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Neuer Pensionsfonds geht in Hamburg an den Start

Aon legt mit der UnitedPensions Deutschland AG einen eigenen Pensionsfonds auf und erschließt sich damit ein neues Geschäftsfeld in Deutschland. Interessanterweise hat der Pensionsfonds nur einen vierköpfigen Vorstand, aber keine Mitarbeiter.

Dr. Rafael Krönung, Vorstandsvorsitzender von UnitedPensions Deutschland
Dr. Rafael Krönung, Vorstandsvorsitzender von UnitedPensions Deutschland

Institutionellen Investoren aus dem Bereich Corporates steht ab sofort ein neuer Pensionsfonds für die Auslagerung von Pensionsansprüchen zur Verfügung. Denn Aon hat sein Dienstleistungsangebot mit der Gründung eines Pensionsfonds mit dem Namen UnitedPensions Deutschland AG erweitert.

„Wir nehmen seit einigen Jahren ein steigendes Interesse der Unternehmen an Pensionsfondslösungen wahr. Sei es, um Kosten zu sparen, Administrationstätigkeiten auszulagern, Bilanzen um die Pensionsrückstellungen zu bereinigen oder eine professionelle Kapitalanlage sicherzustellen,” begründet Fred Marchlewski, Geschäftsführer der Aon Hewitt GmbH, den Start des neuen Angebots. „Mit der UnitedPensions Deutschland AG bringen wir die gesamte Palette unseres Dienstleistungsangebots im Bereich der betrieblichen Altersversorgung in einer Lösung zusammen. Und ergänzen damit unser bestehendes internationales und pan-europäisches Angebot für die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen.“

Pensionsfonds hat nur Vorstand, keine Mitarbeiter
Der neue Pensionsfonds hat seinen Sitz in Hamburg und ist ein Tochterunternehmen der niederländischen Aon Group Holdings International 1 B.V. und Teil der internationalen Aon Unternehmensgruppe. Das Grundkapital der in November von der BaFin genehmigten Gesellschaft beläuft sich auf drei Millionen Euro.

Die UnitedPensions Deutschland AG hat vier Vorstände (siehe die erste Grafik oben in der Bildergalerie) und lagert sämtliche Tätigkeiten an Aon-Gesellschaften aus. Sämtliche Funktionen (Geschäftsstelle, Administration, Kapitalanlage, interne Revision und Risikomanagement) sind – im rechtlich zulässigen Rahmen – auf diese ausgegliedert.

Das Outsourcing soll Kosten sparen. Hinzu kommt eine weiterer Grund: Immerhin beschäftigt das Beratungsunternehmen allein im Bereich Investment weltweit mehr als 600 Investmentprofis (darunter 140 Spezialisten für spezifische Anlageklassen). Diese beraten institutionelle Investoren bei der Kapitalanlage (Gesamtsumme von über 4 Billionen Euro) und verwalten treuhänderisch ein Pensionsvermögen von über 100 Milliarden Euro. Daher greift laut AON der Pensionsfonds auf diese hausinterne Expertise zurück, „um für ihre Kunden bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.“

Konzentration auf die Kernaufgaben
„Risiken für unsere Kunden zu mindern und zu beherrschen, ist der Kern unserer Arbeit bei Aon“, erklärt Dr. Rafael Krönung, Vorstandsvorsitzender bei UnitedPensions Deutschland. „Diesem Anspruch fühlen wir uns auch bei unserem neu gegründeten Pensionsfonds verpflichtet. Während sich unsere Kunden beruhigt auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, richten wir unser Handeln an ihren individuellen Risikovorgaben aus. Somit stehen die unterschiedlichen Risikoneigungen unserer Kunden nicht nur bei der gemeinsamen Festlegung der Kapitalanlagestrategie, sondern auch bei der laufenden Überwachung und Steuerung für uns im Mittelpunkt.“

Eine Milliarde Euro Volumen ist das Ziel
Wie Aon auf der Pressekonferenz informierte, kostete der Pensionsfonds der Gesellschaft einerseits das Anfangskapital von drei Millionen Euro. Hinzu kommen ein bis zwei Millionen Euro für die Aufsetzung und die laufenden Verwaltungskosten des Vehikels. Daher erhofft sich Aon, dass der Pensionsfonds irgendwann die Ein-Milliarden-Euro-Grenze beim Volumen erreicht, damit sich das Investment rentiert.

Zur besseren Einordnung: Die anderen knapp über 30 in Deutschland beheimateten Pensionsfonds verwalten gemeinsam Gelder von rund 36 Milliarden Euro und erhalten circa zwei bis drei Milliarde Euro an Beitragseinnahmen pro Jahr. Mit einer Milliarde Euro an verwaltetem Vermögen würde Aon einen durchschnittlichen Wert erreichen.

Noch habe man aber keine Institutionelle als Kunden gewinnen können. Das ist aber verständlich, da die Auslagerung von Pensionsverpflichtungen aus einem Unternehmen in Richtung eines Pensionsfonds längerte Zeit benötigt. „Wir haben bereits viele aussichtsreiche Gespräche mit potenziellen Kunden geführt und sehen grundsätzliche Nachfrage am Markt“ betont Krönung bei der Vorstellung des Pensionsfonds.

Warum gerade ein Pensionsfonds für die Auslagerung von bAV-Verpflichtungen geeignet ist, erfahren Sie oben in der Bildergalerie. (aa)


Aons Chefaktuar ist am 12. Institutional Money Kongress!
Dr. Georg Thurnes ist beim neuen UnitedPensions Deutschland der verantwortliche Aktuar. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) moderiert am 12. Institutional Money Kongress am 26. Februar 2019 im Rahmen von “IM Spezial” eine hochkarätige Podiumsdiskussion zum Thema “Zukunft der Rente – Status quo Sozialpartnermodell, und wie geht es weiter?”. Welche namhaften Experten am Podium sitzen, erfahren Sie nachfolgend:

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