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26. und 27. Mai 2021
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Wiesbaden

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Wells Fargo AM: Private-Debt-Markt gut gestartet

Investoren in europäische Leveraged Loans dürfen sich im vergangenen Monat trotz eines sehr hohen Emissionsvolumens über nennenswerte Renditen freuen. Dafür verantwortlich waren laut Wells Fargo Asset Management zwei Faktoren

Jens Vanbrabant, Wells Fargo Asset Management
Jens Vanbrabant, Leiter von Wells Fargo AMs europäischen Senior Secured Loans-Team, hält ein Gruppengespräch über europäische Bank Loans am 13. Institutional Money Kongress Ende März 2020 in Wiesbaden.
© Wells Fargo Asset Management

Der europäische Leveraged-Loan-Markt ist gut ins neue Jahrzehnt gestartet, berichtet Wells Fargo Asset Management. Die Dynamik aus dem 4. Quartal 2019 hielt an und die Rallye risikoreicherer Wertpapiere Anfang Januar sorgte für zusätzlichen Auftrieb. Gegen Monatsende kehrte die Volatilität aber zurück, als die zunehmenden Sorgen wegen des Coronavirus und seiner möglichen wirtschaftlichen Folgen eine Korrektur am Aktienmarkt auslösten. Die guten technischen Faktoren haben den Loan-Markt aber stabilisiert: Es wurden neue Collateralised Loan Obligations (CLOs) aufgelegt und bei vielen Loans wurden die Zinskonditionen neu festgesetzt. Es wurden zahlreiche neue Loans begeben und die Gesamterträge waren positiv.

Im Januar legte der Credit Suisse Institutional Non-USD Western European Leveraged Loan Index (WELLI) um +0,61 Prozent zu (abgesichert in Euro). Davon entfielen 29 Basispunkte auf die Kursentwicklung und 32 Basispunkte auf die Zinserträge. Die einzelnen Sektoren entwickelten sich sehr unterschiedlich. An der Spitze standen langlebige Konsumgüter (+2,49%) und Einzelhandel (+2,21%), während Logistik (+0,16%) hinter dem Markt zurückblieb. Die steigende Risikobereitschaft zeigte sich auch in der Entwicklung der Ratingkategorien. Risikoreichere CCC-Titel lagen mit +1,60 Prozent Ertrag vor B-Titeln (+0,67%) und Loans mit BB-Rating (+0,41%).

Der Primärmarkt war sehr aktiv, es wurden zahlreiche neue Loans begeben und bei vielen alten Krediten wurden die Zinsen neu festgelegt. Nach Angaben von S&P Leveraged Commentary and Data (LCD) wurden im Januar 2020 für 14,4 Milliarden Euro institutionelle Loans begeben, gegenüber lediglich 1,46 Milliarden Euro im Januar 2019. Ein Großteil der Neuemissionen (9,6 Milliarden Euro) dient der Finanzierung von Fusionen und Übernahmen, darunter 4,2 Milliarden Euro für Buy-outs. Seit Beginn der Aufzeichnungen wurden im Januar nur zwei Mal mehr Loans begeben.


Wells Fargo Asset Management zählt zu den Sponsoren des 13. Institutional Money Kongresses (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress Center).
Scott M. Smith (Senior Portfolio Manager and Head of the Multi Sector IG Team) hält einen Workshop zum Thema Corporate Bonds.
Jens Vanbrabant, Leiter von Wells Fargo AMs europäischen Senior Secured Loans Team, diskutiert im Gruppengespräch über Senior Secured Debt.

Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

Nennenswerte Deals
Zu den wichtigsten Transaktionen zählen ein grenzüberschreitendes Kreditpaket von Advent (zur Finanzierung der Übernahme des bislang börsennotierten britischen Verteidigungsunternehmens Cobham), ein Term Loan in Höhe von 710 Millionen Euro des Dämmstoffherstellers Armacell (zur Finanzierung des Buy-outs durch PAI und KIRKBI), ein 2,18 Milliarden Euro umfassender Loan des Eiscremeherstellers Froneri (für die Übernahme des Nordamerikageschäfts von Nestlé) sowie Loans des deutschen Pharmaunternehmens Stada in Höhe von 2,68 Milliarden Euro (zur Refinanzierung von Altkrediten). Interessanterweise wurde bei der Cobham-Transaktion zunächst der Eindruck erweckt, dass auch High-Yield-Anleihen begeben werden sollten, was sich aber während des Syndizierungsverfahrens änderte. Dennoch kamen sehr viele High-Yield-Anleihen an den Markt, mit 13 Milliarden Euro Emissionsvolumen war der Januar 2020 der zweitstärkste Monat seit Beginn der Statistik. Außerdem wurden die Zinsen von zehn Term-Loan-B-Tranchen neu festgelegt; nach Angaben von Debt­wire, Inc. wurden die Zinsmargen hier um fast 60 Basispunkte gesenkt. Alles in allem bestätigt dies das gute Marktumfeld. Im Schnitt sind die Endfälligkeitsrenditen neuer Term Loans B im Januar auf 3,89 Prozent zurückgegangen, nach 4,28 Prozent vor einem Jahr.

Während sich der Kapitalmarkt auf die Primärmarktaktivitäten fokussierte, fand am Sekundärmarkt eine Preisanpassung statt die die zugrunde liegende Nachfrage nach der Assetklasse Loans widerspiegelte. Insgesamt ist der Durchschnittspreis des Credit Suisse Institutional Non-USD WELLI um 31 Basispunkte auf 98,49 gestiegen, den höchsten Stand seit Oktober 2018. Die durchschnittliche dreijährige Diskontmarge ging um 9 auf 413 Basispunkte zurück. (aa)

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