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24. und 25. März 2021
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Daniel White, M&G: „Value ist im historischen Vergleich günstig!“

Der Fondsmanager des M&G (Lux) North American Value Fund erklärt, warum Anleger lieber in Substanzaktien statt in die vielfach überteuerten Wachstumstitel investieren sollten.

Daniel White, Fondsmanager des M&G (Lux) North American Value Fund
Daniel White, Fondsmanager des M&G (Lux) North American Value Fund, ist für Value optimistisch. Seine Argumente und einen Blick in sein Portfolio können Sie nachfolgender Bildergalerie entnehmen.
© M&G

„Investoren sollten Value-Aktien genau im Auge behalten und rechtzeitig Positionen eingehen, denn wenn Value-Titel eines Tages nach oben gehen, könnte dies schnell passieren“, erklärte Werner Kolitsch (Bild links), Country Head von M&G Investments in Deutschland und Österreich, anlässlich einer Präsentation des M&G (Lux) North American Value Fund in Wien, der seit November 2018 Investoren nicht nur als britisches OEIC-Vehikel, sondern nun auch als Luxemburger SICAV zur Verfügung steht. Fondsmanager des M&G (Lux) North American Value Fund sind die erfahrenen Value-Experten Richard Halle und Daniel White.

Mehrere Gründe für Übergewichtung von Value- gegenüber Growth-Aktien
Als erstes nannte White eine wieder steilere Zinsstrukturkurve, die Value-Aktien in den Bewertungsmodellen der Analysten gegenüber Wachstumsaktien attraktiver erscheinen lassen. Hinzu komme die überaus ambitionierte Bewertung vieler Wachstumswerte. Diesen Aktien ging im Herbst zum Teil, insbesondere einigen „FANG“-Aktien, die „Luft aus“, was als eine zukünftig  relative Schwäche von Growth-Aktien im Vergleich zum Gesamtmarkt interpretierbar sei. White ortet hier als Warnzeichen das gescheiterte IPO des maßlos überteuerten „Einhorns“ WeWork, das auch den Aktienkurs der börsennotierten Beteiligungsgesellschaft Softbank, die einer der Hauptaktionäre ist, massiv belastete.

Als Hauptargument sieht White aber die relativ günstige Bewertung von Value- im Vergleich zu Growth-Aktien. Er zeigt anhand eines Charts, dass Value seit 2007 gegenüber Growth das Nachsehen hat (siehe die Grafik oben in der Bildergalerie) und dass die Bewertungsdifferenz gemessen an den Kurs-/Buchwertverhältnissen, mittlerweile historische Höchststände erreicht (siehe ebenfalls Grafik oben): „Value ist im historischen Vergleich günstig!“, betonte White.

Growth und Quality gelten als zu teuer
White zeigte in Folge anhand verschiedenster Einzelwert-Analysen, dass viele Growth-Aktien zu teuer seien und diese Titel bei kleinsten Enttäuschungen bei den Gewinnerwartungen vom Markt gnadenlos abgestraft werden. Auch „Quality“-Aktien, die von Anlegern vielfach als „Anleihen-Ersatz“ (Proxies) gekauft werden, würden im Falle steigender Zinsen unter Abgabedruck geraten. Das sei alles kein gutes Chancen-/Risikoverhältnis, während die ausgebombten Value-Aktien diesbezüglich Anlegern ein wesentlich aussichtsreicheres Set-Up böten.

Über die Strategie
In Folge erläuterte White die Portfoliostrategie, die auf einem „einfachen, einzigartigen und repetitiven Prozess“ beruhen soll: Auf Basis eines quantitativen Systems wird ein Anlageuniversum aus ca. 400 günstig bewerteten US-Aktien erstellt. Im zweiten Schritt erfolgt eine fundamentale Analyse, bei der neben der finanziellen Stärke des Unternehmens auch auf Kriterien wie die Robustheit des Geschäftsmodells oder das Verhalten des Managements geachtet wird. „Dadurch wollen wir Value-Fallen vermeiden“, erklärte White.

Aufnahme ins Portfolio finden schlussendlich im dritten Schritt zwischen 60 und 100 Aktien, wobei im Vergleich zum S&P500-Index Mid und Small Caps stärker gewichtet sind. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass das M&G (Lux) North American Value Fund-Portfolio bei Kennzahlen wie das Kurs/Buchwert- und Kurs/Gewinn-Verhältnis im Vergleich zum S&P500 oder zum Russell 1000 Value Index günstiger bewertet ist. „Unser Portfolio ist günstiger als der Value-Index und unterscheidet sich davon signifikant“, betonte White, der Branchen wie Energie und Finanzen übergewichtet und Sektoren wie Informationstechnologie, Industrie und insbesondere die seiner Ansicht nach viel zu teuren Immobilien untergewichtet.

Welche interessante Wetten das Portfoliomanagement auf Ebene Einzeltitel gegenüber der Benchmark eingegangen ist, aber auch andere Informationen zur Strategie, können Sie der Bildergalerie oben entnehmen. (aa)


M&G Investments ist einer der vielen, namhaften Sponsoren des 13. Institutional Money Kongresses (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress Center). Neben einem Workshop zum Thema Immobilien gibt es auch ein Gruppengespräch zum Thema europäische Credits. Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

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