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25. und 26. März 2020
RheinMain Congress Center
Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 1

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HSBC GAM über die drohenden Rezessionsrisiken

Wie sich die Konjunktur in den USA und China und damit auch auf globaler Ebene 2020 entwickeln und ob eine chinesische Nachfrageerhöhung Deutschland aus der wirtschaftlichen Stagnation holen könnte, erläutert Dr. Axel Cron, Chefanlagestratege von HSBC Global Asset Management (Deutschland).

Dr. Axel Cron, Chefanlagestratege von HSBC Global Asset Management (Deutschland)
Dr. Axel Cron, HSBC Global Asset Management (Deutschland)
© HSBC Global AM

Investoren können zumindest aus wirtschaftlicher Sicht zuversichtlich in das Jahr 2020 blicken. Denn die Wirtschaft sollte weiter wachsen. „2020 werden wir keine globale Rezession sehen“, ist Dr. Axel Cron, Chief Investment Officer bei HSBC Global Asset Management (Deutschland), überzeugt. Im Gegenteil: Die Wachstumsrate dürfte sich weiter erholen. Schon seit ihrem zwischenzeitlichen Tiefpunkt im April 2019 stabilisiert sich die Weltkonjunktur mit leichter Aufwärtstendenz. „Die Kosten der globalen Konflikte, allen voran des Handelsstreits zwischen China und den USA, sind jedoch deutlich sichtbar“, so Cron. Im Herbst 2018 zeigte das HSBC-eigene Modell, das in Echtzeit eine Vielzahl von Indikatoren und Wirtschaftsdaten verarbeitet, noch ein Weltwirtschaftswachstum von 3,2 Prozent. Derzeit liegt der Wert bei 2,2 Prozent.

Licht und Schatten in den USA
Die USA und China werden nach Crons Einschätzung die Lokomotiven der weiteren Erholung im kommenden Jahr sein. „Die USA wachsen robust mit 2,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit liegt auf einem 50-Jahres-Tief. Die realen Konsumausgaben steigen Quartal für Quartal, den Haushalten geht es gut. Die Sparquote liegt bei außerordentlichen acht Prozent“, fasst Cron zusammen. Negativ zeigt sich hingegen der Kapitalgütersektor, der seit etwa zwölf Monaten stagniert. Diese Entwicklung schlägt nach Ansicht des HSBC-Experten jedoch bislang nicht erkennbar auf den Rest der Volkswirtschaft durch.

China könnte neue Impulse liefern
In China hingegen zeigten sich die Schwächen offensichtlicher. Der Verlust an wirtschaftlicher Dynamik sei laut Cron vor allem auf zwei große Effekte zurückzuführen: den Handelskonflikt und die schwächere heimische Nachfrage. Letztere korreliert stark mit der Kreditvergabe, die die chinesische Regierung vor dem Hintergrund der enormen Verschuldung der Unternehmen und privaten Haushalte in Höhe von 220 Prozent der Wirtschaftsleistung in den vergangenen Jahren erfolgreich eingedämmt hat. Auf die darauf erfolgte abgeschwächte Nachfrage hat die chinesische Regierung mittlerweile reagiert und die Kreditvergabe erneut angekurbelt. „Wir sind optimistisch, dass der Nachfrageeffekt nicht nur innerhalb Chinas, sondern auch im Rest der Welt inklusive Deutschland in den kommenden sechs bis zwölf Monaten ankommen wird“, erwartet Cron.

Eurozone hat ein Wachstumsproblem
Dieser Impuls aus China dürfte nach Ansicht von Cron Europas Wirtschaft und dort vor allem dem verarbeitenden Gewerbe wieder etwas auf die Sprünge helfen. Das Wachstum in der Eurozone ist nahezu zum Erliegen gekommen, woran Deutschland einen erheblichen Anteil hat. Der Industriesektor befindet sich in der Rezession. Positiv rage Cron zufolge derzeit Frankreich heraus. Das Land sei weniger dem Welthandel ausgesetzt und es wurden angebotsseitige Reformen angestoßen, begleitet von einer stimulierenden Fiskalpolitik.

Emerging Markets wachsen unterschiedlich
In den Emerging Markets beobachtet Cron eine deutliche Divergenz zwischen Asien und den restlichen aufstrebenden Regionen. Während die asiatischen Schwellenländer mit guten Fundamentaldaten und einem Wirtschaftswachstum von rund vier Prozent überzeugen, wächst der Rest der Ländergruppe nur mit zwei Prozent. Insbesondere Lateinamerika ist stark belastet durch den nachlassenden Welthandel, das Ende des Rohstoffzyklus und die andauernden politischen Instabilitäten. (aa)

 


HSBC Global Asset Management ist einer der vielen, namhaften Sponsoren des 13. Institutional Money Kongresses (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress  Center). Neben einem Workshop gibt es auch ein Gruppengespräch zum Thema asiatische Aktien. Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

 

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