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Ombretta Signori, AXA IM: Diese Punkte mahnen zur Vorsicht

Ombretta Signori von AXA Investment Managers leuchtet in einer Analyse aus, ob Carry-Strategien und Volatilitätsstrategien noch immer eine aussichtsreiche Renditequelle für institutionelle Investoren sind und welche Fallstricke Investoren 2018 beachten sollten.

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Ombretta Signori, Senior Strategist bei AXA Investment Managers: "Carry-Strategien für Anleihen scheinen bei plötzlichen Marktabschwüngen eine gute Absicherung im Portfolio zu sein, da sie nur wenig mit ähnlichen Strategien korrelieren und in Zeiten von Marktspannungen eine gute Performance aufweisen."
© AXA IM

„Die globale Politik des billigen Geldes sowie groß angelegte globale Anleihekaufprogramme zwingen Anleger dazu, intensiv nach Renditequellen zu suchen. Fündig werden sie etwa bei Carry-Strategien und Volatilitäts-Trades“, schreibt Ombretta Signori, Senior Strategist bei AXA Investment Managers, in einer Analyse, in der sie auf diese beiden Strategien eingeht und dabei auch auf deren Risiken sowie andere wichtige Gefahrquellen eingeht.

Risiken nicht unterschätzen
Auf der Suche nach Rendite haben bei Großanlegern Carry-Strategien an Popularität gewonnen, die die Performance von diversifizierten Portfolios mit Hilfe alternativer Risikoaufschläge verbessern können. Traditionelle Carry-Trades finden sich am Devisenmarkt, wo Hochzinswährungen gekauft und niedrig verzinsliche Währungen verkauft werden. Ähnliche Strategien lassen sich bei anderen Anlageklassen implementieren – beispielsweise bei Anleihen, Aktien oder für Volatilität.

Allerdings konnten Carry-Strategien für traditionelle Anlageklassen zuletzt nur moderate Erträge einfahren, während etwa Volatilitäts-Trades interessante Renditen boten. Allerdings wurden einige Volatilitätsstrategien im Rahmen der Marktkorrektur in der zweiten Februarwoche am falschen Fuß erwischt und mussten alle Gewinne der vergangenen Jahre wieder abgeben. Sofern diese Strategien jedoch robust genug konzipiert sind, steigern diese die Portfolio-Renditen, weil sie sehr häufig gut abschneiden. „Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass es zu riesigen Verlusten kommen kann, wenn sich die Volatilität einmal plötzlich erhöhen sollte“, erinnert Signori.

Risikoappetit hat zugenommen
Empirische Daten deuten laut Signori darauf hin, dass institutionelle Investoren wie traditionell risikoaverse Versicherer und Pensionsfonds sich an die Herausforderung gewöhnt haben, ausreichend hohe Renditen zu erwirtschaften, indem sie ihr Engagement in alternativen Anlageklassen erhöhen. Doch während sich die Jagd nach Rendite weiter verschärft, bleibt der Wechsel zu alternativen Strategien und passiven Anlagevehikeln nicht ohne Risiko.

So warnt der IWF davor, dass die steigende Zahl an auf Marktschwankungen ausgerichtete Strategien aufgrund niedriger Volatilität automatisch zu einem höheren Verschuldungsgrad geführt hat. Bei Marktabschwüngen könnte das zu großen unerwarteten Verlusten führen. Dies wird als „Volatilitätsparadox“ bezeichnet, bei dem sich das Risiko im Laufe der Zeit erhöht, da eine geringe Volatilität den Einsatz von Fremdkapital sowie eine höhere Risikobereitschaft fördert. Das wiederum sorgt dafür, dass die Wirtschaft empfindlicher gegenüber Schocks wird.

Neues Jahr erfordert Zurückhaltung
Das von quantitativen Lockerungsmaßnahmen geprägte Umfeld dürfte sich laut Einschätzung Signoris erst in einigen Jahren normalisieren. Die Zentralbanken schenken der längerfristigen Ausrichtung ihrer Geldpolitik große Aufmerksamkeit, um jegliche Marktschwankungen zu vermeiden. Diese Faktoren sorgen dafür, dass das günstige Marktumfeld für risikoreiche Anlagen und die über die meiste Zeit zu verzeichnende geringe Volatilität voraussichtlich weiter anhalten.

Allerdings mahnen laut Signori drei wichtige Punkte im neuen Jahr zu Vorsicht. Erstens: Ein Ende der globalen „Politik des billigen Geldes“ könnte angesichts der hohen Unternehmensverschuldung in einigen Marktsegmenten die Risiken erhöhen. Die Folgen wären aufgrund extremer Risikoprofile während Marktkrisen nur schwer vorherzusagen.

Zweitens wird es einige Zeit dauern, bis sich die amerikanische Geldpolitik in der Aktienvolatilität widerspiegelt. In den USA hat die Normalisierung der Zinssätze bereits begonnen, und der Euroraum wird langsam folgen, was auf eine höhere Volatilität schließen lässt.

Und drittens könnten sich die Bedenken hinsichtlich des Wirtschaftswachstums der USA zum Jahresende 2018 verstärken.

„Vor diesem Hintergrund ziehen wir es vor, Volatilität eher als Sicherungsinstrument zu nutzen anstatt als Renditequelle für Carry-Strategien. Auch Carry-Strategien für Anleihen scheinen bei plötzlichen Marktabschwüngen eine gute Absicherung im Portfolio zu sein, da sie nur wenig mit ähnlichen Strategien korrelieren und in Zeiten von Marktspannungen eine gute Performance aufweisen“, empfiehlt Signori abschließend. (aa)


Institutionelle Investoren, sollten am 11. Institutional Money Kongress Ende Februar 2018 im Frankfurter Congress Center die gebotene Gelegenheit nutzen, um sich den Workshop von AXA Investment Managers zum Thema Multi-Prämien-Strategien anzuhören:

Eine Anmeldung zu diesem exklusiven Kongress und "jährlichen Pflichttermin" für Institutionelle ist noch bis 22. Februar 2018 möglich. Melden Sie sich rechtzeitig an - bevor es zu spät ist!

 

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