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25. und 26. März 2020
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Wirtschaftsweise Schnabel: "Multilaterale Ordnung ist bedroht"

Das Wachstum in Deutschland und Europa hat sich zwar abgeschwächt, zumindest in Deutschland aber droht bisher keine Rezession. So lautet eine der Aussagen von Uni-Professorin Isabel Schnabel im Video-Gespräch. Sorge bereite weiterhin die Situation in Italien und der Ausgang des Brexit.

Prof. Dr. Isabel Schnabel, Universität Bonn und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Prof. Dr. Isabel Schnabel, Universität Bonn und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
© Christoph Hemmerich / Institutional Money

"Droht Deutschland und Europa eine neue Krise –und wenn ja, was dann?". Mit dieser Frage hatte Isabel Schnabel, Professorin für Finanzmarktökonomie an der Uni Bonn und als „Wirtschaftsweise“ Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, ihren Vortrag beim diesjährigen Institutional Money Kongress überschrieben. Auch wenn sich das Wachstum in Deutschland und Europa spürbar verlangsamt habe, bestehe derzeit kein Anlass für Panik, fällt ihre Antwort darauf im Video-Interview eher beruhigend aus.

Speziell in Deutschland habe sich zwar das Wachstum aus mehreren Gründen deutlich verlangsamt, eine Rezession, wie sie derzeit von einigen Marktbeobachtern befürchtet werde, drohe aber aus ihrer Sicht nicht. Die binnenwirtschaftlichen Faktoren entwickeln sich laut Schnabel nach wie vor relativ gut, zudem erweise sich der Arbeitsmarkt nach wie vor sehr stabil. Entsprechend robust entwickele sich die Binnennachfrage und das bei weiterhin steigenden Löhnen, was eher negativen außenwirtschaftlichen Faktoren stabilisierend gegenüberstehe.

Nicht zu unterschätzende Risiken
Für nicht zu unterschätzende Risiken sorge allerdings die aktuell zu beobachtende Bedrohung der gesamten multilateralen Ordnung, für die der nach wie vor ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China nur eines von weiteren Beispielen sei. Unabhängig davon komme eine Abschwächung der Konjunktur in China bei gleichzeitig dort massiv steigender Verschuldung, vor allem des privaten Sektors, hinzu.

In Europa schwebe nach wie vor das Damoklesschwert des Brexit über den Märkten, schließlich wisse bisher niemand, welche Konsequenzen das Gerangel um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union noch mit sich bringen werde.

Sorge bereite auch die Entwicklung in Italien, die weiter eine nicht zu unterschätzende Instabilität im Euroraum mit sich bringe.

Welchen Herausforderungen speziell Deutschland vor diesem Hintergrund gegenübersteht, erfahren interessierte Leser im Video-Gespräch mit Isabel Schnabel. Ein jurzer Klick genügt. (hh)

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