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Institutional Money Kongress 2019

26. und 27. Februar 2019
Congress Center, Frankfurt
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EU: Förderung nachhaltiger Geldanlagen könnte grüne Blase hervorrufen

Ein von der EU-Kommission eingesetztes Expertengremium für nachhaltiges Finanzwesen (High Level Expert Group/HLEG) hat in seinem zuletzt vorgelegten Abschlussbericht empfohlen, die Risiken eines Umbaus des Finanzsystems in Richtung einer umweltfreundlichen Politik nicht außer Acht zu lassen.

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Kapitalanforderungen aufzuweichen, um mehr nachhaltige Anlagen in umweltfreundliche Projekte zu fördern, könne zu einer "grünen Blase führen", warnten die Experten. Die EU-Kommission hatte jüngst entsprechende Möglichkeiten in Betracht gezogen.

EU-Kommission begrüßt Empfehlungen zur Förderung umweltfreundlicher Projekte

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Valdis Dombrovskis (Bild links), begrüßte die Empfehlungen der HLEG: Um eine klimaverträglichere, ressourcenschonendere Kreislaufwirtschaft zu erreichen, sei es entscheidend, entsprechende Rahmenbedingungen für Anleger zu schaffen.

Banken: Risikoaspekte nicht außen vor lassen! 

Die EU will das Thema Nachhaltigkeit in den regulatorischen und finanzpolitischen Rahmen der Europäischen Union integrieren und nachhaltige Investments stärken. Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, erklärte dazu: "Die Banken bekennen sich zum Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung. Viele Banken haben ökologische Belange in ihr operatives Geschäft bereits integriert. Der nun vorgelegte Bericht der Expertenkommission hat eine enorme Signalwirkung. Nachhaltigkeit ist längst kein Randthema mehr. Alle Unternehmen der Finanzwirtschaft müssen heute Sustainable Finance in ihrer DNA verankern. Damit dies Erfolg hat, müssen insbesondere klare Begrifflichkeiten vorgegeben werden und transparente Verhaltensregeln für alle Beteiligten existieren. Auch die Risikoaspekte von nachhaltigen Finanzierungen dürfen nicht außen vorgelassen werden."

Befürchtung von Fehlallokationen bleibt aufrecht

Es steht zu befürchten, das es bei dieser Nachhaltigkeitseuphorie und dem Förderwillen der EU-Kommission zur Herabsetzung der Kapitalerfordernisse bei bestimmten, politisch gewollten Investments (z.B. Infrastruktur) unter Solvency II und Basel III/ IV kommt, sodass am Ende des Tages einerseits das Regelwerk und dessen Rechenbarkeit aufgeweicht und andererseits auch Projekte umgesetzt werden, die am freien Markt ohne Privilegierung durchgefallen wären. Eine liberale Marktwirtschaft sieht anders aus, wie überhaupt die Marktkräfte durch das Ausscheiden Großbritanniens in der EU geschwächt werden und die Planwirtschaft durch die Hintertüre fröhliche Urstände feiert. (kb)


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