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IMK 2027: Zahlreiche Neuerungen – Erstes Highlight

Der Institutional Money Kongress geht 2027 mit neuen Formaten, erweitertem IM Spezial und eigenem Science Award an den Start. Den Auftakt macht ein Streitgespräch, das wirtschaftspolitisch kaum gegensätzlicher besetzt sein könnte: Isabella Weber trifft Axel Weber.

Das Streitgespräch "Weber gegen Weber" zwischen Axel und Isabella Weber wird den rundum erneuerten Institutional Money Kongress 2027 eröffnen.
Das Streitgespräch "Weber gegen Weber" zwischen Axel und Isabella Weber wird den rundum erneuerten Institutional Money Kongress 2027 eröffnen.© Meissl / Institutional Money

ECKPUNKTE:

  • Der 18. Institutional Money Kongress findet am 23. und 24. Februar 2027 in Frankfurt statt
  • IM Spezial wächst auf zwölf Runden, hinzu kommt der IM Science Award
  • „Weber gegen Weber“ bringt zwei fundamental unterschiedliche Vorstellungen über die Rolle des Staates zusammen

Am 23. und 24. Februar 2027 öffnet der Institutional Money Kongress im Congress Center Messe Frankfurt zum 18. Mal seine Tore. Bewährte Formate bleiben erhalten, darunter die Keynote – 2027 gehalten von Wirtschaftsnobelpreisträger Philippe Aghion. Gewöhnen müssen sich alle "Workshop"-Fans an eine neue Bezeichnung. Die rund 70 Veranstaltungen fallen ab sofort unter den Titel "Expertenvorträge", aus den "Gruppengesprächen" wurden unsere "Investment-Dialoge". Die neuen Bezeichnungen sollen klarer ausdrücken, was die Besucher erwartet – quasi das informelle Motto des rundum erneuerten Kongresses.

Sonderformate & IM Science Award
Das Sonderformat IM Spezial wird ausgebaut und wächst auf zwölf Runden zu den großen Meta-Themen Infrastruktur, Sicherheit & Geoökonomie sowie Logistik. Hier dürfen wir bereits auf erste Expertinnen und Experten verweisen – mehr dazu in der weiteren Berichterstattung.

Erstmals vergeben wird zudem der IM Science Award, der herausragende Forschung im Asset Management prämiert und die Gewinnerthesen in drei Vorträgen vorstellt. Individuelle One-to-Ones ergänzen das Programm.

Weber gegen Weber
Noch klarer sollen auch die Conclusios der einzelnen Veranstaltungen ausfallen – und in diesem Zusammenhang fallen gleich am ersten Kongresstag die Samthandschuhe. Denn im Streitgespräch „Weber gegen Weber“ treffen Isabella Weber und Axel Weber aufeinander – also zwei Ökonomen, deren Vorstellungen über die Rolle des Staates in der Wirtschaft an entscheidenden Punkten weit auseinanderliegen.

Isabella Weber ist Associate Professor of Economics an der University of Massachusetts Amherst und Research Leader für China am Political Economy Research Institute. International bekannt wurde sie im Rahme des Inflationsschubs nach der Ukraine-Invasion vor allem mit ihrer Forderung nach der Gaspreisbremse. Von Kanzler Olaf Scholz wurde sie in der Folge in die Expertenkommission Gas und Wärme an. Derzeit macht sie mit ihrem neuen Buch "Anti Fascist Economic" Schlagzeilen.

Axel Weber kommt aus einer anderen wirtschaftspolitischen Tradition. Von 2004 bis 2011 stand er an der Spitze der Deutschen Bundesbank, anschließend führte er bis 2022 den Verwaltungsrat der UBS. Seine Vorstellung von staatlicher Wirtschaftspolitik formulierte er bereits während der Finanzkrise unmissverständlich: „Es ist nicht Aufgabe des Staates, Fehlinvestitionen oder schlechtes Management zu korrigieren oder einen Strukturwandel zu verhindern.“

Ganz so einfach wie „Staat gegen Markt“ verlaufen die Fronten allerdings nicht. Axel Weber hielt massive staatliche Eingriffe während der Corona-Krise für notwendig und sprach sich 2022 für gezielte Hilfen in der Energiekrise aus – warnte aber davor, mit pauschalen Transfers Preissignale und damit wirtschaftlichen Anpassungsdruck außer Kraft zu setzen. Isabella Weber wiederum argumentiert nicht für die dauerhafte staatliche Festsetzung aller Preise, sondern für strategische Eingriffe bei essenziellen Gütern und außergewöhnlichen Schocks.

These, Antithese, Synthese
Und genau in dieser Hybris setzt „Weber gegen Weber“ an: Wann korrigiert der Staat ein Marktversagen – und wann schafft er mit dem Eingriff erst das nächste? Wie weit darf Preisstabilisierung gehen, welche Lehren lassen sich aus der Energiekrise ziehen und was taugen staatliche Eingriffe gegen künftige Versorgungsschocks? These, Antithese und im besten Fall Synthese.

Weitere Programmpunkte, bereits zugesagte Vordenkerinnen und Vordenker sowie laufende Ergänzungen - und natürlich die Möglichkeit, sich zum IMK 2027 anzumelden, finden Sie auf der Kongress-Landingpage. (hw)

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