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Fidelity: Fortschreitender Kreditzyklus mahnt zu Argwohn

Auch wenn Hochzinsanleihen zuletzt im Gleichschritt mit Aktien eine starke Kursentwicklung zeigten, empfiehlt Fidelitys Andrea Iannelli, den laufenden Kreditzyklus „argwöhnisch“ zu betrachten. Denn aus Liquiditätsgründen drohen „eigenwillige Ausschläge der Volatilität“.

Andrea Iannelli, Investment Director, Fidelity International
Andrea Iannelli, Investment Director, Fidelity International
© Fidelity International

Vor dem Hintergrund der jüngsten Erholung von High Yield Bonds stellt sich für institutionelle Investoren die Frage, wie es bei diesem Credit-Segment weiter gehen könnte. Eine Antwort respektive eine Prognose gibt Andrea Iannelli, Investment Director, Fidelity International, in einer aktuellen Markteinschätzung. „Hochzinsanleihen haben deutlich von einem starken Risikoumfeld profitiert, das von der Fed-Politik und einer Erholung des Ölpreises getragen wurde. Insbesondere US-Hochzinsanleihen stachen mit einer monatlichen Gesamtrendite über 4,5 Prozent heraus, einer der besten Monats-Performances seit 2009“, erklärt Iannelli. Einer der stärksten Treiber dieser Rally waren gewichtige Energieunternehmen. So stieg der „ICE BofA Merrill Lynch US HY Energy“-Subindex um 6,2 Prozent. Die Kreditaufschläge reduzierten sich in den letzten vier Wochen um knapp 100 Basispunkte und liegen jetzt wieder am Niveau von Mitte November.

Nach Ansicht Iannellis würde auf kurzfristige Sicht der anhaltende Bedarf an lukrativen Einkommen, eine zurückhaltende Zinspolitik der Fed und der steigende Ölpreis die Performance dieser Anlageklasse weiter vorantreiben. „Argwöhnisch betrachten wir hingegen den fortschreitenden Kreditzyklus, der vor dem Hintergrund einer weiterhin herausfordernden Marktliquidität eigenwillige Ausschläge der Volatilität bewirken könnte.“


Veranstaltungshinweis: Fidelity International ist einer der vielen, namhaften Sponsoren des 12. Institutional Money Kongresses (26. bis 27. Februar 2019 im Frankfurter Congress  Center) und hält einen Workshop über die Aussichten chinesischer Anleihen. Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.


Achtung! Die Anmeldefrist endet diese Woche, am 21. Februar 2019!


Primärmarkt kommt wieder in die Gänge
Nachdem im Dezember wenige Neuemissionen am Markt stattfanden, lässt nun das lebhafte Umfeld das Angebot an Anleihen wieder ein wenig steigen. Da viele Finanzierungsvorhaben noch ausstehen, könnte ein aufgestocktes Angebot zu Gegenwind für Gewinne führen. Fidelitys Modelle deuten darauf hin, dass die aktuellen Risikoaufschläge weiterhin keine Kompensation für die steigenden Ausfälle bei schlechter bewerteten Anleihen bieten. Iannellis ist nur bedingt optimistisch: „In Summe sind wir gegenüber dieser Anlageklasse neutral eingestellt und suchen nach Möglichkeiten, die durchschnittliche Qualität unserer Positionen zu erhöhen.“

Europa hinkt auch bei HY-Bonds hinterher
Zwar schafften europäische Hochzinsanleihen im Jänner 2,6 Prozent, sie blieben damit jedoch weit hinter den US-amerikanischen – sowohl bei der Gesamtrendite als auch bei den Risikoaufschlägen – zurück. Diese Anlageklasse wird von den politischen Entwicklungen der nächsten Wochen abhängen. Das betrifft allen voran die italienische Misere, den herannahenden Brexit und die Europawahlen im Mai. Abgesehen von der im Vergleich zu anderen Märkten schlechteren Performance kompensieren europäische Hochzinsanleihen adäquat die anstehenden Risiken. Deswegen seit laut Iannelli eine neutrale und weniger eine untergewichtete Haltung angebracht

Positiver Ausblick auf Asien
Der Fidelity-Mann blickt weiterhin positiv auf asiatische Hochzinsanleihen. Zwei Voraussetzungen zeigen sich allmählich und könnten sich nachhaltig positiv auf die Stimmung der Anleger auswirken: Eine weniger aggressive Fed-Politik, die langfristig ausgelegten Anlageklassen hilft sowie eine nachhaltige Verbesserung der Kreditkonditionen.

Verbesserte Kreditkonditionen zeichnen sich ab, da China eine klare Ausrichtung hinsichtlich einer leichteren Geldpolitik sowie der steigenden Ausgabe von Anleihen in chinesischer Währung zeigt. Auch die wirtschaftlichen Verhandlungen zwischen China und den USA laufen in die richtige Richtung. Aber ein Abschluss kann sich noch verzögern und das Risiko von schlechten Nachrichten bleibt, insbesondere nach der aktuell starken Performance von asiatischen Anlagen, hoch.

Ein positiver Ausgang würde wahrscheinlich der aktuellen Rally Aufwind verleihen. Die Risikoaufschläge für asiatische Hochzinsanleihen liegen trotz einer kürzlichen Reduktion weiterhin über 200 Basispunkte über den US-Vergleichswerten und kompensieren daher entsprechend die Ausfallrisiken genauso wie die niedrigere Liquidität des asiatischen Hochzinsanleihen-Marktes verglichen mit dem US-Markt. (aa)

 

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