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25. und 26. März 2020
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Wiesbaden
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Capital Group nennt Dividendenaktien mit großem Potenzial

Der US-Asset Manager empfiehlt vor dem Hintergrund des Handelskriegs auf Aktien zu setzen, die Investoren nicht nur interessante Dividenden, sondern auch noch Stabilität inklusive Wertsteigerungspotenzial bieten.

Winnie Kwan, Capital Group
Winnie Kwan, Capital Group
© Capital Group

Für die Capital Group bzw. deren Fondsmanagerin Winnie Kwan rücken Dividendenaktien immer stärker in den Fokus. Laut Kwan entstehe zwischen Dividendenaktien und Wachstumswerten eine immer größere Bewertungslücke zugunsten dividendenstarker Qualitätsaktien. „Außerdem nehmen die Renditen ab und die Märkte sind bisweilen sehr volatil, was regelmäßige Kursgewinne und nachhaltige laufende Erträge erschwert“, sagt Kwan. „Dividendenorientiertes Investieren wird daher zu einem wichtigen Thema.“ Über diese Strategie sei eine Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt möglich.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte
Der handelspolitische Streit zwischen den USA und China sei laut Kwan eskaliert und einzelne Branchen wie die Automobil- und die Halbleiterindustrie seien davon besonders betroffen. Folglich würden sich die weltweiten Investitionen verschieben. Auch auf das Zollmanagement von Industriegütern habe der Konflikt Auswirkungen. Viele Unternehmen hätten daher in den vergangenen ihre Endfertigung aus China abgezogen.

Allerdings sei auch der chinesische Aufstieg in der Wertschöpfungskette für diese Entwicklung verantwortlich und der große Profiteur dessen sei Südostasien. „Heute produziert China komplexere Bauteile und Module, während die weniger anspruchsvolle Endfertigung verlagert wird. Südostasiatische Länder wie Vietnam und Kambodscha profitieren hiervon am stärksten“, so Kwan. Auch chinesische Rückkehrer, die aufgrund des Handelskonfliktes die USA verließen, hätten den Aufstieg in der Wertschöpfungskette beschleunigt – vor allem in den Bereichen Biotechnologie, Internet, Mobilfunk und Halbleiter. 

An Megatrends partizipieren
Insbesondere Technologieunternehmen erwirtschafteten noch immer Cashflows und wüchsen nach wie vor stark, weil sie von Trends profitierten, die sich auch von Handelskonflikten nicht stoppen ließen. Cloud-Computing und 5G seien zwei Bereiche, in denen sich solche Unternehmen finden ließen. Immer mehr Konzerne würden ihre IT-Funktionen an Cloud-Anbieter auslagern, um ihre Produktivität zu steigern und ihre Kosten zu senken.

Beispielsweise habe Microsoft Azure sehr viel Neugeschäft mit eher traditionellen Firmen geschaffen, die jetzt erstmals Cloud-Dienste nutzen. Ein weiteres Technologieunternehmen, das den Markt langfristig hinter sich lassen könne, sei Crown Castle International. „Telekommunikationsdienstleister müssen Firmen wie Crown Castle engagieren, wenn sie ihre Mobilfunkmasten und Zelleninfrastruktur (Small Cells) auf 4G und 5G vorbereiten wollen“, sagt Kwan. „Solche Unternehmen können daher von Investitionen in die 5G-Technologie profitieren.“ Crown Castle International verfüge über viele positive Eigenschaften: eine attraktive Dividendenrendite, die Aussicht auf langfristiges Dividendenwachstum, stabile Finanzen und eine gute Unternehmensführung. Eine andere Branche, in der umfangreiche Dividenden ausgeschüttet würden, sei der Eisenerzbergbau. Unternehmen dieser Branche würden heute weniger investieren und seien daher eher bereit, ihre Cashflows auszuschütten.

China und Japan: Dividenden gewinnen an Bedeutung
Dividendenstarke Unternehmen fänden sich außerdem häufig in China und Japan. Die Länder hätten ihre Unternehmen durch einschlägige Reformen zur Zahlung oder Anhebung von Dividenden bewegt. Ziel sei eine bessere Corporate Governance, um die Länder für internationale Investoren attraktiver zu machen. „Japanische Firmen achten jetzt wesentlich mehr auf die Aktionärserträge und den freien Cashflow“, sagt Kwan. „Oft finden Strukturreformen statt, die jetzt Früchte tragen, sodass mehr an die Aktionäre ausgeschüttet wird – ähnliche Entwicklungen sind gegenwärtig auch in China zu beobachten.“ (aa)


Capital Group ist einer der vielen, namhaften Sponsoren des 13. Institutional Money Kongresses (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress  Center). Neben einem Workshop gibt es auch ein Gruppengespräch zum Thema Schwellenländeranleihen.Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

 

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