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Institutional Money Kongress 2019

26. und 27. Februar 2019
Congress Center, Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1

| Regulierung
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Österreichs Pensionskassen: Drittschlechtestes Ergebnis aller Zeiten

Der Abverkauf bei Aktien im letzten Quartal, insbesondere um Weihnachten, schlug bei Österreichs Pensionskassen empfindlich ins Kontor. Hinzu kam der Abgabedruck im Bereich Credits, sodass unterm Strich bei der Jahresperformance 2018 das drittgrößte Minus aller Zeiten herauskam.

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Wie hoch sind die Pensionen dieses Jahr? Grafik mit Auszahlungen
Jedes Jahr mehr Auszahlungen
Aufgrund immer mehr Leistungsberechtigter und zumindest langfristig guter Performance können Österreichs Pensionskassen von Jahr zu Jahr in Summe in absoluten Beträgen mehr Geld ausschütten. Laut vorläufigen Zahlen beläuft sich dieser Betrag für 2018 auf ca. 687 Millionen Euro.
 
© Fachverband der Pensionskassen Österreich

Österreichs Pensionskassen erzielten im Durchschnitt eine Negativ-Performance von minus 5,18 Prozent im Jahr 2018. Das ist das drittschlechteste Ergebnis seit den Jahren 2002 (minus 6,31 Prozent) und 2008 (minus 12,93 Prozent, siehe die Grafik in der Bildergalerie oben). Dieses schlechte Ergebnis präsentierte der Fachverband der österreichischen Pensionskassen am Donnerstag in Wien. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 wurde noch ein Plus von 6,13 Prozent erzielt. Der Grund für die Verluste sind sowohl die durch Zinssteigerungen ausgelöste Verluste sowohl auf der Anleihen-, als auch auf der Aktienseite.

Betonung der Langfristigkeit
„Starke Schwankungen an den internationalen Börsen wie 2018 kommen selten vor, aber es gibt sie. Sie sind Teil des langfristigen Verlaufs im Sinne eines normalen Investitionszyklus. Langfristig ändert das nichts am Erfolg der Kapitalmärkte und am heimischen Pensionskassen-System“, erklärte Mag. Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen auf der Pressekonferenz. Für die Leistungs- und Anwartschaftsberechtigten sei laut Zakostelsky nicht ein einzelnes Jahresergebnis, sondern die langfristige Performance entscheidend. „Dieses langjährige durchschnittliche Jahresergebnis der Pensionskassen über 28 Jahre liegt inklusive dem Jahr 2018 bei plus 5,17 Prozent pro Jahr“, betonte Zakostelsky. Laut dem Verbands-Obmann, der u.a. auch verschiedene Führungsfunktionen in der VBV-Gruppe inne hat, seien die Pensionskassen in den ersten Tagen des neuen Jahres dank der Erholung am Aktienmarkt gut aus den Startlöchern gekommen und hätten mittlerweile rund zwei Prozent an Rendite gemacht.

Das liegt daran, dass Österreichs Pensionskassen derzeit im Durchschnitt eine Aktienquote von um die 30 Prozent haben. Zum Verglich: Im Vorjahr lag diese bei etwa 35 Prozent in damit in der Nähe der historischen Höchststände.

Schwankungsreserven verhindern Schlimmeres
Pensionisten mit Ansprüchen aus der zweiten Säule müssten trotz der Verluste wahrscheinlich keine stärkeren Kürzungen bei ihren Pensionen befürchten: Denn aufgrund der positiven Performance der letzten Jahre haben die Pensionskassen Reserven gebildet. Zur Erinnerung: Diese „Schwankungsrückstellungen“ bewirken, dass sich Schwankungen auf den Kapitalmärkten nicht so stark auf die Pensionshöhe auswirken. Eine Schwankungsrückstellung sei laut Pensionskassenverband „mit dem Reservekanister eines Autos vergleichbar“. In wie weit das negative Jahr 2018 tatsächlich zu Pensionskürzungen führen werde, entscheidet sich laut Zakostelsky erst in den kommenden Wochen, wenn auch aus versicherungstechnischer Sicht wichtige Parameter wie eingetretene Langlebigkeitsrisiken den Pensionskassen genau bekannt seien.

Hoffnung auf die Million
Die neun am österreichischen Markt tätigen Pensionskassen verwalten derzeit 22 Milliarden Euro für etwas mehr als 947.000 Bürger. Damit sind diese Altersvorsorgeeinrichtungen der größte private Pensionszahler des Landes. Per Ende 2018 bekamen 104.802 Leistungsberechtige bereits eine Pension, denen 842.266 Anwartschaftsberechtigte gegenüberstehen (siehe Grafik oben). Da fast alle Großbetriebe inzwischen ihren Mitarbeitern eine Firmenpension anbieten, kommt das derzeitige und zukünftige Wachstum für die überbetrieblichen Pensionskassen aus dem KMU-Sektor. Mittlerweile kommen 90 Prozent aller Neuverträge zwischen Unternehmen und Pensionskasse von Klein- und Mittelbetrieben mit durchschnittlich 14 Mitarbeitern.

„Stein der Weisen“, um die zweite Säule auszubauen
Zur Vermeidung zukünftiger Altersarmut schlägt der Pensionskassen-Verband in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern einen „General-Pensionskassenvertrag“ für alle jene Werktätigen vor, die derzeit nur geringe Aussichten auf eine Firmenpension haben.

Hintergrund: Bislang können Arbeitnehmer, die bereits einen Pensionskassen-Vertrag haben, das in einer Vorsorgekasse (Abfertigung Neu) sowie auch in der „Abfertigung Alt“ angesparte Guthaben bei Pensionsantritt steuerbegünstigt in die Pensionskasse übertragen und dadurch in eine lebenslange Rente umwandeln lassen. Das soll in Zukunft auch für all jene Menschen in Österreich möglich sein, in deren Unternehmen noch keine Pensionskassen-Lösung vereinbart ist. Ihnen soll es mittels des „General-Pensionskassenvertrages“ (möglichst mit standardisierten Bedingungen) ebenfalls ermöglicht werden, ihre Abfertigung an eine Pensionskasse zu übertragen und dadurch eine lebenslange Rente zu erhalten. Dies soll allen  Österreichern die Möglichkeit einer Zusatzpension eröffnen. Laut Zakostelsky sei dieser Ansatz „der Stein der Weisen“, um rund 3,5 Millionen Österreichern eine Zusatzpension zu ermöglichen.

Hoffnung auf Steuerreform 2020
Im Rahmen der avisierten Steuerreform 2020 der Bundesregierung gäbe es laut Pensionskassenverband zudem einige Möglichkeiten, um die weitere Verbreitung des Pensionskassenmodells zu fördern. Die steuerliche Absetzbarkeit der Arbeitgeberbeiträge zu einer Betriebspension ist seit langem geregelt. Wichtig wäre hier eine Gleichstellung der Arbeitnehmerbeiträge, d. h. die steuerliche Absetzbarkeit auch von Eigenbeiträgen der Arbeitnehmer. Zudem wäre es sinnvoll, bei kleinen Einkommen anstelle der steuerlichen Absetzbarkeit ein Prämienmodell vorzusehen, damit die Wirksamkeit für den einzelnen garantiert wird (Geringverdiener-Modell). Laut Zakostelsky könne man gerade mit diesem „Zuckerl“ Geringverdienern die private Altersvorsorge schmackhaft machen.

Arbeitgeber-Eigenbeiträge
Weiterer Veränderungsbedarf ergibt sich beim Thema „Arbeitgeber-Eigenbeiträge“: Derzeit sind zwar die Beiträge eines Unternehmens für die Mitarbeiter (Arbeitgeber-Beiträge) steuerlich absetzbar, nicht jedoch die Beiträge dieses Unternehmens für den ebenfalls mitarbeitenden „geschäftsführenden Gesellschafter“ (so genannte Arbeitgeber-Eigenbeiträge). Hier besteht Änderungsbedarf.

„Die Bundesregierung hat ein klares Bekenntnis zum Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge abgegeben. Ich bin zuversichtlich, dass dies im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher in den kommenden Monaten in Angriff genommen werden wird“, erklärte Zakostelsky abschließend. (aa)


Pflichttermin für institutionelle Investoren
Den 26. und 27. Februar 2019 sollten sich Großanleger jedenfalls rot im Kalender markieren. Denn an diesen beiden Tagen findet im Frankfurter Congress Center der 12. Institutional Money Kongress statt.

Die Besucher des 12. Institutional Money Kongresses erwartet am 26. und 27. Februar 2019 nicht nur renommierte Keynote-Speaker, wie der frisch gekürte Wirtschaftsnobel-Preisträger Paul Romer, der Ökonom Jeremy Rifkin, der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown, die Topökonomin und „Wirtschaftsweise“ Isabel Schnabel und der Harvard-Professor Martin Stuart Feldstein, der auch Vorsitzender des National Bureau of Economic Research (NBER) ist, sondern auch weit mehr als hundert Fachvorträge, Workshops oder Gruppengespräche zu jenen Themen, die institutionellen Investoren in der täglichen Praxis weiterhelfen und die für den entscheidenden Informationsvorsprung sorgen.

Anmeldungen zu diesem hochkarätig besetzten und informativen Kongress, der ausschließlich institutionellen Investoren als Besucher vorbehalten ist, sind ab sofort möglich.

Mehr Details zu den Starreferenten.
(c) BloombergDer ehemalige britische Schatzkanzler und Premierminister, Gordon Brown, reagierte während seiner Amtszeit als Premier bei Ausbruch der Finanzkrise rasch und entschlossen und stabilisierte das Finanzsystem über ein milliardenschweres Bankenrettungspaket. Aktuell warnt Brown, der in der Regierung von Tony Blair der am längsten amtierende Schatzkanzler seit dem frühen 19. Jahrhundert war, vor Spaltung und Protektionismus, die im Fall einer internationalen Krise eine gemeinsame Bewältigung unmöglich machen würden.

Der Ökonom und Soziologe Jeremy Rifkin ist Gründer der "Foundation on Economic Trends" und gilt als einer der renommiertesten Vordenker unserer Zeit in Bezug auf die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Rifkin berät diverse Regierungen sowie die EU-Kommission. Mit seinen Positionen, beispielsweise zur Theorie der "Zugangsgesellschaft" stößt er nicht selten auf harsche Kritik, gerade unter den Verfechtern neoliberaler Wirtschaftskonzepte.

Der frisch gekürte Wirtschaftsnobelpreisträger und ehemalige Chefökonom der Weltbank, Paul Romer, lehrt seit 2010 als Professor für Ökonomik an der renommierten Stern School of Business in New York.

Das Spezialgebiet des Professors und Unternehmers ist die Erforschung der interaktiven Beziehungen zwischen technologischem Fortschritt und Wirtschaftswachstum. Romer gilt als scharfer Kritiker, der sich auch mit Mahnungen an die eigene Zunft nicht zurückhält. 

Die Ökonomin und „Wirtschaftsweise“ Prof. Isabel Schnabel zählt zu Deutschlands führenden Wirtschaftsforschern und wurde jüngst vom Verein für Socialpolitik, der größten deutschsprachigen Ökonomenvereinigung, mit dem Gustav-Stolper-Preis ausgezeichnet.

Schnabel ist dafür bekannt, dass sie mögliche wirtschaftliche Probleme offen anspricht. Bitcoin? „Erinnert an die großen Blasen der Wirtschaftsgeschichte.“ Lira-Krise? Es seien „Ansteckungseffekte auf andere Schwellenländer sichtbar“.

Der frühere Präsidentenberater und Vorsitzender des Council of Economic Advisers, Prof. Martin Stuart Feldstein, zählt zu den renommiertesten Ökonomen der USA.

Feldstein ist gegenwärtig George F. Baker Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Harvard University sowie Vorsitzender des National Bureau of Economic Research (NBER).

„IM Spezial“ bietet geballte Information

 

Das Informationsformat „IM Spezial“ bietet am Institutional Money Kongress gleich mehrere Highlights gleichzeitig und behandelt die aktuell brennendsten Themen der institutionellen Investmentwelt, wie die Pläne zur Kapitalmarktunion oder zu obligatorischer Nachhaltigkeit bei Investments.

 

Weitere Themen bei „IM Spezial“ sind die Aussichten von Engagements in Gewerbeimmobilien oder eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Rente. Geleitet und moderiert wird "IM Spezial" von ausgewählten Experten.

Workshops, Gruppengespräche und vieles mehr
Neben den Referaten hochkarätiger Finanzexperten sowie „IM Spezial“ erwartet die Kongressteilnehmer auch eine breite Auswahl von mehr als 80 Workshops mit renommierten Investmentstrategen und Fondsmanagern bekannter Asset-Management-Gesellschaften. Beliebt sind auch die rund 80 Gruppengespräche im kleinem Kreis sowie die unzähligen One-to-Ones in exklusivem Ambiente.

Hochwertigstes Catering, exklusiver Gala-Abend
Neben exklusivem Catering und durchgängigem Getränkeservice an den beiden Kongresstagen findet am Abend des ersten Tages traditionell die Galaveranstaltung statt. Nach der Dinner Speech erwarten unsere Gäste in der Alten Oper in Frankfurt kulinarische Genüsse, Show Acts und auch der eine oder andere Drink.

Seien Sie auch dieses Jahr wieder dabei beziehungsweise werden Sie erstmalig Mitglied der Institutional Money Kongress-Community! Informieren Sie sich auf Top-Niveau über die neuesten Entwicklungen und Trends im Asset Management Business. Anmelden können Sie sich ONLINE HIER zum 12. Institutional Money Kongress 2019. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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