrom in die entsprechenden Workshops respektive die dafür reservierten Vortragssäle zeigte.

Institutionelle nutzten die beiden Kongresstage, um mit internationalen Experten die aktuelle Situation in allen Facetten zu analysieren und zu diskutieren. Investmentideen wurden erwogen und zum Teil auch verworfen. Langjährige Kongressbesucher schätzen neben dem bewährten Programm auch die zahlreichen Gelegenheiten, sich in den Vortragspausen bei den Getränkeinseln oder in den exklusiven Lounges auszutauschen und bei dieser Gelegenheit ihr persönliches Netzwerk zu erweitern.

Neue Wege gesucht

Der aus vielen Gesprächen herauszuhörende Grundtenor ist, dass auf der Rentenseite nur mehr renditeloses Risiko besteht und eine Erhöhung der Aktienquote „alternativlos“ sei. Insbesondere Long/Short-Ansätze müssen künftig, so es die Regularien gestatten, an die Stelle von Long-Only treten. Neue Wege in der Asset Allokation sind zu beschreiten, und Renditen müssen wohl künftig auch durch die Vereinnahmung von Illiquiditätsprämien erzielt werden, etwa durch Infrastruktur-Investments.

Daher sei gerade der jährliche Institutional Money Kongress als DIE Top-Veranstaltung im deutschen Sprachraum ein absoluter Pflichttermin, den sich viele Kongressbesucher gerne jedes Jahr rot in ihren Kalendern notieren und sich darauf wirklich freuen.

Starreferenten sorgten für Gesprächsstoff

Beliebter Gesprächsstoff bei den institutionellen Besuchern waren die Vorträge der Starreferenten, die mit ihren Ansichten und Thesen für neue Einsichten und Perspektiven sorgten.

ZEW-Präsident warnt

Clemens Fuest
ZEW-Präsident und Volkswirtschaftsprofessor, Clemens Fuest

Den Eröffnungsvortag am Institutional Money Kongress hielt Clemens Fuest, ZEW-Präsident und Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Mannheim, zum Thema „Die europäische Wirtschaft - Aufschwung oder Stagnation?". Er analysierte die Konjunkturaussichten in der Eurozone sowie der restliche Welt und ging der Frage nach, ob die Krise tatsächlich überwunden sei. Fuest erinnerte an die riesigen Schuldenberge, die künftige Generationen abzutragen hätten. Ob dies über die Erzielung von Primärüberschüssen gelingt, sei aber mehr als fraglich. Diese hätten auch in Vor-Krisenzeiten bei guter Konjunkturlage Seltenheitswert gehabt.

Der Professor stellte vier mögliche Auswege aus der aktuellen Misere vor, darunter eine expansive Geldpolitik zur Wirtschaftsstimulierung, eine Konjunkturankurbelung auf Kredit oder eine internationale Schuldenkonferenz zur Restrukturierung der öffentlichen und auch privaten Schulden. Dies würde aber im Vorfeld Turbulenzen an den Märkten auslösen. Mehr Details zum Vortrag von Prof. Fuest finden Sie HIER.

Die Welt aus den Augen eines Giganten

Larry Fink
Gründungspartner und CEO BlackRock, Larry Fink

Larry Fink, Gründungspartner und CEO des Fondsgiganten BlackRock, erklärte auf dem Podium, in welchen Märkten er Wachstumspotenzial sieht und wie seine Gesellschaft davon profitieren will. Betreffend der Krise in der Ukraine, aber auch der Terrororganisation ISIS monierte er, dass solche Entwicklungen von den Medien aufgebauscht werden. Diese sollten für Langfristinvestoren, wie es institutionelle Investoren sind, als nicht wirklich Kursrelevantes „Marktrauschen“ möglichst ignoriert werden. Nach Finks Ansicht werde Griechenland in der Eurozone bleiben, ein Grexit wäre aber aktuell im Gegensatz zu 2012 kein systemrelevantes Problem mehr. Weitere Themen waren die erwartete Leitzinserhöhung in den USA, die negativen Auswirkungen niedriger Zinsen auf die DC-Pläne von zukünftigen Rentnern (Fink: „die Kosten niedriger Zinsen sind enorm“) sowie das verloren gegangene Investorenvertrauen in den Aktienmarkt. Interessant war auch die Diskussion darüber, ob aktive oder passive Fonds für Investoren die bessere Wahl seien und ob es sich bei Smart-Beta-Produkten um einen neuen Trend, oder um eine Modeerscheinung in der Investmentbranche handle. Mehr Details finden Sie HIER.

Wolf of Wall Street live in Frankfurt

Jordan Belfort
„The Wolf of Wall Street“, Jordan Belfort

Für Abwechslung respektive Auflockerung zu den teilweise fast schon wissenschaftlich anmutenden Fachvorträgen sorgte gleich nach dem gesetzten Mittagessen am ersten Kongresstag Jordan Belfort, alias „The Wolf of Wall Street“. Der blendende Rhetoriker erzählte in seinem Vortrag von seinen Anfängen als Verkäufer diverser Waren wie Snacks, Schmuck oder Fleisch und wie er seinen Weg an die Wall Street fand. Nach einem missglückten ersten Arbeitstag, der zu seinem Pech am „Schwarzen Montag“ im Jahr 1987 war, verlor er seinen Job bei einem seriösen Broker. Daraufhin verschlug ihn das Schicksal zu einem Penny Stock Broker außerhalb von New York, durch den er nach und nach auf die schiefe Bahn geriet. Auch wenn der Kinofilm, in dem Belfort von Leonard diCaprio dargestellt wurde, ziemlich nah an der Wahrheit war, stellte Belfort klar, dass er in der Realität erst relativ spät zu Drogen gegriffen habe und nunmehr in jeder Hinsicht geläutert sei.

Plädoyer für Europa

Dr. Viviane Reding
Ehemalige EU-Kommissarin und heutige EU-Parlamentarierin, Dr. Viviane Reding

Am zweiten Kongresstag gab ehemalige EU-Kommissarin und heutige EU-Parlamentarierin Dr. Viviane Reding einen Einblick, wie Europa heute mit seinem Zusammenspiel von Kommission, Rat und Parlament tatsächlich funktioniert. Dabei betonte sie den zunehmenden Einfluss des EU-Parlaments, das diesen auch in den Verhandlungen selbstbewusst einzusetzen weiß. Reding brach eine Lanze für die EU und forderte, dass der Alte Kontinent jene Eckpfeiler festigen müsse, die es den nachfolgenden Generationen erlauben in einem stabilen, rechtssicheren Raum zu leben. Ansonsten bestehe die Gefahr einer Fremdbestimmung von außen. Der Binnenmarkt sei ein Schatz, Europa möge TIPP als Chance begreifen. Politiker müssten ihre Pläne viel stärker den EU-Bürgern vor Ort näher bringen. Was Reding noch alles sagte, können Sie HIER nachlesen.

"Alternativlos gibt es nicht!"

Dr. Peter Robejsek
Strategie- und Politikberater, Dr. Peter Robejsek

Strategie- und Politikberater Dr. Peter Robejsek, bekannt für seine messerscharfen und vielfach richtigen Prognosen von politischen und ökonomischen Entwicklungen (wie dem Zusammenbruch der Sowjetunion oder die strukturellen Probleme des Euros) ging mit der Politik, der Finanzbranche und in Folge mit fast allen Bürgern bei seinem Vortrag am Ende des zweiten Kongresstages, hart ins Gericht. Er geißelte vor allem die Politikerkaste, die nicht mehr gestalten wolle, sondern sich dem Primat der Wirtschaft beuge und nannte dies eine „Ökonomisierung der Politik“. Es brauche Politiker mit dem Willen zu führen, um in vielen Bereichen der Gesellschaft den Takt vorzugeben. Der brillante Intellektuelle und begnadete Redner, der sich in seinem Vortrag kein Blatt vor den Mund nahm, entließ die Kongressteilnehmer mit der unangenehmen und nicht beantworteten Frage, ob es angesichts der unbewältigten Probleme nicht andere, erfolgreichere Gesellschaftsmodelle als die Demokratie geben könne, die sich angesichts des nicht wahrgenommenen Gestaltungsprimats der heutigen Politik dann etablieren könnten. Anmerkung: Einen ausführlichen Bericht über Robejseks Vortrag finden Sie HIER.

Galaabend im Palmengarten

Dieses Mal fand der Galaabend im Gesellschaftshaus Palmengarten in Frankfurt statt. Der streitbare Dr. Peter Robejsek hielt eine hochinteressante Dinner Speech und gab den anwesenden Gästen bereits einen Vorgeschmack auf seinen Vortrag am zweiten Kongresstag. Die Gäste genossen nicht nur die Show-Acts und die lukullischen Genüsse, sondern auch die Atmosphäre und den Austausch mit Branchenkollegen.

Galaabend

Positives Feedback

Wie wir aus vielen Quellen erfuhren, waren auch bei der achten Auflage des Institutional Money Kongresses sowohl die institutionellen Investoren auf Seite der Besucher als auch die Sponsorenvertreter hochzufrieden. Mehrfach wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass der Institutional Money Kongress DER Branchentreff für institutionelle Investoren im deutschen Sprachraum ist und dass es keine vergleichbare Veranstaltung gibt, was den Institutional Money Kongress zu DEM Fixpunkt in jedem Kalender eines institutionellen Investors macht.

Save the Date

Der Institutional Money Kongress 2016 wird am 23. und 24. Februar 2016 im Congress Center in Frankfurt stattfinden und der beliebte Galaabend wie gewohnt wieder in der Alten Oper. Die Anmeldung dafür ist ab Oktober 2015 möglich. Wir freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch!

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