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Eerdmans/Investec: "EM-Anleihen sind heute anders als 2003 und 2012!"

Da sich die Weltwirtschaft abkühlt und sich die US-Zinsen ihrem Höhepunkt nähern dürften, könnte jetzt eine neue Zeit für Emerging-Market-Anleihen beginnen. Um aus der Vergangenheit zu lernen, hat man bei Investec deshalb frühere Zyklen gründlich analysiert.

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Peter Eerdmans, Investec Asset Management: "Nach der schwachen Marktphase der letzten Jahre erscheinen uns die Fundamentaldaten der Emerging Markets heute sehr viel besser, aber die Bewertungen spiegeln das noch nicht wider."
© Investec AM

Tatsächlich gab es in den letzten 15 Jahren zwei sehr unterschiedliche Marktphasen: Von 2003 bis 2012 verzeichneten Emerging Markets enorme Gewinne, von 2012 bis 2018 haben sie enttäuscht. Beiden Phasen können aber wichtige Hinweise auf die zukünftige Entwicklung liefern. Eerdmans: "Wir denken aber auch, dass man falsch liegt, wenn man mit einer Wiederholung einer der beiden Zeiträume rechnet."

2003 bis 2012: Gute Rahmenbedingungen, enorme Kursgewinne 
Chinas einzigartige Transformation und die zunehmende Globalisierung sorgten 2003 bis 2012 für hohe Gewinne. Die zu Beginn, aber auch später, extrem günstigen Bewertungen der Emerging Markets sowie die expansive Geldpolitik nach der Finanzkrise, die Investoren in Risikokapital trieb, sorgten ein Jahrzehnt lang für spektakuläre Erträge, weiß Eerdmans, doch  der rohstoffgetriebene Boom habe so manche Schwäche verdeckt: "Das hohe Wachstum hatte zur Folge, dass einige Schwellenländer Strukturreformen vernachlässigten und es an Haushaltsdisziplin mangeln ließen. Da die Wettbewerbsfähigkeit mancher Länder unter Währungsaufwertungen litt, stiegen die Leistungsbilanzdefizite, und bisweilen bildeten sich Preisblasen an den Kreditmärkten. Die zweistelligen Erträge von Emerging-Market-Anleihen standen auf einem schwachen Fundament, was für die nächste Marktphase nichts Gutes verhieß."

2012 bis 2018: Anhaltender Gegenwind
In dieser Phase waren die Erträge enttäuschend, da die Emerging Markets in Schwierigkeiten gerieten. Eerdmans: "Die Abwicklung der extrem expansiven Geldpolitik nach der Finanzkrise sorgte für anhaltenden Gegenwind, und die Performance litt zusätzlich unter den zunächst hohen Bewertungen. Das schwächere Wirtschaftswachstum ließ die Haushaltsdefizite deutlich steigen, und in einigen Ländern platzten die Kreditblasen. Weil die Schwellenländer reagieren mussten, folgte eine Zeit der Haushaltskonsolidierung und der Strukturreformen. Die entsprechend schwachen Erträge haben aber einige wichtige Entwicklungen verdeckt, die unserer Ansicht nach in den kommenden Jahren für Emerging-Market-Titel nur gut sein können." 

Eine Assetklasse wird erwachsen 
Eine der wichtigsten Lektionen aus den letzten zwei Jahrzehnten sei, so Eerdmans weiter, dass Investoren – und auch Regierungen – dazu neigten, ihre Erwartungen zu sehr an der jüngsten Vergangenheit auszurichten. "Am Ende der ersten Phase waren die Hoffnungen auf eine Entkopplung und anhaltend starkes Wachstum viel zu optimistisch. Aber wir denken auch, dass viele Investoren heute für die Emerging Markets viel zu pessimistisch sind. Noch wichtiger ist aber vielleicht, dass man mit einem zu engen Blickwinkel die allmählichen Veränderungen übersieht, die das Auf und Ab der Märkte mitunter verdeckt. Mit dem nötigen Weitblick erkennt man, dass Investitionen in Emerging-Market-Anleihen heute etwas ganz anderes sind als 2003 oder 2012. Langsam aber sicher sind die Emerging Markets erwachsen geworden. Trotz kurzfristiger Schwankungen halten wir jetzt ein nachhaltiges Wachstum für möglich." (kb)

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