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Institutional Money Kongress 2019

26. und 27. Februar 2019
Congress Center, Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1

| Theorie
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Studie: Wie sich der Spezialfondsmarkt entwickelt und was gekauft wird

Eine Kommalpha-Analyse des Spezialfondsmarkts wirft einen Blick auf die wichtigsten Trends und Entwicklungen und versucht zu beantworten, wie sich dieser in der Zukunft entwickelt. Vor allem ein Blick auf die Treiber des Markts zeigt, was auf den Kauflisten ganz oben steht.

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Clemens Schuerhoff, Vorstand von Kommalpha, hat in einer Studie die wichtigsten Entwicklungen am Spezialfondsmarkt zusammengefasst. Die interessantesten Grafiken der umfangreichen Studie können Sie nachfolgender Bildergalerie entnehmen ->
 
© Kommalpha

Auch wenn der Spezialfondsmarkt in Deutschland mit rund 1,5 Billionen Euro sehr groß ist, heißt das nicht, dass es auf diesem keine Bewegung gibt. So hat sich das Spezialfondsvermögen, das immerhin mehr als dreimal so groß ist als der Publikumsfondsmarkt, in den letzten zehn Jahren per Stichtag Ende Juni 2017 mehr als verdoppelt: es ist um das 2,5-fache gestiegen, berichtet das Consultingunternehmen Kommalpha in einer aktuellen Studie zum Spezialfondsmarkt (siehe Grafik oben). „Der Siegeszug scheint ungebrochen“, schreibt Kommalpha in ihrem Papier. Basierend auf einer Umfrage unter 100 institutionellen Investoren im zweiten Halbjahr 2017 sowie zwei Dutzend bilateral geführter Interviews bei repräsentativen Großanlegern kommt Kommalpha zu folgenden Kernaussagen:

Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen dominieren
Fünf Segmente institutioneller Investoren vereinen per Stichtag Ende Juni 2017 90 Prozent des Marktes auf sich. Dieses sind in absteigender Reihenfolge Versicherungen (572 Milliarden Euro), Altersvorsorgeeinrichtungen (372 Milliarden Euro), Kreditinstitute (155 Milliarden Euro), Corporates (151 Milliarden Euro) und private Organisationen ohne Erwerbszweck (144 Milliarden Euro).

Hierbei sei laut Kommalpha bemerkenswert, dass Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen absolut dominant sind und alleine schon 60 Prozent Marktanteil ausmachen. Sie weisen auch mit Abstand die höchsten Mittelaufkommen in den letzten zehn Jahren auf. Ebenso bemerkenswert sei aber auch, dass das Nettomittelaufkommen von Altersvorsorgeeinrichtungen im laufenden Jahr 2017 stark eingebrochen ist im Vergleich zu den starken Vorjahren. So beträgt das Nettomittelaufkommen zur Jahreshälfte 2017 lediglich 1,9 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2016 und 2015 hatten Altersvorsorgeeinrichtungen bereits über 18 Milliarden Euro netto eingesammelt. Eine grafische Darstellung finden Sie auf oben in der Bildergalerie.

„Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich das Aufkommen über das gesamte Jahr in 2018 entwickelt, da es sich bei Altersvorsorgeeinrichtungen um die am stärksten wachsende Kundengruppe in den letzten Jahren handelt“, schreibt Kommalpha in ihrem Papier.

Gemischte Mandate vor Rentenfonds
Bei den Fondskategorien geht der Siegeszug von gemischten Wertpapierfonds weiter. Sie sind mit einem Fondsvermögen von 811 Milliarden und einem Marktanteil von 54 Prozent die mit Abstand größte Fondskategorie. Hinter diesen Zahlen verbirgt sich laut Kommalpha die Tatsache, dass ein wesentlicher Anteil von Spezialfonds in Masterfondsstrukturen administriert wird, was sich überwiegend in gemischten Mandaten widerspiegelt (siehe Bild oben)

Reine Rentenspezialfonds folgen mit einem Vermögen von 355 Milliarden Euro. Diese beiden Kategorien weisen auch die mit Abstand höchsten Mittelaufkommen in den letzten Jahren auf. Hinsichtlich Marktanteilen folgen Aktienspezialfonds, Dach-Spezialfonds und Immobilienspezialfonds. Geldmarkt- und Hedgefonds spielen im Spezialfondsgeschäft keine Rolle.

Homebias messbar
Bei der Zusammensetzung der Fondsvermögen nach Allokation in Ländern und Ländergruppen ist immer noch ein klarer Homebias zu Deutschland, Frankreich und den weiteren Ländern der Eurozone zu beobachten. Lediglich bei festverzinslichen Wertpapieren ist im zeitlichen Verlauf ein signifikanter Anstieg der Allokation in Länder außerhalb der Eurozone zu beobachten, insbesondere zu Lasten deutscher Bonds. Die Suche nach nennenswerter Rendite im Rentenbereich findet außerhalb Europas statt.

Was bringt die Zukunft?
Die im Rahmen der Kommalpha-Analyse durchgeführte Investorenbefragung bringt zu Tage, dass zukünftig weiterhin Auflageaktivitäten von Spezialfonds zu erwarten sind. Etwas mehr als die Hälfte der befragten institutionellen Investoren planen innerhalb der kommenden zwölf Monate die Auflage von Spezialfonds. Als treibende Themen werden dabei überwiegend Alternative Investments, Immobilien und Wertpapierspezialitäten gesehen (siehe Bildstrecke oben). Interessanterweise wird die kapitalgedeckte Altersvorsorge als nachgelagertes Thema eingeschätzt. Innerhalb des Bereiches der Alternativen Investments sind Infrastruktur und Private Equity die mit Abstand prominentesten Themen. (aa)


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