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25. und 26. März 2020
RheinMain Congress Center
Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 1

| Kongress-News
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Schulden, na und? MMT-Vorreiterin Kelton exklusiv auf IM-Kongress

Die US-Ökonomin und Sanders-Vertraute, Stephanie Kelton, wird auf dem Institutional Money Kongress über Defizit, Dollar-Druck und Job-Garantien im Rahmen der Modern Monetary Theory (MMT) referieren. Dass die Diskussion bei den kontroversen Ansätzen lebhaft sein wird, gilt als garantiert.

stephanie kelton
MMT-Vordenkerin Stephanie Kelton konnte als Keynote Speakerin für den Institutional Money Kongress 2020 in Wiesbaden gewonnen werden.
© Scott McIntyre / Bloomberg

Wenn man Stephanie Kelton nach der Gefahr von Budget-Defiziten fragt, erhält man in der Regel ein Achselzucken und somit ein unausgesprochenes: "Budgetdefizit, na und?" Diese auf den ersten Blick und vor allem für eine US-Ökonomin überraschende Ansicht, verliert einen Teil ihrer Unvorhersehbarkeit, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass Stelton zur wahrscheinlich wichtigsten Verfechterin der Modern Monetary Theory (MMT) gehört.

Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde die US-Amerikanerin 2016, als sie Bernie Sanders während dessen Kampagne um die demokratische Präsidentschaftskandidatur als Senior Economic Adviser zur Verfügung stand. Die in der MMT vorgeschlagene, und von Freund wie Feind leidenschaftlich diskutierte staatliche Job-Garantie macht Sanders zu einem der Hauptthemen seiner Kandidatur.

Ihre Rolle bei Sanders’ Primaries waren eine logische Weiterentwicklung ihrer Position als „Chief economist on the U.S. Senate Budget Committee“ für die Demokraten, insofern war es nur konsequent, dass sie noch im selben Jahr von der US-Zeitung „Politico“ zu den 50 politisch einflussreichsten Personen der Vereinigten Staaten gezählt wurde – um so mehr freuen wir uns, Stephanie Kelton als Starreferentin auf dem Institutional Money Kongress 2020 in Wiesbaden willkommmen heißen zu dürfen.


Die Keynotes gehören traditionell zu den absoluten Highlights des Institutional Money-Kongresses – auch in seiner 13. Auflage am 25. und 26 März in Wiesbaden besticht die Liste der Vortragenden durch hoch spezifische Kompetenz und weltweite Relevanz. Neben Stephanie Kelton, wird der legendäre ehemalige Sprecher des britischen Unterhauses, John Bercow, ebenso sein Wissen teilen wie der MIT-Finanzmathematiker und Systemkritiker Andrew Lo, der Wirtschaftsweise Christoph M. Schmidt oder der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. Eine Anmeldung zu diesem einzigartigen Event, das dieses Jahr mit Wiesbaden eine örtliche Premiere feiert, ist jederzeit über den hier angeführten Button möglich.



Was Kelton jedenfalls mit dem Mainstream der US-amerikanischen Ökonomen verbindet, ist ihre kritische Meinung zum Euro – dieser verunmögliche den Mitgliedsstaaten die Anwendung von MMT, da ihnen die monetäre Souveränität fehle. Verkürzt dargestellt geht MMT ja unter anderem davon aus, dass Budgetdefizite kein Problem darstellen, weil die eigene Notenbank jederzeit Geld „drucken“ könne, um so die neu entstandenen staatlichen Schulden abdecken zu können. Den Mitgliedern der Eurozone sei dies Möglichkeit verwehrt. Dadurch dass die Währung zentral und staatenübergreifend von der EZB verwaltet werde, hantierten die Länder der Euro-Zone de facto mit einer Fremdwährung. (hw)

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